Menschen in Genossenschaften a

Porträt


Carmen Turin

Geschäftsführerin GRW Wipptal/Eisacktal - Genossenschaft für Regionalentwicklung und Weiterbildung Wipptal/Eisacktal

Seit Jänner 2015 steht Carmen Turin der GRW - Genossenschaft für Regionalentwicklung und Weiterbildung Wipptal/Eisacktal als Geschäftsführerin vor und hat davor bereits mehrere Jahre hier gearbeitet.

Die Genossenschaft für Regionalentwicklung und Weiterbildung Wipptal wurde im Jahr 2002 gegründet und ist aus der Bezirksgemeinschaft Wipptal hervorgegangen. "Seit dem Inkrafttreten eines Staatsgesetz von 2013 ist die Bezirksgemeinschaft und andere öffentlichen Körperschaften nicht mehr dabei", ergänzt Turin. Die Genossenschaft ist privat mit derzeit 33 Mitgliedern. Seit Anfang dieses Jahres wurde das Eisacktal mit in den Namen genommen: GRW Wipptal/Eisacktal. Der Grund ist der Wunsch nach engerer Zusammenarbeit: "Wir möchten unsere Arbeit aufeinander abstimmen und Synergien nutzen", so Turin.

Derzeit liegt der Schwerpunkt der GRW Wipptal/Eisacktal auf Weiterbildung und Regionalentwicklung. "Wir stellen das Weiterbildungsprogramm für das Wipptal zusammen und bieten vor allem berufliche und persönliche Weiterbildung, Kurse für Arbeitssicherheit und Weiterbildung für Kinder und Jugendliche. In der Regionalentwicklung unterstützen und begleiten wir öffentliche Körperschaften und private Organisationen in Hinblick auf EU-Förderprogramme und -projekte.

Die Sommerprojekte für Jugendliche sind besonders gefragt.

Heuer haben sich über fünfzig Kinder für die Sommer-Erlebniswochen angemeldet und das Berufsfindungsprojekt für Mittelschüler kann einen Nachfrage-Rekord verbuchen: "Über 90 Mittelschüler nehmen am Berufsfindungsprojekt teil. Das hatten wir noch nie. Wir mussten viele Kinder auf die Warteliste setzen", sagt Turin über die derzeit laufenden Projekte.

Das Berufsfindungsprojekt "Heute beginnt meine Zukunft" gibt es bereits seit sechs Jahren und wurde speziell für die 2. Klassen der Mittelschule entwickelt, als Hilfe bei der Oberschulwahl. Geboten werden drei Wochen fundierte Information über verschiedene Berufssparten mit Betriebsbesichtigungen und Freizeitprogramm. Ein Programm, das ohne die Unterstützung der zahlreichen Wipptaler Betriebe nicht möglich wäre, weiß Vivian Plank, einer der Jugendbetreuer: "In den drei Wochen besichtigen wir vierzig Betriebe im Wipptal. Gestern waren wir beispielsweise bei einem Fliesen- und Bodenleger, einem Grafiker und in der Grundschule. Wir haben das Glück, dass sich die Betriebe im Wipptal für uns Zeit nehmen. Sie machen das freiwillig und unbezahlt."

Peter Trenkwalder ist Spenglermeister, Geschäftsführer des gleichnamigen Spenglereibetriebes und gleichzeitig der Präsident der Genossenschaft GRW Wipptal/Eisacktal. Auch er klärt interessierte Jugendliche über seinen Beruf auf: "In meinem Betrieb lebe ich von meinen Leuten. Wenn ich guten Nachwuchs heranzügle, habe ich in Zukunft auch kein Problem meine leeren Lehrstellen zu füllen."

Für den Spenglermeister hat das Berufsfindungsprojekt sein Ziel erreicht: "Bereits mehrere Jugendliche sind nach dem Sommerprojekt bei mir in die Lehre eingetreten und haben die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Auch Carmen Turin sieht das so: "Die Rückmeldungen aus den Betrieben sind allesamt positiv. Für uns ist das ein guter Ansporn um weiter zu machen."

Die GRW Wipptal/Eisacktal wird weitermachen, die nächsten Projekte stehen an: "EU-Projekte für die Regionalentwicklung, allen voran das LEADER-Programm und weitere grenzüberschreitende Programme für das Wipptal sind geplant. Als federführender Partner werden wir das Management im LEADER Programm im Wipptal und Eisacktal betreuen", so Turin abschließend und freut sich jetzt schon auf die Herausforderungen, die ihr die neuen Projekte bringen werden.

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