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Mit 25.000 Beschäftigten, vor allem im ländlichen Raum, ist der Forst- und Holzsektor ein wichtiger Wirtschaftsbereich für Südtirol. (Bild Zirbenwald -LPA)

Südtiroler Forst- und Holzsektor stellt Weichen für die Zukunft

In der „Holzcharta“ haben die Südtiroler Wirtschaftsverbände 2015 festgelegt, welche Schritte man bis 2020 setzen möchte, um die Wertschöpfung im Forst- und Holzsektor anzukurbeln. Vor kurzem trafen sich Unternehmer, Freiberufler, Vertreter der Landesämter, der Politik und der Wirtschaftsverbände, die sich mit dem Thema Holz beschäftigen, bei einem Online-Treffen.

Mit 25.000 Beschäftigten, vor allem im ländlichen Raum, ist der Forst- und Holzsektor ein wichtiger Wirtschaftsbereich für Südtirol. (Bild Zirbenwald -LPA)

Rohstoff, Baustoff, Werkstoff und Energieträger: Holz ist eine vielfältige natürliche Ressource, die auch wirtschaftlich interessant ist. Mit 25.000 Beschäftigten, vor allem im ländlichen Raum, ist der Forst- und Holzsektor ein wichtiger Wirtschaftsbereich für Südtirol, der vom Unternehmer über den Dienstleister und Forscher bis hin zu den Landesbeamten des Forst-und-Holz-Sektors eine ganze Branche beschäftigt. Zudem handelt es sich um einen besonders nachhaltigen, weil nachwachsenden Rohstoff, dessen Einsatz in der Energiegewinnung sowie bei Bau und Sanierung von Gebäuden besonders klimafreundlich ist. Gerade in der Bauwirtschaft bieten sich hier künftig immer mehr umweltschonende Möglichkeiten. 

„Die Holzbranche in Südtirol hat ein Wertschöpfungspotenzial von 1,5 Milliarden Euro und ein enorm hohes Entwicklungspotenzial“, sagt Landesrat Arnold Schuler. „Deshalb ist es wichtig, alle Kräfte zu bündeln, innovative Ideen zu entwickeln und den Sektor noch weiter nach vorne zu bringen. Das Sturmtief Vaia hat Ende Oktober 2018 eine Fläche von rund 6000 Hektar getroffen. Auch im November 2019 - ein Jahr nach Vaia - sind Südtirols Wälder von einem weiteren Unwetter getroffen worden. Im November 2020 schließlich kam es erneut zu einem Schadensereignis mit Schneedruckschäden in einem Ausmaß von ungefähr 500.000 Vorratsfestmetern Holz.“ An der innovativen Vermarktung und Verarbeitung dieser Holzmenge arbeite ProRamus bereits mit Erfolg. „Diese Arbeit müsse auch künftig weitergeführt und noch verstärkt werden“, so Landesrat Schuler.

Ins Leben gerufen wurde die Initiative ProRamus vom Landesverband der Handwerker (lvh.apa), dem Südtiroler Bauernbund (SBB), dem Südtiroler Energieverband (SEV), dem Unternehmerverband Südtirol (UVS), der Abteilung Forstwirtschaft des Landes und von IDM. Große Ziele, die sich ProRamus bei seiner Gründung gesetzt hatte, waren unter anderen die Vernetzung der Forst- und Holzwirtschaft, um Synergien zu schaffen, die Sensibilisierung und Imageverbesserung für den Rohstoff Holz, sowie die Beratung und Begleitung der Unternehmen, die in dieser Branche tätig sind und innovative Produkte auf dem Markt lancieren wollen. So wollte man den Stellenwert und die Wertschöpfung dieses Wirtschaftssektors in Südtirol steigern.

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