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Größere und verformte Kartoffeln bildeten zusammen mit der schlechten Preissituation keine guten Voraussetzungen für den Markt.

Pustertaler Saatbau zieht eine durchwachsene Bilanz

Die Pustertaler Saatbaugenossenschaft zog Ende Oktober bei der Jahresvollversammlung in Dietenheim Bilanz über das Geschäftsjahr 2017/18. Mit schwankenden Auszahlungspreisen zwischen gut und zufriedenstellend.

Größere und verformte Kartoffeln bildeten zusammen mit der schlechten Preissituation keine guten Voraussetzungen für den Markt.

Es war kein einfaches Geschäftsjahr. Das betonten Obmann Anton Kronbichler und Geschäftsführer Hanspeter Felder bei der Vollversammlung in der Fachschule für Landwirtschaft in Dietenheim, zu der auch Landwirtschaftslandesrat Arnold Schuler gekommen war.

Insgesamt hatten von den 106 eingeschriebenen Mitgliedern in der Pustertaler Saatbaugenossenschaft im vergangenen Jahr 2017/18 wieder 81 Landwirte einen Vermehrungs- und Liefervertrag abgeschlossen. Auf 140 Hektar konnten schließlich 5340 Tonnen Kartoffeln geerntet werden.

Schwieriger Kartoffelmarkt

Größere und verformte Kartoffeln bildeten zusammen mit der schlechten Preissituation in Italien, Deutschland und Frankreich keine guten Voraussetzungen für den Markt. Bei ausländischen Erzeugerpreisen von 1,5 bis 8 Cent versuchte die Pustertaler Saatbau trotzdem ihr Preisniveau zu halten.

Am Ende fiel der durchschnittliche Hektarerlös mit 10.963 Euro um 1,36 Prozent höher aus als im Vorjahr. 38 Prozent der Kartoffeln wurden als Saatkartoffeln, 48 Prozent als Speisekartoffeln vermarktet und der Rest musste als Futterkartoffeln abgesetzt werden.

Insgesamt erhielten die Landwirte einen durchschnittlichen Auszahlungspreis von 0,2963 Euro je Kilogramm Kartoffeln ausbezahlt. Aufgrund der schlechten Rahmenbedingungen sprach Geschäftsführer Felder von einem „erstaunlicherweise zufriedenstellenden“ Auszahlungspreis.

Bei den Rohnen konnte mit 0,1566 Euro je Kilogramm bzw. plus 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein „wesentlich guter“ Auszahlungspreis erzielt werden. Insgesamt wurden auf 23 Hektar 1364 Tonnen Rohnen geerntet. Neben Rohnen und Kartoffeln lieferten einige Mitglieder auch Salate, Kopf- und Blumenkohl, Kirschen und Getreide an.

Ernte 2018: Viele Rohnen, wenig Kartoffeln

Die heurige Kartoffelernte fiel aufgrund der trocken-heißen Witterung mit 4590 Tonnen um 750 Tonnen deutlich geringer aus als noch 2017. Ob sich die schlechte Kartoffelernte der ausländischen Anbieter auch auf den Preis und die Nachfrage der Pusterer Kartoffeln auswirkt, wird sich im Laufe des Geschäftsjahres noch zeigen.
Optimal war das Wetter hingegen für die Rohnen, sodass die Ernte heuer mit 2480 Tonnen um 1120 Tonnen deutlich höher ausfiel als im Vorjahr. Die Genossenschaft spricht von Durchschnittserträgen wie schon lange nicht mehr.

Einige Fäulnisprobleme gab es wegen der trockenen Wetterverhältnisse heuer beim Salat und Kopfkohl, sodass einige Partien nicht angeliefert werden konnten. Auch bei Roggen, Dinkel und Sommerroggen fiel der Ertrag wegen des Regenmangels deutlich geringer aus als in vergangenen Jahren. 

Durchwachsene Bilanz, im Bild von links: Vizeobmann Anton Mairhofer, Obmann Anton Kronbichler, Geschäftsführer Hanspeter Felder und Kontrollausschuss-Vorsitzender Artur Aichner.

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