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Steinhaus - Ahrntal: Seit Mai führt die Nahversorgungsgenossenschaft NaveS den Laden im Dorf. Damit bleibt die Nahversorgung gesichert und das Ortzentrum belebt.

„Die NaveS bin ich!”

Der zentrale Slogan der Südtiroler Nahversorgungsgenossenschaft NaveS ist Geschäftsphilosophie und Auftrag zugleich: Menschen, denen Nahversorgung in Dorfzentren wichtig ist, unterstützen das Geschäft und kaufen vor Ort ein. Anfang Mai hat die Genossenschaft NAVES in Steinhaus-Ahrtal ihren mittlerweile siebten Dorfladen eröffnet, mit Erfolg.

Steinhaus - Ahrntal: Seit Mai führt die Nahversorgungsgenossenschaft NaveS den Laden im Dorf. Damit bleibt die Nahversorgung gesichert und das Ortzentrum belebt.

Seit Anfang Mai ist der Dorfladen in Steinhaus wieder offen. Die Konsum-Genossenschaft NaveS hat das - ursprünglich als Familienbetrieb geführte - Geschäft übernommen, als es, aufgrund der plötzlichen Erkrankung des früheren Geschäftsleiters, vor der Schließung stand. Damit ist die Nahversorgung in Steinhaus gesichert und die Genossenschaft hat ihr Ziel erreicht, denn Nahversorgung ist das zentrale Anliegen der Genossenschaft NaveS.

Vor kurzem hat die Nahversorgungsgenossenschaft NaveS die Führung des Dorfladens in Steinhaus - Ahrntal übernommen.
Im Angebot lokale Produkte, die von den hiesigen Kartoffeln bis zu Mozzarella reichen und Bioprodukte.

Die Nahversorgungsgenossenschaft NaveS, Mitglied im Raiffeisenverband Südtirol, wurde vor mittlerweile sieben Jahre gegründet und betreibt derzeit sieben Einzelhandelsgeschäfte in Südtirol: Welsberg, Gsies, Niederolang, Sexten, Toblach, Vahrn und seit Mai dieses Jahres auch das Geschäft in Steinhaus. Georg Mayr, Obmann der Genossenschaft, betont: „Wir möchten die Nahversorgung in den Dörfern vor Ort sichern, Ortzentren erhalten und gleichzeitig einheimische Produkte anbieten - ganz im Sinne von Friedrich Wilhelm Raiffeisen.“

Auf der Homepage der Organisation sind weitere Grundsätze von NaveS zusammengefasst: Qualität zu fairen Preisen, bewusster Konsum, Gesundheit und Respekt gegenüber Menschen und Umwelt. „Die Unternehmensform Genossenschaft kommt uns da sehr entgegen“, sagt Mayr und weiter: „Unser Vorteil ist, dass wir als Genossenschaft nicht gewinnorientiert sind. Dennoch streben wir ein ausgeglichenes Betriebsergebnis unserer Geschäfte an.“ Dies ist im Vorjahr gelungen: Die Genossenschaft hat 2018, nach einer herausfordernden mehrjährigen Aufbauphase, erstmals schwarze Zahlen geschrieben.

Dem NaveS-Geschäftsführer Daniel Wierer zufolge ist der Erfolg der Genossenschaft auf die gute Organisation und den Fleiß der Mitarbeitenden zurückzuführen: „Wir haben Inventur gemacht, Preise und Angebote angepasst und bewusst Woche für Woche Maßnahmen gesetzt, um mehr Menschen in unsere Geschäfte zu holen.“ Als attraktiv in den NaveS-Geschäftsstellen bewertet er neben den Preis vor allem den Branchenmix. NaveS setzt auf lokale Produkte, die von den hiesigen Kartoffeln bis zu Mozzarella reichen und bietet auch Bioprodukte an.

In den Regalen der NaveS-Geschäfte finden sich Produkte von lokalen Produzenten, wie Fleisch, Käse, Eier und Gemüse und Waren, die über die SAIT bezogen werden, einer Genossenschaftsgruppe mit Konsumgenossenschaften aus Trient und Südtirol. Die Zusammenarbeit mit SAIT garantiert, dass die NaveS-Einzelhandelsgeschäfte in den Dörfern konkurrenzfähige Preise bieten können.

In den Regalen der NaveS-Geschäfte finden sich Produkte von lokalen Produzenten, wie Fleisch, Käse, Eier und Gemüse und Waren, die über die SAIT bezogen werden.

Unterstützung findet die Genossenschaft auch durch den Mutualitätsfonds, ein Fonds des Raiffeisenverbandes Südtirols zur Unterstützung der Mitgliedsgenossenschaften in besonderen Anlassfällen. Mayr dazu: „Ohne die Anschubfinanzierung seitens des Mutualitätsfonds wäre es fast unmöglich, neue Geschäfte zu übernehmen.“

Die Übernahme eines neuen Geschäftes erfolgt immer nur auf Anfrage. Mayr: „Wir wollen niemanden Konkurrenz machen. Wir gehen dorthin, wo wir gerufen werden.“ Auf Anfrage der Gemeinde wird die Situation vor Ort bewertet und bei positiver Einschätzung - in enger Zusammenarbeit mit den Vertretern vor Ort - das Geschäft übernommen.

Als das wichtigste Kriterium für den Erfolg der Nahversorgungsgenossenschaft ist die Einstellung der Bevölkerung. Mayr: „Die Bewohner müssen sich mit der Einkaufsgenossenschaft identifizieren und im Geschäft einkaufen, sonst funktioniert es nicht.“

Die Genossenschaft NaveS zählt mittlerweile rund 970 Mitglieder, Tendenz steigend. Mitglieder profitieren von den Angeboten, sie schätzen die kurzen Wege, den Erhalt der Arbeitsplätze und die lokale Wertschöpfung. Mayr: „Letztlich bedeutet ein Laden vor Ort auch mehr Lebensqualität.“ Dies erkennen mittlerweile immer mehr Menschen und werden Mitglied. Mayr ist sicher, dass die Anzahl der Genossenschaftsmitglieder langfristig steigen wird. Die NaveS-Geschäfte sieht er als Ergänzung des Angebotes im Handel.

Projektträger der Genossenschaft sind der Raiffeisenverband Südtirol, der Südtiroler Bauernbund und der KVW.

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