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Gut besucht: der Fortbildungsabend für Mandatare im Seminarraum der Raiffeisenkasse Latsch.

Fortbildungsabende für Mandatare der Südtiroler Raiffeisenkassen

Das Institutsbezogene Sicherungssystem (IPS) ist eines der Themen aus dem Bankenbereich, das derzeit im Rahmen der regelmäßig  stattfindenden Fortbildungsabende für Mandatare den Südtiroler Raiffeisenkassen vorgestellt wird. Die Auftaktveranstaltung fand vor kurzem in Latsch statt.

Gut besucht: der Fortbildungsabend für Mandatare im Seminarraum der Raiffeisenkasse Latsch.

Der erste Fortbildungsabend für Mandatare in diesem Jahr, der am 8. Mai in der Raiffeisenkasse Latsch stattfand, war gut besucht.

Die Eröffnung des Abends übernahm der Präsident der Raiffeisen Landesbank Südtirol, Michael Grüner, mit einem kurzen Rückblick auf die Entwicklung der Landesbank Südtirol.

Michael Grüner, Präsident der Raiffeisen Landesbank Südtirol
(stehend im Bild) Herbert Von Leon, Obmann des Raiffeisenverbandes Südtirol

Anschließend übernahm Herbert Von Leon, Obmann des Raiffeisenverbandes Südtirol, das Wort und bedankte sich bei den Verwaltungs- und Aufsichtsräten für die gute Zusammenarbeit. Erfreut zeigte er sich über die positive Entwicklung der Raiffeisenorganisation und unterstrich: „Wir haben die Möglichkeit, ein Institutsbezogenes Sicherungssystem (IPS) umzusetzen. Das ist eine große Chance, weil die Kernsteuerung bei den Banken bleibt. Jedes einzelne Institut muss sich jedoch im Klaren sein, dass die Anforderungen größer werden“, betonte Von Leon.

Über die Entwicklung und den Stand der Umsetzung des Institutsbezogenen Sicherungssystem meinte Simon Ladurner, Leiter der Hauptabteilung Markt und Innovation der Raiffeisen Landesbank Südtirol und Projektverantwortlicher für das IPS: „Die Genehmigung der Sonderregelung für die Südtiroler Raiffeisenkassen im Jahr 2016 war die Basis für das IPS.“ Mit dieser richtungsweisenden Entscheidung im Vorjahr hat sich im letzten Moment ein Fenster für eine genossenschaftliche Bankengruppe der Raiffeisenkassen Südtirols geöffnet.

Die Südtiroler Raiffeisenkassen werden sich nicht mehr zu einer Bankengruppe zusammenschließen, sondern können eine sogenannte Haftungsvereinbarung schließen. Der Vorteil dabei ist, dass die derzeitige Autonomie und die genossenschaftliche Ausrichtung der Südtiroler Raiffeisenkassen bestehen bleibt und nicht durch eine Konzernlogik eingeschränkt wird.

Paul Gasser, Generaldirektor des Raiffeisenverbandes Südtirol
Simon Ladurner, Leiter der Hauptabteilung Markt und Innovation der Raiffeisen Landesbank Südtirol und Projektverantwortlicher für das IPS

In Italien gibt es bisher noch keine Bank mit institutsbezogenem Sicherungssystem, daher greifen die Verantwortlichen auf Vorbilder aus Deutschland, Österreich und Spanien zurück. In Deutschland beispielsweise wurde die erste Bank mit IPS bereits 1935 gegründet. Ladurner betonte: „Bei der Ausgestaltung des IPS bleibt uns viel Spielraum und den möchten wir nutzen.“ Gleichzeitig verwies er auf die zahlreichen Bausteine, die bereits im Rahmen der Reform ausgearbeitet wurden und jetzt übernommen werden können. Als angestrebter Startpunkt des IPS nannte er den 1. Jänner 2020.

Generaldirektor Paul Gasser präsentierte mit dem Zukunftsbild die strategische Neuausrichtung des Raiffeisenverbandes Südtirol: „Seit vier Jahren befinden wir uns in einem großen Veränderungsprozess. Mit dem ausgearbeiteten Zukunftsbild, das im Mai vom Verwaltungsrat verabschiedet wurde, rücken wir die Mitgliedsgenossenschaften und das Miteinander wieder in den Vordergrund.“ Neben der organisatorischen Weiterentwicklung des Verbandes sprach Gasser auch über die künftige IT-Strategie.

Anschließend stellte der Generaldirektor die Bilanz des abgelaufenen Geschäftsjahres vor und präsentierte die Geschäftsergebnisse der Raiffeisen Geldorganisation.

Nach einem Rückblick auf das abgelaufene Jubiläumsjahr „200 Jahre Friedrich Wilhelm Raiffeisen“ mit dem Filmbeitrag „Genossenschaften – eine Idee mit Potential“ klang die Veranstaltung in Latsch bei einen Umtrunk aus.

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