News

Porträt


Thomas Kager

Geschäftsführer der Arbeitsgenossenschaft Ex Libris

Thomas Kager ist der Geschäftsführer und gleichzeitig eines der derzeit elf Mitglieder der Arbeitsgenossenschaft Ex Libris in Bozen. Sie ist aus dem Verlag Edition Raetia hervorgegangen und bietet vom ersten Textentwurf bis zum fertigen Druckwerk alle Dienstleistungen im Bereich Text und Kommunikation. Den Mitgliedern der Arbeitsgenossenschaft ist eines gemeinsam: die Leidenschaft für Texte.

Vor rund fünf Jahren haben sich die ersten drei Mitglieder zur Ex Libris zusammengeschlossen. Die Entscheidung für die Unternehmensform Arbeitsgenossenschaft haben sie bis heute nicht bereut."Arbeitsgenossenschaft bedeutet, dass wir uns die Arbeit selber beschaffen. Das ist eine tolle Voraussetzung: Wir können frei arbeiten, uns Projekte aussuchen und auch Arbeiten übernehmen, die man als Einzelner nicht den ganzen Tag lang machen kann. Bei der Korrektur eines komplizierten Textes beispielsweise sieht man nach zwei, drei Stunden die Fehler nicht mehr", erklärt Kager im Interview.Eine Arbeitsgenossenschaft kann auf das große Netzwerk aus vielen Mitarbeitern, zum Teil Mitglieder der Genossenschaften und zum Teil Freie (derzeit 25 bis 30), zurückgreifen. Sie alle stellen - je nach Bedarf - ihre Fachkraft zur Verfügung: "Für die Übersetzung eines Sachtextes beauftragen wir jemand anderen, als für einen literarischen Text", so Kager weiter.Laut Kager gelingt es Ex Libris gerade durch die genossenschaftliche Arbeitsweise sich von anderen Werbe- oder Kommunikationsagenturen abzuheben: "Wir kommen aus dem Verlagswesen, arbeiten eher journalistisch, textorientiert und über unser Netzwerk auch mit Grafikern und Druckereien zusammen. Wir bieten den gesamten Service." Damit kann Ex Libris besonders zielgruppenorientiert arbeiten.

Bei Produktions- und Arbeitsgenossenschaften sind die Arbeitnehmer gleichzeitig die Mitglieder und somit die Eigentümer des Unternehmens. Ziel einer Arbeitsgenossenschaft ist es auch, für die Mitglieder günstigere Arbeitsbedingungen zu schaffen als es auf dem freien Markt der Fall ist.

Die Art der Zusammenarbeit motiviert

Kager ist davon überzeugt, dass die Unternehmensform Arbeitsgenossenschaft auch einen Einfluss auf den Teamgeist der Mitarbeiter hat: "Bei der genossenschaftlichen Arbeit hat man mit Leuten zu tun, die gemeinsam etwas bewegen wollen, die etwas schaffen wollen und die mit einem wirklich herausragenden Teamgeist beteiligt sind." Es zeigt sich auch, dass Mitglieder der Genossenschaft sich mit dem Unternehmen stärker verbunden fühlen als freie Mitarbeiter.Bei Ex Libris gab es noch weitere Punkte, die für die Gründung einer Arbeitsgenossenschaft sprachen. "Es ist um einiges einfacher eine Arbeitsgenossenschaft zu gründen als eine GmbH", weiß Kager, der sich seinerzeit eingehend informiert hatte. "Und: über die Genossenschaft sind wir in einen Dachverband - in unserem Fall der Raiffeisenverband - eingebunden und können weitere Dienstleistungen wie Beratung und Revision nutzen.

"Für die Zukunft wünscht sich der Geschäftsführer von Ex Libris: "Dass wir weiter in der Lage sind tolle Aufträge zu bekommen, die wir uns selber erarbeiten können. Denn wir machen gerne Dinge, die uns Spaß machen. Und würden uns freuen, wenn das weiterhin so bleibt", meint Kager abschließend.

Arbeiten Sie mit ...

Treten Sie mit uns in Kontakt oder tragen Sie zum Erfolg des Portals bei.

Sie haben Fragen zum Genossenschaftswesen oder Anregungen zum Nachrichtenportal? » mehr

© Raiffeisenverband Südtirol  |  MwSt.-Nr. 00126940212  |  Service Center: 800 031 031
web by Konverto