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Milchlehrpfad: Der Weg führt über die Geschichte der Sennerei Algund, zur Südtiroler Milchwirtschaft und weiter zur Herstellung und Verkostung von Frischkäse.

Milchlehrpfad, Apfelwanderung und Besuchersteg

Wissen wie Joghurt in den Becher kommt, Wein in die Flasche oder Äpfel ins Supermarktregal ist längst nicht mehr etwas für Experten. Konsumenten von heute wollen erleben, wie Lebensmittel entstehen. Die landwirtschaftlichen Produktionsbetriebe reagieren darauf.

Milchlehrpfad: Der Weg führt über die Geschichte der Sennerei Algund, zur Südtiroler Milchwirtschaft und weiter zur Herstellung und Verkostung von Frischkäse.

Die Besichtigungen von landwirtschaftlichen Produktionsbetrieben sind derzeit so beliebt wie nie zuvor. Die Raiffeisen Genossenschaften haben den Trend erkannt und reagieren mit entsprechenden Angeboten: Die Eisacktaler Kellerei beispielsweise zeigt Anlieferung, Abfüllanlage und den Barriquekeller. Bei der Brixner Obstgenossenschaft Melix und ihren Mitgliedern können Apfelwanderungen gebucht werden und die Algunder Sennerei bietet einen Milchlehrpfad mit Führung in Sennerei und Almhütte.

Interessiert an den Betriebsführungen seien Fachleute und Laien gleichermaßen, weiß Karl Gamper, zuständig für die Betriebsführungen und Qualitätssicherung bei der Obstgenossenschaft CAFA in Meran: "Über den - übrigens einzigen - Besuchersteg in einer Südtiroler Obstgenossenschaft können wir heute jederzeit Menschen durch unser Haus führen, ohne dass sie direkt mit Maschinen oder Fahrzeugen in Kontakt kommen", so Gamper. Damit sind auch alle sicherheitstechnischen Fragen gelöst.

Hinter die Kulissen schauen

Menschen den Zugang "hinter die Kulissen" zu ermöglichen ist mehr als reine Informationsweitergabe. Das direkte Erleben und Teilhaben an Produktionsabläufen stärkt im Besucher das Bewusstsein für das jeweilige Produkt. "Dadurch steigt die Wertschätzung für regionale Produkte und Wirtschaftskreisläufe", weiß Herbert Von Leon, Obmann des Raiffeisenverbandes. Damit schließt sich der Kreis: mit größerer Kundennähe zeigen Genossenschaften einmal mehr ihre große Verantwortung für die regionale Entwicklung und werden zur Brücke zwischen den lokal produzierenden Bauern mit ihren wertvollen einheimischen Produkten und den Konsumenten.

Auch die Genossenschaft Vinschgauer Bauernladen zeigt, dass das Konzept funktioniert. "Online und im Geschäft am Eingang des Schnalstals vertreiben wir mittlerweile über 700 verschiedene landwirtschaftliche Produkte unserer Bauern. Die Nachfrage ist groß. Tendenz steigend", so Christina Hanni-Bernhard, Obfrau der Genossenschaft.

Der Vinschgauer Bauernladen, der übrigens genau vor 10 Jahren, am 29. April 2005, eröffnet wurde, ist als Direktvermarkter angelegt und bietet ausschließlich Erzeugnisse von Bauernhöfen und landwirtschaftlichen Genossenschaften des Tales an. Hier kommen ohne langen Zwischenhandel qualitativ hochwertige Produkte von ausgesuchten Produzenten direkt zum Endkonsumenten. Damit bleibt die Herkunft des Produkts transparent und nachvollziehbar.

Durch eine direkte Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten durch Genossenschaften wird das nachhaltige wirtschaften in regionalen Kreisläufen gefördert. Und dies wiederum nützt auch der Kulturlandschaft.

Karl Gamper, Sicherheitsbeauftragter CAFA Meran: "Über den Besuchersteg können wir jederzeit Menschen durch unser Haus führen, ohne dass sie direkt mit Maschinen oder Fahrzeugen in Kontakt kommen."

Die Genossenschaft Vinschgauer Bauernladen verkauft mittlerweile über 700 verschiedene landwirtschaftliche Produkte aus der Umgebung. Mit Erfolg.

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