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Der Superbonus für energetische Sanierungsmaßnahmen bildete eines der Themen bei einem Treffen mit Unterstaatssekretär Riccardo Fraccaro (links im Bild) im Raiffeisenhaus in Bozen.

Superbonus im Mittelpunkt

Der von der italienischen Regierung lancierte Superbonus für energetische Sanierungsmaßnahmen stand Ende Juli im Mittelpunkt eines Treffens mit Unterstaatssekretär Riccardo Fraccaro im Raiffeisenhaus.

Der Superbonus für energetische Sanierungsmaßnahmen bildete eines der Themen bei einem Treffen mit Unterstaatssekretär Riccardo Fraccaro (links im Bild) im Raiffeisenhaus in Bozen.

Mit verschiedenen Maßnahmen versucht die italienische Regierung die Folgen der Coronakrise einzudämmen und die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Dazu zählt auch der sogenannte Superbonus von 110 Prozent für die energetische Sanierung, der Teil der Neustartverordnung „decreto rilancio“ ist und seit Wochen in den Tagesmedien regelmäßig thematisiert wird.

Wer energetische Baumaßnahmen an seiner Wohnung oder seinem Haus umsetzt, kann bis zu einem bestimmten Höchstausmaß eine steuerliche Förderung von 110 Prozent der getätigten Investitionen beanspruchen. Wer beispielsweise 50.000 Euro investiert, kann 55.000 Euro anteilsmäßig über fünf Jahre verteilt von seiner Steuer abziehen.

Für Riccardo Fraccaro, Unterstaatssekretär im Ministerratspräsidium, ist der Superbonus eine wesentliche Maßnahme, um die Wirtschaft Italiens wieder in Schwung zu bringen.

Daneben hat der Staat eine zweite Variante vorgesehen. Dabei kann das entsprechende Steuerguthaben für energetische Sanierungsmaßnahmen sofort an einen Dritten (z.B. eine Bank) abgetreten werden. 

Die italienische Regierung erwartet sich von den neuen steuerlichen Anreizen starke Impulse für die schwächelnde Wirtschaft, zumal das Interesse seitens der Bauwilligen wieder entsprechend groß sein dürfte. Allerdings handelt es sich um eine komplexe Materie. Erst vor wenigen Tagen wurden die entsprechenden Durchführungsbestimmungen erlassen.
 
Die Umsetzung der neuen steuerlichen Fördermöglichkeiten stand auch im Mittelpunkt eines Besuches von Riccardo Fraccaro, Unterstaatssekretär im Ministerratspräsidium, Ende Juli im Bozner NOI Techparc. Dort ist der lokale Koordinierungstisch aus Vertretern von Verbänden, Organisationen und heimischen Banken angesiedelt, der die Art und Weise der Umsetzung des Superbonus in Südtirol plant und steuert.

Im Rahmen seines Besuches in Bozen traf Unterstaatssekretär Fraccaro auch mit Vertretern des Raiffeisenverbandes und der Raiffeisen Landesbank zusammen. Bei dem Treffen im Raiffeisenhaus stand ebenso die Thematik rund um den Superbonus im Mittelpunkt und welche Unterstützung die kapillar aufgestellten Raiffeisenkassen bei der konkreten Umsetzung leisten können.

Thema am Rande des Treffens bildete zudem der aktuelle Stand in Sachen institutsbezogenes Sicherungssystem (IPS) der Südtiroler Raiffeisenkassen, dessen Anerkennung durch die Aufsichtsbehörde noch aussteht, und für welche Unterstaatssekretär Riccardo Fraccaro seine Unterstützung zusicherte.

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