200 Jahre Friedrich Wilhelm Raiffeisen

Artikel 200 Jahre Raiffeisen

Verbandsnachricht
Das Raiffeisen-Begegnungszentrum in Weyerbusch umfasst das historische Bürgermeisterhaus und ein Backhaus.

Auf den Spuren von Friedrich Wilhelm Raiffeisen

Anlässlich des Raiffeisen-Jubiläumsjahres, bei dem der 200. Geburtstag von Friedrich Wilhelm Raiffeisen im Mittelpunkt steht, organisierte der Raiffeisenverband für seine Mitarbeiter eine Reise zu dessen Geburts- und Wirkungsstätte.

Das Raiffeisen-Begegnungszentrum in Weyerbusch umfasst das historische Bürgermeisterhaus und ein Backhaus.

Interessierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzten Ende Oktober die Gelegenheit, auf den Spuren des Genossenschaftspioniers F.W. Raiffeisen zu wandeln. Erste Station der Reise war das Deutsche Raiffeisenmuseum, wo eine interessante Führung auf dem Programm stand.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Raiffeisenverbandes Bozen auf der Reise zu den Wirkungsstätten von F.W. Raiffeisen.
Das Raiffeisenhaus in Flammersfeld wurde 1780 erbaut und 2012 saniert. Es präsentiert sich heute als modern gestaltete Museumsstätte.

Das Museum dokumentiert eindrucksvoll das Werk von Raiffeisen und bot den Besuchern Einblicke in das Denken und Handeln des Sozialreformers. Ausgestellt sind Originalunterlagen aus dem Genossenschaftswesen und eine umfangreiche Sammlung von Gedenkmünzen, Auszeichnungen, Plaketten und Medaillen. Zu bewundern gab es außerdem einen Schreibtisch und eine Heimorgel aus dem persönlichen Besitz Raiffeisens. Die Museumsführung betonte, dass sich Besucher aus aller Welt in das museumseigene Gästebuch eingetragen und bekundet haben, welch hohes Ansehen Friedrich Wilhelm Raiffeisen auch international genießt. Das Geburtshaus von Raiffeisen - zur Zeit in Restauration - wird im November neu eröffnet und ab diesem Zeitpunkt das Museum beherbergen.

Backhaus und Hülfsverein

Über die Raiffeisenstraße ging es weiter nach Weyerbusch, wo F.W. Raiffeisen von 1845 bis 1848 als junger Bürgermeister wirkte. Hier gründete er 1846/47 nach zwei aufeinanderfolgenden Missernten, die viele Bauern in Hunger und Not gestürzt hatten, den "Weyerbuscher Brodverein". Das Raiffeisen-Begegnungszentrum in Weyerbusch umfasst das historische Bürgermeisterhaus und ein Backhaus. Auch das Raiffeisenhaus in Flammersfeld - es wurde 1780 erbaut und 2012 saniert - präsentierte sich den Reiseteilnehmer als modern gestaltete Museumsstätte. In Flammersfeld gründete Raiffeisen 1849 mit dem "Hülfsverein für unbemittelte Landwirte" die erste Genossenschaft. Sie basierte auf der genossenschaftlichen Idee der Hilfe zur Selbsthilfe und des gemeinschaftlichen Handelns und stellt den Beginn des großen sozialen Wirkens von Raiffeisen dar. Weiter ging die Fahrt nach Koblenz.

Koblenz und Festung Ehrenbreitstein

Der zweite Reisetag begann mit einem Spaziergang am "Deutschen Eck", wo Rhein und Mosel zusammenfließen. Mit einer spektakulären Seilbahnfahrt ging es zur Festung Ehrenbreitstein. Es handelt sich dabei um die zweitgrößte erhaltene Festung Europas, ihr Ursprung reicht bis in das Jahr 1000 zurück. Hier bot sich die Gelegenheit, die Sonderausstellung mit dem Titel "Tradition Raiffeisen - Wirtschaft neu denken" zu besuchen. Die interaktive Ausstellung zeigte eindrucksvoll auf, wie F.W. Raiffeisen die Idee der Genossenschaft praktisch umgesetzt hat und wie sich die Genossenschaften seitdem weiterentwickelt haben. Sie regte aber auch zum Nachdenken über das aktuelle Wirtschaftssystem an. Mit neu gewonnen Einblicken in das Leben von F. W. Raiffeisen traten die Teilnehmer ihre Rückreise an.

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