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Obst
Die nunmehr "bunte" MELIX vor dem Brixner Krankenhaus, von Neustift aus betrachtet

Bunter Leuchtturm in Brixen

Mit seiner markanten farbigen Außenfassade zieht der Lager-Zubau der Obstgenossenschaft MELIX seit Wochen die Blicke der Brixner auf sich. Im August soll der 4,7 Millionen Euro teure Bau fertig gestellt sein. Deren Macher erzählen schon vorab was er kann.

Die nunmehr "bunte" MELIX vor dem Brixner Krankenhaus, von Neustift aus betrachtet

Im Norden Brixens leuchten sie von weitem: die bunten Fassaden des Hallenzubaus der Obstgenossenschaft MELIX. Seit Februar bekommt dort das Dach des Lagerbetriebes einen zweiten Stock hinzugebaut, in Form einer Holzkonstruktion mit Aluminiumverkleidung. Einmal fertig gestellt, soll es mit einem Gesamtvolumen von über 290.000 Kubikmeter der größte Holzbau im oberen Eisacktal sein und insgesamt Platz für rund 800 Waggon Obst bieten. „Diesen Platz braucht die Obstgenossenschaft in Brixen auch“, meint Obmann Johann Gasser. „Unsere 175 Mitglieder, die 598 Hektar Nettofläche bewirtschaften, steigern ihre Produktion stetig. Eine Erweiterung unserer Lagerfläche war unabdingbar geworden und so hat die Genossenschaft auf der Vollversammlung im November des letzten Jahres grünes Licht gegeben.“ Dabei konnten sich die aktuellen Mitglieder auf eine weise Voraussicht der Vorgänger-Führung stützen: „Schon in den 90ern hatte man erkannt, dass die damalige Struktur in den nächsten 30 Jahren nicht ausreichen wird. So hat man in weiser Voraussicht das Dach so angebracht, dass eine Zusatzkonstruktion übergebaut werden kann“, meint  Johann Gasser.

„Leuchtturm“ für 4,7 Mio. Euro

Auf der Baustelle selbst herrscht emsiges Treiben. Im Eiltempo wurden seit Februar gearbeitet – die  ersten Lagerzellen sind schon beinahe betriebsbereit. Und auch die Außenfassade nach dem Siegerentwurf des Büros „Kerschbaumer Pichler & Parnter Architekten“ ist zu Teilen schon angebracht. Die in Rot-,Gelb- und Orange- und Grüntönen gehaltenen Alu-Tafeln wurden in Einzelteilen mithilfe eines Krans angebracht. Zusammen mit einer lichtdurchlässigen Außenverkleidung sollen sie eine Kulturlandschaft darstellen. Die bunten Flächen sorgen für die markante „Leuchtturm-Funktion“ im Brixner Talkessel. Zusammen mit der Holzkonstruktion der Brixner Firma LignoAlp lässt sich MELIX den Zubau einiges kosten. Auf 4,7 Mio. Euro Gesamtkosten belaufen sich die Arbeiten inklusive aller Gewerke. Man liegt laut MELIX damit aber noch deutlich unter vergleichbaren Konstruktionen. Auf lange Sicht zahlen sich die Investitionen aus, ist man in Brixen überzeugt: „Wir und unsere Mitglieder haben erkannt, dass es längerfristig betrachtet Sinn macht, mehr und mehr intern zu lagern. So sollen der Bau und eine interne Lagerung des Obstes die Kosten gegenüber einer externen Lösung auf Dauer um 50 % reduzieren."

Bauabschluss im August

Bis Anfang August soll die Konstruktion abgeschlossen sein. Pünktlich zur „Rush-hour“ der Apfelernte 2015, wenn erste Kühlzellen der neuen Lagerhalle schon von Golden Delicious oder Gala bezogen werden können. Dann sollen wieder über 3.500 Waggon an frisch gepflückten Äpfeln aus dem Bezirk in die neugestaltete MELIX eintrudeln und mit Hilfe von vielen fleißigen Händen ihren Bestimmungsort finden.

Obmann Johann Gasser vor Nutzkisten auf dem Gelände der Melix. Dahinter aufragend: der Neubau

Farben und Metall: Ein fertiges Modell zeigt die Außenfassade, die eine Kulturlandschaft symbolisieren soll

Westansicht

Zelle im Neubau: Hier soll schon die Ernte 2015 gelagert werden

Die Hallenkonstruktion ist aus Holz - auf ihr werden die Photovoltaikzellen des "alten Daches" montiert

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