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Das Fernheizkraftwerk Toblach-Innichen (Foto: Hannes Fuchs).

Mehr als ein Wärmelieferant

Das Fernheizkraftwerk Toblach-Innichen (FTI) feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Grund genug, um die Tätigkeiten des Werkes etwas genauer zu skizzieren. Dabei fällt auf: Das FTI ist weit mehr als nur ein Wärmelieferant.

Das Fernheizkraftwerk Toblach-Innichen (Foto: Hannes Fuchs).

Die Energiegenossenschaft FTI wurde 1994 gegründet. Bereits ein Jahr später belieferte das Werk 160 Abnehmer mit Fernwärme. Ein weiterer Meilenstein war der Anschluss des Hauptortes Innichens an das Fernheizwerk Toblach. Danach trieb das Werk eine Reihe von technologischen Innovationen voran: 

  • Das Fernheizwerk produziert mit einem 1,5 MW großen ORC-Modul zusätzlich Strom. Im Verbrennungskessel entsteht durch die Verbrennung von Biomasse Wärme, die Thermoöl erhitzt. Dieses treibt Turbinen an und der Generator wandelt die Leistung in elektrische Energie um.
  • Ein Wärmespeicher mit 1000 m³ Fassungsvermögen gewährleistet Spitzenabdeckung und Ausfallssicherheit.
  • Gemeinsam mit den Gemeinden Toblach und Innichen wurde die letzte Meile des Breitbandnetzes realisiert und die Glasfaser-Zentrale im Fernheizwerk errichtet. Durch die Nutzung bereits bestehender Infrastrukturen hielten sich die Grabungsarbeiten in Grenzen. Die Baukosten sanken und die Gemeinde sparte sich ca. drei Millionen Euro an Kosten.
  • Ein Schaugang im Gebäude des Fernheizwerkes illustriert seinen Besuchern die Tätigkeiten der Energiegenossenschaft.

Hanspeter Fuchs, Präsident des Verwaltungsrates, ist stolz auf das bisher Erreichte und blickt optimistisch in die Zukunft: "Unser Werk hat sich als Vorzeige- und Erfolgsmodell nicht nur in Südtirol, sondern weit über die Grenzen hinaus etabliert. Gemeinsam werden wir den zukünftigen Herausforderungen gewachsen sein", so Fuchs. 

In den nächsten Jahren soll das alte Heizhaus komplett erneuert und die alten Biomassefeuerungen durch eine neue moderne 8 MW Biomassefeuerung ersetzt werden. Die Effizienz der Anlage soll durch die Erweiterung der Rauchgaskondensation mit einer Wärmepumpe wesentlich erhöht werden.

Das Fernheizkraftwerk Toblach-Innichen zählte im Jahr 2018 926 Mitglieder und 1.700 Abnehmer. Insgesamt tätigte die Energiegenossenschaften Investitionen in Höhe von 38 Millionen Euro und konnte mit dem Einsatz von Biomasse seit 1994 rund 142.370.000 kg CO2 einsparen.

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