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Ernte 2019: Weniger Marillen im Vinschgau

Im Vinschgau steht die Hauptmarillenernte vor dem Abschluss. Nach der Rekordmenge im Vorjahr gibt es heuer deutlich weniger Marillen. Im Verband der Vinschger Obst- und Gemüseproduzenten VI.P spricht man von einer durchschnittlichen Ernte mit einer niedrigen Menge.

Seit Mitte Juli läuft im Vinschgau die Marillenernte. Wegen der schwächeren Blüte und einiger Frostnächte werden es heuer nicht mehr rekordmäßige 550 Tonnen Marillen sein wie noch im Vorjahr sondern eine Normalernte um die 250 Tonnen. „Insgesamt wurde heuer mengenmäßig eine relativ niedrige Menge eingefahren“, sagt Hannes Spögler, Geschäftsführer der Obstgenossenschaft GEOS in Schlanders und Leiter des Geschäftsfeldes Marillen in der VI.P. Zudem haben der Hagel und der Regen in den ersten Augusttagen gebietsweise noch zu Ausfällen geführt. Davon sind etwa bis zu 15 Tonnen Marillen betroffen.

Die Marillenernte im Vinschgau fällt heuer mit rund 250 Tonnen deutlich geringer aus als noch im Vorjahr.

Marillen werden im Vinschgau zwischen 700 und 1200 Metern Meereshöhe angebaut. Auf den sandigen Bergböden bilden sich die Aromastoffe langsam aber intensiv aus. Aufgrund der fehlenden Sonnentage in der Reife- und Erntezeit sind die Marillen heuer aber etwas weniger aromatisch als man es von der Original Vinschger Marille gewohnt ist. Trotzdem ist man bei der Qualität insgesamt noch mit einem blauen Auge davongekommen, sagt Spögler. Die Original Vinschger Marille gilt wegen ihres unvergleichlichen Geschmacks auch als die Königin unter den Marillen. Aus ihr wird größtenteils Marmelade gemacht oder Schnaps gewonnen.

Eine neue Sortiermaschine sorgt für eine qualitätsorientierte Verarbeitung der Marillen.

Neue Sortiermaschine und neue Verpackung

Sortiert und verarbeitet werden die Vinschger Marillen zentral in der Obstgenossenschaft Geos in Schlanders. Nach der Rekordernte im Vorjahr wurde heuer eine neue Sortiermaschine installiert. An der alten Sortiermaschine wurden die Marillen vorwiegend händisch sortiert. Mit der neuen Sortiermaschine wurden nun die Voraussetzungen für eine effiziente und qualitätsorientierte Verarbeitung geschaffen.  

Seit heuer wird die Original Vinschger Marille in naturfarbenen Kartons vermarktet, um sie optisch etwas hervorzuheben. Die neuen Kartons sollen die Natürlichkeit der Früchte widerspiegeln. Die anderen Bergmarillen aus dem Vinschgau wie beispielsweise die Speisemarillen Goldrich und Orangred werden hingegen in  schwarzen Kartons verkauft. Wie alle Kartons für die Produkte der Marke Vinschgau, sind auch die neuen Kartons für die Original Vinschger Marille von umweltbewusster Herkunft und tragen das FSC-Siegel – eine internationale Zertifizierung für nachhaltige Waldwirtschaft.

Jetzt sind noch die Marillen in den letzten hohen Lagen zu ernten. Bis Mitte August wird die heurige Marillenernte dann größtenteils abgeschlossen sein.

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