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Mehrere Projektteilnehmer haben bereits erste Schritte in der Arbeitswelt gemacht und ihre neu erworbenen Kompetenzen bei Südtiroler Arbeitgebern eingebracht.

Soulgarden öffnet in Gratsch

Das Projekt „Fragsburg Soul Garden“ gibt es seit einem Jahr. Es bietet Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte, auch mit physischer oder psychischer Beeinträchtigung, einen Praktikumsplatz mit Weiterbildung.

Mehrere Projektteilnehmer haben bereits erste Schritte in der Arbeitswelt gemacht und ihre neu erworbenen Kompetenzen bei Südtiroler Arbeitgebern eingebracht.

Im vergangenen Jahr hat die Sozialgenossenschaft Spirit das „Fragsburg Soul Garden“ ins Leben gerufen. In Zusammenarbeit mit dem Relais & Chateaux Castel Fragsburg, der Koordinierungsstelle für berufliche Weiterbildung, dem Arbeitsvermittlungszentrum Meran, der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt der Sprachschule alpha beta piccadilly und der Fachschule Laimburg konnte die Sozialgenossenschaft acht Menschen eine Beschäftigung und Perspektive geben und zwar trotz Corona.

Neben 500 Stunden Praxis im Garten gab es Fachunterricht im Obst- und Gartenbau, Arbeitssicherheitskurse, Alphabetisierungs- und Sprachkurse sowie Kurse zur lokalen Gesellschaft und Kultur. Mehrere Projektteilnehmer haben bereits erste Schritte in der Arbeitswelt gemacht und ihre neu erworbenen Kompetenzen bei Südtiroler Arbeitgebern eingebracht. Aber auch die Meraner und Meranerinnen bzw. BewohnerInnen haben von dem Projekt profitiert, in dem sie wöchentlich frisch geerntetes, unbehandeltes Gemüse bezogen habe. 

Ab kommenden April liefert die Genossenschaft wieder frisch geerntetes, unbehandeltes Gemüse an alle Interessierten aus Meran und Umgebung.

Michael Bockorni, Präsident der Sozialgenossenschaft Spirit: "Dank unseres Mitglieds Elisabeth Kössler können wir heuer einen zweiten, leichter erreichbaren, Standort in Gratsch eröffnen. Außerdem haben wir auf das Konzept der „Solidarischen Landwirtschaft“ (SoLaWi) umgestellt, von dem es in Südtirol schon ein paar Pioniere gibt." Die „Solidarische Landwirtschaft“ ist ein Zusammenschluss von Menschen, die die Produktion von Lebensmitteln gemeinsam durch individuelle Beiträge finanziert und die Ernte der landwirtschaftlichen Produkte untereinander aufteilt. Als „Ernteteiler*in“ teilt man Freud (gute Ernte) und Leid (schlechte Ernte) des landwirtschaftlichen Betriebes und gibt ihm durch fixe monatliche Zahlungen Planbarkeit und Finanzierungssicherheit.

Größe und Zusammensetzung der Ernteanteile können deshalb variieren. Das Frühjahr beginnt mit einer Auswahl verschiedener feiner Blattsalate, Kräuter und einer bunten Vielzahl an Blattgemüse. Zum Sommer hin wächst dann eine große Palette an unterschiedlichen Sorten auf dem Acker. Bockorni: "So haben wir zum Beispiel viele unterschiedliche Tomatensorten, leckere Gurken, Bohnen, Mangold und vieles mehr! Der Herbst bringt eine große Auswahl wie verschiedenste Wurzelgemüse mit sich."

Private und gewerbliche Kunden (Gastronomie und Hotellerie) können aus drei verschiedene Kistlgrössen und Becher bzw. Boxen mit essbaren Blüten wählen.

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