Raiffeisen Nachrichten http://www.raiffeisen-nachrichten.it de_DE Raiffeisenverband Südtirol Mon, 08 Mar 2021 12:53:37 +0100 Mon, 08 Mar 2021 12:53:37 +0100 Raiffeisenverband Südtirol news-1805 Fri, 05 Mar 2021 09:21:02 +0100 Raiffeisenkasse Überetsch: "Die Chancen der Zukunft" https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/raiffeisenkasse-ueberetsch-die-chancen-der-zukunft.html Über 220 Mitglieder, Kunden und Interessierte folgten am 3. März die erste Online-Veranstaltung der Raiffeisenkasse Überetsch, mit dem Titel „Die Chancen der Zukunft“. Das Raiffeisen-Forum im „Lanserhaus“ diente dabei als Raiffeisen-Studio. Obmann Philipp Oberrauch begrüßte die Gastreferenten Prof. Alex Weissensteiner von der Freien Universität Bozen, Dr. Ulrich Klammsteiner - technischer Direktor der Agentur für Energie Südtirol – KlimaHaus, sowie die Wohnbauberaterin der Raiffeisenkasse Überetsch Manuela von Gelmini.

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Überetsch/Unterland Finanzen
news-1803 Fri, 26 Feb 2021 14:46:07 +0100 Die Unterstützung steht im Mittelpunkt https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/die-unterstuetzung-steht-im-mittelpunkt.html Wie Unternehmen und Familien in der anhaltenden Covid-19-Pandemie weiter unterstützt werden können, darum ging es am Donnerstag bei einer vom Raiffeisenverband organisierten Informationstagung für die Raiffeisenkassen. Raiffeisenverband-Obmann Herbert Von Leon und Generaldirektor Paul Gasser konnten zu der Onlinetagung die Geschäftsführer der Raiffeisenkassen sowie Vertreter der Raiffeisen Landesbank und der Raiffeisen IPS Genossenschaft begrüßen. Im Mittelpunkt standen die Inhalte der Neuauflage eines Einvernehmensprotokolls, das im Vorjahr zwischen Land, Banken und Garantiegenossenschaften geschlossen wurde.

Wie das Abkommen vom April des vergangenen Jahres sieht auch das neue Einvernehmensprotokoll vergünstigte Kredite vor. Unternehmen, Freiberufler, Familien und Arbeitnehmer können damit ab 5. März wieder neue Finanzierungen vom Landespaket in Anspruch nehmen.

Gerlinde Steger, Leiterin des Geschäftsbereiches Kommerz in der Raiffeisen Landesbank Südtirol, erläuterte die Inhalte des neuen Einvermehmensprotokolls und erklärte die verschiedenen Möglichkeiten der vergünstigten Kredite. Dabei verwies sie auch auf einige Neuerungen im Bereich der Kleinkredite. Zudem können nun auch Startups und landwirtschaftliche Betriebe die im Einvernehmensprotokoll 2021 vorgesehenen Maßnahmen beanspruchen. Zenone Giacomuzzi, Generaldirektor der Raiffeisen Landesbank, betonte, dass mit dem neuen Einvernehmungsprotokoll zur Unterstützung von Unternehmen und Familien sinnvolle Maßnahmen fortgeführt werden, die sich im Vorjahr bewährt hätten.

Neuer KMU-Fonds

Bei der Onlinetagung wurde zudem über einen neuen KMU-Fonds informiert, den das Land Südtirol gemeinsam mit den Lokalbanken auflegen wird. Damit sollen abseits der Möglichkeiten, welche das neue Einvernehmungsprotokoll bietet, heimische Unternehmen in der Krise zusätzlich unterstützt werden. Der Fonds soll Unternehmen in Krise, unter genauen Bedingungen, zu Liquidität verhelfen und die Finanzierung von Investitionen ermöglichen.
Raiffeisenverband-Obmann Herbert Von Leon und Generaldirektor Paul Gasser unterstrichen diesbezüglich die Bedeutung der gegenseitigen Solidarität in schwierigen Zeiten.

Weitere Themen der Onlinetagung bildeten unter anderem das Risikomanagement und die Bilanzierung im Raiffeisen IPS sowie die Entwicklung der Raiffeisenkassen im vergangenen Geschäftsjahr.

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Bozen und Umgebung Finanzen
news-1801 Wed, 24 Feb 2021 20:44:37 +0100 Bankkredite: Neuauflage des Einvernehmens mit den Banken https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/bankkredite-neuauflage-des-einvernehmens-mit-den-banken.html Das Einvernehmensprotokoll mit den Banken und Garantiegenossenschaften zur Unterstützung von Unternehmen wird neu aufgelegt. Auch ein KMU-Krisenfonds ist in Ausarbeitung. Über die Neuauflage des Einvernehmens mit den Banken hat Landeshauptmann Arno Kompatscher am 24. Februar bei der Pressekonferenz nach der Sitzung der Landesregierung informiert. Die Landesregierung hat sich am 24. Februar eingehend mit einem neuen Paket von Corona-Hilfen auseinandergesetzt. Es sieht zusätzlich zu den staatlichen Hilfen Unterstützungsmaßnahmen des Landes für Arbeitnehmer, Familien sowie Unternehmen und Freiberufler vor. Nun erarbeitet die Landesverwaltung die Details, bevor das Paket der Öffentlichkeit vorgestellt wird, wie es in einer Pressemitteilung des Landes heißt.

Neues Abkommen

Definitiv zugestimmt hat die Landesregierung heute währenddessen der Unterzeichnung eines neuen Abkommens zwischen Land Südtirol, Banken und Garantiegenossenschaften. Demnach können Unternehmen und Familien ab 5. März wieder günstige Kredite beantragen. Ziel ist, jenen Familien und Unternehmen, die in Folge der Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, den Zugang zu Liquidität zu ermöglichen. Die Raiffeisenkassen, die Raiffeisen Landesbank, die Südtiroler Sparkasse und die Südtiroler Volksbank sowie die Garantiegenossenschaften Garfidi und Confidi haben ihre Teilnahme am Abkommen signalisiert. Dieses bleibt auch für alle anderen Bankinstitute mit Sitz in Südtirol offen. "Es handelt sich um eine wichtige Maßnahme, um Druck vor allem von den seit einem Jahr pandemie-geplagten Unternehmen zu nehmen", unterstrich Landeshauptmann Arno Kompatscher. 

Vergünstigte Kredite

Wie das Abkommen vom April vergangenen Jahres sieht das neue Einvernehmensprotokoll vergünstige Kredite durch Zins- und Kommissionbeiträge vor. Vorgesehen sind verschiedene Kreditformen: für Familien, für Vereine, ein Kleinkredit für Unternehmen, ein Kredit bis zu 300.000 Euro und ein Kredit bis zu 1,5 Millionen Euro. Neu ist der Kleinkredit bis zu 30.000 Euro für Unternehmen mit einer Laufzeit bis zu 15 Jahren (mit einem Zinssatz von ca. 0,76 Prozent bei einer Laufzeit bis zu zehn Jahren und von ca. 1,23 Prozent bis zu 15 Jahren), wobei die ersten beiden Jahre zinsfrei sind. "Die Zinsbefreiung in den ersten beiden Jahren wird dadurch möglich, dass die Banken die Zinsen im ersten Jahr selbst übernehmen und somit in den ersten zwölf Kreditmonaten auf die Einhebung von Zinsen verzichten und die Zinsen für das zweite Kreditjahr das Land übernimmt", erklärte Landeshauptmann Kompatscher.
Sämtliche Kredite werden von den Banken geprüft und unter Einhaltung bestimmter Voraussetzungen gewährt. Die Details zu allen genannten Kreditformen werden nach Inkrafttreten der Maßnahme veröffentlicht. Unternehmen und Familien haben vom 5. März bis zum 7. Juni 2021 Zeit, ihre Kreditanträge zu stellen, heißt es in der Pressemitteilung. 

KMU-Krisenfonds in Ausarbeitung

Gemeinsam mit den Lokalbanken, der Südtiroler Sparkasse, der Südtiroler Volksbank, Raiffeisenkassen und der Raiffeisen Landesbank, wird das Land Südtirol zudem einen Fonds auflegen, um heimische Unternehmen in der Krise zu unterstützen. Der so genannte KMU-Fonds wird durch die landeseigene Gesellschaft Euregio+ eingerichtet. Derzeit werden noch Details bezüglich des Aufbaus und der Konditionen definiert und Abstimmungen mit den Aufsichtsbehörden vorgenommen. Im April soll der Fonds startklar sein, der einerseits Unternehmen Liquidität gewähren, andererseits die Finanzierung von strategischen Investitionen ermöglichen soll. 
(Quelle: Presseagentur des Landes Südtirol - sf/mpi)

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Bozen und Umgebung Finanzen
news-1794 Tue, 16 Feb 2021 14:41:09 +0100 Aussprache zur Unterstützung der Wirtschaft https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/aussprache-zur-unterstuetzung-der-wirtschaft.html Die Führungsspitzen der Südtiroler Banken, Sparkasse, Volksbank und Raiffeisenkassen, haben sich zu einer Aussprache mit der Führungsspitze der Handelskammer Bozen getroffen. Thema des Treffens war unter anderem eine Standortbestimmung der Südtiroler Wirtschaft in Corona Zeiten sowie die im März auslaufenden Maßnahmen zur Kreditstundung. „Wir sind an der Seite der Unternehmen in dieser schwierigen Lage seit Beginn der Krise, und wir werden sie auch in den nächsten Monaten bestmöglich unterstützen, bis diese Phase überwunden sein wird“, erklärten einhellig Sparkasse, Volksbank und Raiffeisenkassen bei einer Aussprache mit der Handelskammer, die in einer äußerst konstruktiven Atmosphäre stattfand.
Zur Sprache kam auch das Thema der Stundung von Krediten. Im letzten Jahr, nach Beginn des Covid-19-Gesundheitsnotstandes, konnten die Banken ihren Kunden eine zeitweilige Aussetzung der Ratenzahlungen für Darlehen (Tilgungsaussetzung) von bis zu maximal zwölf Monaten gewähren. Ermöglicht wurde dies dank der Vorzugsbehandlung, welche die Europäische Bankenaufsichtsbehörde EBA für Kreditstundungen festgelegt hatte, um die Wirtschaft zu unterstützen und um die Folgen der Covid-19-Pandemie abzufedern. Die Zahlungsmoratorien waren ein wirksames Instrument, Liquiditätsengpässe von Schuldnern der Institute infolge der Corona-Pandemie und die große Zahl der daraus folgenden Stundungsbegehren schnell und unbürokratisch zu erledigen.
Zudem haben die Südtiroler Banken mit dem Land Südtirol eine Konvention abgeschlossen, um Finanzierungen mit Staatsgarantie (COVID-Finanzierungen) zu besonders vorteilhaften Konditionen zu gewähren; auf diese Weise konnte der Kreditzugang in den vergangenen Monaten erleichtert werden.

Die Südtiroler Banken haben im Laufe des Jahres 2020 insgesamt rund 630 Millionen Euro an COVID-Finanzierungen zur Verfügung gestellt. Diese Summe bestätigt die Bedeutung der in diesem schwierigen Zeitabschnitt gewährten finanziellen Unterstützung.
Die Italienische Bankenvereinigung ABI (Associazione Bancaria Italiana) hat gemeinsam mit anderen Bankenverbänden auf europäischer Ebene die Forderung eingebracht, eine Verlängerung der Kreditstundungen zu ermöglichen, die nicht automatisch zu einer Einstufung als Schuldnersäumigkeit führt. Allerdings hat die Europäische Bankenaufsichtsbehörde EBA kürzlich festgelegt, dass eine solche Ausweitung nicht möglich ist. Dies bedeutet für die Banken, dass im Falle einer Verlängerung Rückstellungen für Kreditrisiken gebildet werden
müssen. Dies bedeutet auch, dass die Kunden, die eine eventuelle Verlängerung der Kreditstundung beziehen würden, von der Bank anders als bisher klassifiziert werden müssten.

Ab 1. Januar 2021 findet weiters die neue europäische Regelung zur sogenannten „Definition des Zahlungsausfalls“ Anwendung. Diese sieht bei der Einstufung der Kreditpositionen, die verfallene Ratenzahlungen oder Kontoüberziehungen aufweisen, restriktivere Kriterien als bisher vor.
Diese europäischen Bestimmungen gelten auch für die hiesigen Banken, wie deren Vertreter unterstrichen, weshalb nach dem 31. März 2021 eine allgemeine und massive Stundung von Krediten, für die bereits eine Tilgungsaussetzung galt, nicht mehr möglich sein wird.
Die Südtiroler Banken werden jedenfalls weiterhin ihr Möglichstes tun, um den Bedürfnissen ihrer Kunden entgegenzukommen, und einzelne Anfragen Fall für Fall prüfen, im Bewusstsein, in dieser komplexen Situation ihren Beitrag leisten zu wollen.

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Verbandsnachricht Bozen und Umgebung Finanzen
news-1793 Mon, 15 Feb 2021 09:16:28 +0100 Im Zirkus Maximus der Wall Street 2021 https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/im-zirkus-maximus-der-wall-street-2021.html Markus Koch, Börsenjournalisten der Wall Street, war am 10. Februar zu Gast bei der ersten digitalen Veranstaltung 2021 des Raiffeisen InvestmentClubs. Live aus New York, informierte er im Gedankenaustausch mit Club-Obmann Gernot Häufler über die aktuellen Entwicklungen an der Wall Street und die Auswirkungen der US-Präsidentschaftswahl. „Wir leben in einer Zeit des wunderbaren Wahnsinns, in der Phänomene an der Börse zu beobachten sind, die es in dieser Form historisch noch nie gegeben hat“, kommentierte Markus Koch das aktuelle Geschehen an den Finanzmärkten. Dazu zählt zweifelsohne der Flash-Mob-Trend, bei dem private Kleinanleger mit Absprachen in den sozialen Medien kleine Aktien wie Gamestop (ein fast bankrotter Videospielehändler) pushen und zu exorbitanten Kursgewinnen treiben. Sehr zum Schaden von Hedgefonds, die auf Kursverfalle setzen und Verluste in Milliardenhöhe beklagen. Auch bei den Machtverhältnissen zwischen „Smart Money“ (Institutionelle Anleger) und „Dumb Money“ (übersetzt „dummes Geld“, private Kleinanleger) gab es im letzten Jahr Kurioses zu vermelden: während normalerweise Privatanleger bei Einbrüchen auf den Finanzmärkten oft zu Panikverkäufen neigen und zum falschen Zeitpunkt das Handtuch werfen, haben sie 2020 enorme Nachkäufe getätigt und insgesamt viel höhere Gewinne als die Profis realisiert.

Abgesehen von einigen abrupten Ausschlägen zeichnet sich laut Koch insgesamt ein optimistisches Gesamtbild an den US-Leitbörsen ab. Zurückzuführen ist dies vor allem auf die breite Erholung der Ertragslage amerikanischer Unternehmen und der Konjunktur. Bereits für 2021 wird mit einem 5-7%igem Wachstum der US-Wirtschaft gerechnet. Der neue US-Präsident Joe Biden und seine Finanzministerin Janet Yellen wollen dafür ein gigantisches Corona-Hilfspaket von 1,9 Billionen Dollar schnüren und die Staatsschulden auf neue Höchststände treiben. Die Wahrscheinlichkeit, dass der demokratisch dominierte Kongress dem Paket sein Placet erteilt, sei hoch. Auch das Signal der US-Notenbank Fed ist laut Koch eindeutig. Bereits in der Corona-Krise hat sie die Wirtschaft mit billigem Geld geflutet und stimuliert. Allerdings, und das ist einer der größten Risikofaktoren, bleiben diese Maßnahmen im Zirkus Maximus nicht ohne Nebenwirkungen. Zum einen werden sich wahrscheinlich verschiedene Marktsegmente überhitzen und zum anderen wird es zu einer steigenden Inflation kommen. Dies wird sich vor allem negativ auf die Renditen der Anleihenmärkte auswirken.

Welche Branchen werden 2021 profitieren? 

Hier wird die Situation ganz unterschiedlich sein. Satte Renditen sind nicht in allen Sektoren gewährleistet. In der Krise waren beispielsweise hoch bewertete Tech-Aktien wie Apple oder Facebook besonders gefragt. In diesem Jahr werden eher Industriewerte und der Bankensektor von der Erholung profitieren. Die Autoindustrie (mit dem Trend zu E-Autos) dürfte ebenfalls von der wieder anziehenden Weltkonjunktur profitieren und an Dynamik gewinnen. Das Positive dieser Spekulationsphase und Pandemie wird rückblickend der unglaubliche Anstieg an Innovationskraft und Technologien sein. Grundsätzlich müssen sich Anleger in Phasen wie diesen vor Augen halten, dass manche Aktienkurse einfach nur steigen, weil sie steigen, und nicht, weil die Fundamentaldaten der Unternehmen diesen Höhenflug rechtfertigen. Stets müsse man sich, so mahnt Koch, der Risiken schneller Kurskorrekturen und möglicher Verluste im eigenen Portfolio bewusst sein.

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Bozen und Umgebung Finanzen
news-1780 Mon, 15 Feb 2021 09:15:00 +0100 Raiffeisen Rechenzentrum in eigene Gesellschaft ausgegliedert https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/raiffeisen-rechenzentrum-in-eigene-gesellschaft-ausgegliedert.html Mit 1. Juli 2020 wurde das Rechenzentrum des Raiffeisenverbandes Südtirol in die neu gegründete „Raiffeisen Information Service Konsortialgesellschaft“ (RIS KonsGmbH) überführt. Wir haben mit dem Präsidenten der Gesellschaft, Georg Oberhollenzer, und dem geschäftsführenden Verwalter, Gabriel Klement, über Ziele und Herausforderungen gesprochen. Herr Oberhollenzer, welche strategischen Ziele verfolgt die Konsortialgesellschaft RIS KonsGmbH und wie ist die Gesellschafterstruktur? 

Georg Oberhollenzer: Seit 50 Jahren haben die Raiffeisenkassen Südtirols ein eigenständiges Rechenzentrum, das bisher im Raiffeisenverband angesiedelt war und nun in eine Konsortialgesellschaft ausgegliedert wurde. Diese Rechtsform bildet optimal den strategischen Auftrag ab, nämlich für die Raiffeisenkassen und unter deren direkter Federführung, IT-Dienstleistungen anzubieten und zwar kostendeckend und ohne Gewinnabsicht. Die RIS KonsGmbH ist ganz bewusst, nämlich zu 60 Prozent, im Eigentum der Raiffeisenkassen. Auf deren ausdrücklichen Wunsch halten der Raiffeisenverband Südtirol und die Raiffeisen Landesbank Südtirol je 20 Prozent am Gesellschaftskapital. 

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Bozen und Umgebung Finanzen
news-1787 Thu, 04 Feb 2021 09:35:44 +0100 Steuerrecht: News und Informationen https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/steuerrecht-news-und-informationen.html Rund 180 Geschäftsführer, Verwaltungsleiter und Mitarbeiter der Buchhaltung der Mitgliedsgenossenschaften im RVS informierten sich vor kurzem bei der jährlichen Informationsveranstaltung über die Neuerungen aus dem Steuerrecht. Die als LIVE-Webinar organisierte Veranstaltung fand große Zustimmung unter den Teilnehmern. Das Interesse an der jährlichen Informationsveranstaltung des Raiffeisenverbandes über die Neuerungen im Steuerrecht ist erfahrungsgemäß groß. Die Zuständigen der Mitgliedsgenossenschaften erhalten hier alle wesentlichen Informationen zum aktuellen Steuerrecht und erfahren Details über die Besonderheiten des verabschiedeten Haushaltsgesetzes.

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Verbandsnachricht Finanzen
news-1782 Thu, 28 Jan 2021 09:17:05 +0100 Raiffeisen Offener Pensionsfonds setzt Wachstumskurs fort https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/raiffeisen-offener-pensionsfonds-setzt-wachstumskurs-fort.html Ende 2020 sind nahezu 45.000 Südtiroler in den Raiffeisen Pensionsfonds eingeschrieben. Das verwaltete Vermögen des Raiffeisen Pensionsfonds liegt bei knapp 900 Mio. Euro. Die Investitionslinien des Raiffeisen Pensionsfonds verzeichnen trotz Pandemie eine solide Wertentwicklung. Das Börsenjahr 2020 verlief äußerst turbulent. Die weltweite Ausbreitung des Corona-Virus hat der Weltwirtschaft enorm zugesetzt und im März zu historischen Kurseinbrüchen an den Finanzmärkten geführt. Beispiellose Hilfspakete und Konjunkturmaßnahmen der Regierungen und Notenbanken sowie außerordentliche Fortschritte bei der Entwicklung eines Impfstoffes gegen Covid-19 konnten die Aktienmärkte schließlich stabilisieren und führten Ende des Jahres teilweise sogar zu neuen Höchstständen. Analog zu den Aktienmärkten konnten sich 2020 auch die Rentenmärkte positiv entwickeln.

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Bozen und Umgebung Finanzen
news-1771 Thu, 14 Jan 2021 14:03:44 +0100 Solidarität, eine starke Waffe gegen das Virus https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/solidaritaet-eine-starke-waffe-gegen-das-virus.html Das Jahr 2020 war voller Herausforderungen: Die Corona-Pandemie hat die Gesellschaft, die Weltwirtschaft und zweitweise auch die Finanzmärkte hart getroffen und weitreichende Nachwirkungen zur Folge. Wie es 2021 weitergeht und welche Chancen und Risiken sich bieten, darüber informierte Prof. Alex Weissensteiner, Professor der betrieblichen Finanzwirtschaftslehre an der Freien Universität Bozen, Ende Dezember in der zweiten Online-Veranstaltung des Raiffeisen InvestmentClubs. "Durchatmen und zuversichtlich in die Zukunft blicken" – das war die Botschaft von Prof. Alex Weissensteiner angesichts eines chaotischen Jahres 2020. In seinem interessanten Vortrag fasste er die wichtigsten Meilensteine des abgelaufenen Wirtschaftsjahres zusammen und beleuchtete es unter ökonomischen, finanzwirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekten.

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Bozen und Umgebung Finanzen
news-1767 Tue, 05 Jan 2021 16:39:37 +0100 RIS: Neuer geschäftsführender Verwalter https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/ris-neuer-geschaeftsfuehrender-verwalter.html Im Juli 2019 wurde das Rechenzentrum der Südtiroler Raiffeisenkassen in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert. Seit Anfang des Jahres ist Gabriel Klement, ein anerkannter IT-Experte, der geschäftsführende Verwalter. Über 50 Jahre lang bezogen die Südtiroler Raiffeisenkassen ihre IT-Dienstleistungen vom Raiffeisen Informationssystem (RIS) - einem im Raiffeisenverband angesiedelten Betriebszweig. Aus dem verbandsinternen Dienst ist inzwischen eine Konsortialgenossenschaft geworden, deren Führung mit Anfang des Jahres Gabriel Klement übernommen hat. Georg Oberhollenzer ist der Präsident der neuen Organisation.

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Bozen und Umgebung Finanzen
news-1763 Tue, 22 Dec 2020 11:08:13 +0100 Herbert Von Leon im Interview mit "Avvenire" https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/herbert-von-leon-im-interview-mit-avvenire.html Die italienische Tageszeitung „Avvenire“ veröffentlichte in der Ausgabe vom 19. Dezember ein Interview mit dem Obmann des Raiffeisenverbandes Südtirol, Herbert Von Leon. Den Anlass dazu gab die im November erfolgte - und für Italien einzigartige - Anerkennung des IPS (Institutssicherungssystem) für die Südtiroler Raiffeisenkassen. Es folgt das Interview im Original. Bozen und Umgebung Finanzen news-1760 Mon, 21 Dec 2020 10:52:26 +0100 Raiffeisen erneuert den Sponsorvertrag mit Aiut Alpin https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/raiffeisen-erneuert-den-sponsorvertrag-mit-aiut-alpin.html Vor kurzem hat der Raiffeisen Fachausschuss Sponsoring & Spenden zusammen mit den Raiffeisenkassen Südtirol beschlossen, den Sponsor-Vertrag  mit Aiut Alpin Dolomites für weitere drei Jahre (2021-2023) zu verlängern. Die Initiative der freiwilligen Bergretter der ladinischen Dolomitentäler gibt es bereits seit 1987. 1990 gründeten die Bergrettungsmannschaften aus den Dolomitentälern eine Vereinigung, die am Berg in Not geratenen Menschen hilft. Seit einigen Jahren verfügt der Aiut Alpin Dolomites, dank eines Darlehens mehrerer Südtiroler Raiffeisenkassen, über einen besonders leistungsfähigen Hubschrauber mit viel Platz für Retter und Gerettete. Wie der Präsident, Adam Holzknecht betont, konnten im vergangenen Jahr erstmals 1.000 Einsätze bewältigt werden und ergänzt: „Seit einigen Jahren können wir Einsätze auch nach Einbruch der Dunkelheit durch- bzw. zu Ende führen. Dies ist vor allem im Winter und auf den Skipisten wichtig, da die Tage sehr kurz sind.“ Für die großzügige Unterstützung der Raiffeisenorganisation bedankt sich der Präsident herzlich.

Als gemeinnützige Vereinigung ist der Aiut Alpin Dolomites auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Raiffeisen ist ein wichtiger Sponsor, der die freiwillige Berg-Flugrettung seit ihrer Gründung dabei unterstützt, die anfallenden Kosten zu bewältigen. Wie bereits in den vergangenen Jahren, erfolgt das Sponsorenengagement zusammen mit der Versicherungsgesellschaft Assimoco.

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Finanzen
news-1758 Thu, 17 Dec 2020 12:14:42 +0100 Florian Kiem: neuer Obmann der Raiffeisenkasse Algund https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/florian-kiem-neuer-obmann-der-raiffeisenkasse-algund.html Über Vollmachten haben die Mitglieder der Raiffeisenkasse Algund vor kurzem Florian Kiem zum neuen Obmann gewählt. Vollversammlungen von Raiffeisenkassen und die Wahl der Gremien finden derzeit, Corona bedingt, nicht wie üblich in Präsenz statt. Die derzeit stattfindenden Vollversammlung der Raiffeisenkassen finden, Corona bedingt, unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Bei Neuwahlen der Gremien übernimmt ein gewählter Vertreter die Aufgabe, die von den Mitgliedern eingebrachten Vollmachten zu prüfen und deren Willen bei der Vollversammlung zum Ausdruck zu bringen. Für die kürzlich abgehaltene Vollversammlung der Raiffeisenkasse Algund war das Stefan Haller. 

Der bisherige Obmann, Sepp Kiem, hatte bereits vor der Wahl beschlossen, sich nach 30 Jahren zurückzuziehen und die Geschicke der Raiffeisenkasse Algund in jüngere Hände zu legen. Neuer Obmann ist Florian Kiem. Zu seiner Stellvertreterin wurde Eva Pramstrahler gewählt. Im Verwaltungsrat, der bis 2023 gewählt ist, sitzen Joseph Gamper, Stefan Ganner, Andrea Götsch, Josef Haller und Hanspeter Wolf. Den Aufsichtrat bilden Hubert Lanthaler (Vorsitzender), Andreas Wenter und Simon Brunner als effektive Aufsichtsräte und Hannes Pöhl sowie Florian Obkircher als Ersatzaufsichtsräte. Verwaltungsrat, Aufsichtsrat und Mitarbeiter der Raiffeisenkasse Algund dankten Sepp Kiem für seinen großen Einsatz in den vergangenen 30 Jahren.

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Burggrafenamt Finanzen
news-1745 Mon, 07 Dec 2020 16:05:00 +0100 Neuer Institutsschutz im Mittelpunkt https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/neuer-institutsschutz-im-mittelpunkt.html Nach der vor einem Monat erfolgten Genehmigung des institutsbezogenen Sicherungssystems (IPS) durch die Banca d’Italia wurde bei einer Informationstagung der Raiffeisenkassen die Bedeutung des künftigen Institutsschutzes hervorgehoben. Zu der Online-Infotagung Anfang Dezember konnte Verbandobmann Herbert Von Leon neben den Obleuten und Geschäftsführern der 39 Raiffeisenkassen und den Vetretern der Raiffeisen IPS Genossenschaft hochrangige Exponenten der Banca d’Italia begrüßen.

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Bozen und Umgebung Finanzen
news-1744 Mon, 07 Dec 2020 08:59:40 +0100 Raiffeisen Landesbank: Kunst für die Weihnachtskarte https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/raiffeisen-landesbank-kunst-fuer-die-weihnachtskarte.html Die Künstlerin Heidrun Widmoser erhielt vom Kunstbeirat der Raiffeisen Landesbank Südtirol AG den Auftrag zur Gestaltung der heurigen Weihnachtskarte. Für die Weihnachtskarte 2020 malt sie kahle Äste von verschneiten Bäumen, die sich sanft unter der Schneelast biegen. Zum neunten Mal wurde in diesem Jahr einer Künstlerin im Rahmen der Kunstsammlung der Raiffeisen Landesbank Südtirol die Möglichkeit zur Ausführung eines Auftragswerks gegeben. Wie in den letzten Jahren von Sylvia Barbolini, Arianna Moroder, Gabriela Oberkofler, Nicolò Degiorgis, Cindy Leitner, Johannes Bosisio, Maria Peters und Mirijam Heiler wurde die Weihnachtskarte der Bank heuer von Heidrun Widmoser gestaltet.

Geboren 1960 in Meran, besuchte die Künstlerin Heidrun Widmoser die Hochschule für Angewandte Kunst in Wien bei Professor Oswald Oberhuber. Sie lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin  in Wien

Für die Weihnachtsgrüße 2020 der RLB malt sie ein Detail einer von der Sonne hell beschienenen Schneelandschaft. In der Lyrik und in den Weihnachtsliedern des 19. Jahrhunderts wird erstmals der Zusammenhang zwischen Schnee und dem Fest der Geburt des Christkindes hergestellt. Die Arbeit von Heidrun Widmoser zeigt uns aber, dass Schnee mehr ist als nur weiß. Ausgangspunkt für das Werk war ein Foto, das von der Künstlerin selbst aus dem Inneren ihres Autos aufgenommen wurde, nachdem sie in einer Haltebucht der Inntalautobahn geparkt hatte. Fasziniert von dem sich ihr bietenden Anblick, die von der Sonne hell beschienene Landschaft, dem am Rande der Fahrbahn bereits zu grauem Matsch mutierte Schnee und dem Lärm des vorbeibrausenden Verkehrs, den sie in diesem Moment völlig ausgeblendet hatte, all das lässt sie später im Atelier zu Pinsel und Farbe greifen, um diese Erinnerung festzuhalten.

Dabei geht es ihr nicht um eine realistische Wiedergabe eines Stückes Natur, sondern um dessen ästhetische Wahrnehmung. Eine Schneedecke nehmen wir zuerst ja nur als weiße Fläche wahr, erst beim genaueren Hinsehen öffnet sich, auf Grund der  momentan herrschenden Lichtphänomene, ein ganzes Spektrum von Nuancen, vom hellsten, gleißenden Weiß bis hin zu zart schimmernden Abtönungen, die das jeweilige Licht spiegeln. Genau diese Herausforderung, das Einfangen von einer Vielfalt an Nuancen war es auch, die KünsterInnen aller Epochen gereizt hat, Schneebilder anzufertigen.

Die kahlen Äste der zugeschneiten Bäume biegen sich sanft und bilden so eine zweite Textur auf der Leinwand, die sich netzartig über die mit Halbkreide grundierte und mit Eitempera kolorierte Holztafel legt. Somit ergibt sich ein starker Kontrast zwischen den fotorealistischen Zweigen und dem abstrakten Hintergrund, lässt die Arbeit genau zwischen diesen beiden Widersprüchen stehen und wirken.

Schnee als Metapher für Reinheit und Unschuld wirft in unserer heutigen Zeit aber auch die Frage nach der kommerziellen Ausbeutung der weißen Winterlandschaft durch den Tourismus auf, es geht auch um Probleme wie Klimaveränderung und die bedrohlichen Aspekte dieser weißen Pracht, um Trivialisierung und Klischeevorstellungen. Diese erfreuen aber, trotz Allem, immer noch unser Auge und Herz nicht nur zur Weihnachtszeit.

Heidrun Widmoser formuliert folgenden auf die weihnachtliche Botschaft bezogenen Text:

„Wenn etwas im Verborgenen bleibt, keine Bedeutung erfährt, dann fällt mir das auf, und ich mache es durch meine Malerei sichtbar“

Das Werk ist im Schalterraum der Raiffeisen Landesbank Südtirol AG ausgestellt.

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Bozen und Umgebung Finanzen
news-1740 Thu, 26 Nov 2020 20:25:10 +0100 RLB legt erstmals Green Bonds auf https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/rlb-legt-erstmals-green-bonds-auf.html Die Raiffeisen Landesbank Südtirol AG (RLB Südtirol) hat Anfang November eine grüne Anleihe, einen sogenannten Green Bond, für Privatanleger aufgelegt, der erste seiner Art in Südtirol. Mit dem Green Bond hat die RLB Südtirol 15 Millionen Euro begeben, welche bereits eine Woche vor Ende der Zeichnungsfrist vollständig gezeichnet wurden. „Der Erfolg unserer grünen Anleihe zeigt, dass Green Bonds auch in Südtirol längst kein Nischenthema mehr sind“, freut sich Zenone Giacomuzzi, Generaldirektor der RLB Südtirol, und fügt hinzu „Dies ist ein Erfolg nicht nur für die RLB Südtirol, sondern für unser aller Umwelt! Denn die Gelder, die mit dem Green Bond gesammelt wurden, werden ausschließlich für die Finanzierung von grünen Projekten verwendet, die messbar positive Auswirkungen auf die Umwelt haben.“

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Bozen und Umgebung Finanzen
news-1731 Wed, 11 Nov 2020 16:47:07 +0100 Covid-19 und die Ökonomie https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/covid-19-und-die-oekonomie.html Alex Weissensteiner, Wirtschaftsexperte und Professor für Quantitative Finance an der Freien Universität Bozen, hat sich mit den Wirtschaftsdaten des vergangenen Jahres auseinandergesetzt und analysiert, wie sich die Coronakrise auf die Wirtschaftsentwicklung und die Finanzmärkte auswirkt. Um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise zu verstehen, müsse man sich zunächst mit der Krankheit auseinandersetzen, sagt der Wirtschaftsexperte der Freien Universität Bozen, Alex Weissensteiner, im Rahmen eines Online-Vortrages, den der Raiffeisenverband für seine Mitgliedsgenossenschaften organisiert hatte. Denn Covid-19 sei anders als alle bisherigen Krankheiten. Seit dem Ausbruch der Krankheit in Wuhan, Anfang Jänner 2020, hat Weissensteiner Daten aus aller Welt zusammengetragen und die Auswirkungen der Pandemie auf die Wirtschaft analysiert. Er verweist darauf, dass die Vergleichbarkeit der Daten aufgrund der unterschiedlichen Teststrategien schwierig ist. Unabhängig von der Art der Zählung gäbe es seit Oktober in allen Ländern einen erneuten extremen Anstieg an Infektionen.

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Bozen und Umgebung Finanzen
news-1728 Thu, 05 Nov 2020 12:16:18 +0100 Banca d’Italia genehmigt Institutsschutz für die Raiffeisenkassen https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/banca-ditalia-genehmigt-institutsschutz-fuer-die-raiffeisenkassen.html Die italienische Bankenaufsicht Banca d’Italia hat am 3. November 2020 das institutsbezogene Sicherungssystem (IPS) für die Südtiroler Raiffeisenkassen genehmigt. Die Raiffeisen-Haftungsvereinbarung ist das erste institutsbezogene Sicherungssystem in Italien überhaupt. Ein Meilenstein für die Südtiroler Raiffeisenorganisation. „Es war ein hartes Stück Arbeit, aber wir haben unser Ziel erreicht“, sagt Paul Gasser, Generaldirektor des Raiffeisenverbandes Südtirol. Mit dem institutsbezogenen Sicherungssystem wird die Autonomie der Raiffeisenkassen in ihrer Geschäftstätigkeit gewahrt. Damit wird ein über fünf Jahre andauernder Reformprozess im Raiffeisensektor erfolgreich abgeschlossen.
„Die definitive Genehmigung des Institutsschutzes für die Südtiroler Raiffeisenkassen ist ein historischer Meilenstein in der über 130-jährigen Geschichte der Raiffeisenkassen“, sagt Herbert Von Leon, Obmann des Raiffeisenverbandes Südtirol. Mit diesem Schritt werden die genossenschaftlichen Prinzipien in den Raiffeisenkassen für die Zukunft nachhaltig sichergestellt.

Krisenfällen vorbeugen

„Mit dem IPS sind die Raiffeisenkassen verpflichtet, sich im Krisenfall wechselseitig zu unterstützen“, unterstreicht Alexander Gasser, Obmann der Raiffeisen IPS Genossenschaft. Der IPS wird in erster Linie präventiv tätig sein, um eventuellen Krisenfällen vorzubeugen. Voraussetzung für die Genehmigung des IPS ist unter anderem die Einrichtung eines Sicherungsfonds, welcher im Krisenfall vom IPS zur Unterstützung seiner Mitglieder eingesetzt werden kann. „Der Fonds wird in den nächsten Jahren aufgebaut werden und bis zum Jahr 2028 eine planmäßige Gesamthöhe von ca. 95 Mio. Euro erreichen“, unterstreicht IPS-Obmann Gasser. Neben den 39 Raiffeisenkassen sind auch die Raiffeisen Landesbank Südtirol AG und die RK Leasing GmbH Mitglieder der Haftungsvereinbarung.

Jahrelange Bemühungen

Der Genehmigung des IPS waren jahrelange intensive, von Höhen und Tiefen geprägte, Bemühungen vorausgegangen. „Wir haben in den vergangenen fünf Jahren von vielen Seiten Zuspruch erfahren und Unterstützung erhalten“, sagt Verbandsobmann Herbert Von Leon. Er hebt, ebenso wie IPS-Obmann Alexander Gasser, die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit der Aufsichtsbehörde Banca d’Italia hervor, die ihrerseits großes Interesse daran zeigte, dass das Projekt IPS erfolgreich umgesetzt wird, nicht zuletzt, weil es sich um das erste IPS in Italien handelt.
Konkret unterstützt wurde die Umsetzung des IPS, und damit die Wahrung der Autonomie der Raiffeisenkassen, von Anfang an von den Südtiroler Parlamentariern, besonders von Dieter Steger, und von Landeshauptmann Arno Kompatscher. Auf nationaler Ebene setzte sich Senator Alberto Bagnai, ehemaliger Präsident der Finanzkommission des Senates, sowie der ehemalige Minister und derzeitige Unterstaatssekretär im Ministerratspräsidium, Riccardo Fraccaro, für das Anliegen aus Südtirol ein. Von zentraler Bedeutung war die wertvolle Unterstützung durch verschiedene Partner in Europa bei der Ausarbeitung der umfangreichen Dokumentation, die für das Anerkennungsverfahren notwendig waren. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor bildete zudem die enge und abgestimmte Zusammenarbeit zwischen den Raiffeisenkassen, dem Raiffeisenverband und der Raiffeisen Landesbank Südtirol AG.

Bekannte Vorgeschichte

Im Rahmen der Reform der italienischen Genossenschaftsbanken im Jahre 2016 hätten sich auch die Südtiroler Raiffeisenkassen zu einer Bankengruppe mit einer Aktiengesellschaft als Spitzeninstitut zusammenschließen müssen. Eine Änderung des Reformgesetzes im Dezember 2018 erwirkte eine Sonderregelung für Südtirol, und räumte den Südtiroler Raiffeisenkassen die Möglichkeit ein, anstelle einer Bankengruppe auch ein IPS gründen zu können. Ende des Jahres 2018 hatten die Raiffeisenkassen für die Errichtung eines institutsbezogenen Sicherungssystems gestimmt und der Bildung einer autonomen Bankengruppe aufgrund ihrer tendenziell zentralistischen Ausrichtung eine Absage erteilt. Am 14. Juni 2019 gründeten schließlich 39 Raiffeisenkassen, die Raiffeisen Landesbank Südtirol AG und die RK Leasing GmbH die Raiffeisen Südtirol IPS Genossenschaft. Der Antrag zur Anerkennung als institutsbezogenes Sicherungssystem wurde offiziell Ende des Jahres 2019 eingereicht. Bedingt durch die Corona-Krise und der zeitweiligen Aussetzung des Verfahrens von Seiten der Aufsichtsbehörde hat sich die Autorisierung bis in den Herbst 2020 hinausgezogen.
Am 3. November 2020 wurde das institutsbezogene Sicherungssystem (IPS) nun von der Aufsichtsbehörde offiziell genehmigt und tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.

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Verbandsnachricht Bozen und Umgebung Finanzen
news-1726 Thu, 05 Nov 2020 09:38:00 +0100 Bankstellensteuerung & Leadership für Geschäftsstellenleiter: Lehrgang abgeschlossen https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/bankstellensteuerung-leadership-fuer-geschaeftsstellenleiter-lehrgang-abgeschlossen.html Vor kurzem konnten die Teilnehmer des Lehrgangs „Bankstellensteuerung & Leadership für Geschäftsstellenleiter“ in Bozen ihr Zertifikat entgegennehmen. Alle sind sich einig, dass Führungs- und Managementwissen essenziell sind für den Gesamterfolg – besonders in Hinblick auf die kommenden Herausforderungen im Bankensektor. Dass Führung über den Erfolg der Mannschaft entscheidet, wusste bereits Napoleon Bonaparte I. „Es gibt keine schlechten Mannschaften, sondern nur schlechte Offiziere“, so wird der französische Feldherr und Kaiser zitiert. Spätestens nach Abschluss des Lehrgangs Bankstellensteuerung & Leadership für Geschäftsstellenleiter wissen dies nun auch die sechs Teilnehmer aus diversen Raiffeisenkassen und der Raiffeisen Landesbank, die im Oktober 2019 mit dem Lehrgang gestartet sind.

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Bozen und Umgebung Finanzen
news-1724 Fri, 30 Oct 2020 09:11:00 +0100 Raiffeisen Versicherungsdienst ist Benefit-Gesellschaft https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/raiffeisen-versicherungsdienst-ist-benefit-gesellschaft.html Die Raiffeisen Versicherungsdienst GmbH SB (RVD) ist der erste heimische Betrieb mit der Unternehmensform „Società Benefit“. Der Verwaltungsrat des Raiffeisen-Verbundunternehmens hat der neuen Ausrichtung als Benefit-Gesellschaft kürzlich zugestimmt und das Statut entsprechend angepasst. Erst im Mai des Vorjahres hatte der RVD die „B Corporation-Zertifizierung“ erhalten. Damit erfüllt der Versicherungsanbieter – ebenso wie auch sein langjähriger Partner, die genossenschaftliche Versicherungsgruppe Assimoco – freiwillig zahlreiche Standards hinsichtlich Transparenz, Verantwortung und Nachhaltigkeit und reiht sich in die Comunity von über 100 Unternehmen in Italien ein.

Nachhaltigkeit hat beim RVD Priorität – besonders im Hinblick auf den gesellschaftlichen Wandel und die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, wie Präsident Paul Gasser und Direktor Arno Perathoner anlässlich der nachhaltigen Neuausrichtung des Unternehmens im folgenden Gespräch betonen.

Herr Gasser, verfolgt der RVD als Benefit-Gesellschaft nun eine neue Ausrichtung?

Paul Gasser: Die Gründung des RVD jährt sich heuer zum 30. Mal und die nun beschlossene Ausrichtung als Benefit-Gesellschaft zeigt die Vitalität dieses Unternehmens. Bei Benefit Corporations handelt es sich um eine seit 2010 in den USA eingeführte Unternehmensform, mit der Gemeinwohl und privatwirtschaftlicher Nutzen besser vereinbar gemacht werden sollen. Italien ist seit dem 22. Dezember 2015 das erste europäische Land, das die Rechtsform „Società Benefit“ listet. Wir verbinden mit dieser Eintragung unternehmerisches Handeln mit Gemeinwohl.

Herr Perathoner, wie passen Versicherungen und Nachhaltigkeit zusammen?

Arno Perathoner: Ausgehend vom Grundprinzip, dass die Versicherung die finanziellen Folgen eines Schadens reduziert oder vermeidet, vermag private Vorsorge und Absicherung den eigenen Lebensstandard langfristig zu sichern. Somit sind das Erkennen und Aufzeigen von Vorsorgelücken und Risiken im Beratungsgespräch nachhaltig. Mit einer maßgeschneiderten Abdeckung bewahren wir Familien, Einzelpersonen, aber auch Betriebe oder Organisationen vor prekären wirtschaftlichen Situationen und ermöglichen ihnen verantwortungsbewusst ihre Pläne, Vorhaben und Wünsche umzusetzen. Wir sind ein Ansprechpartner auf Augenhöhe, damit das Leben und das Wirtschaften finanziell gut gelingen können.

Herr Präsident, Herr Direktor, welche Pläne verfolgen sie als B Corp-zertifizierte Benefit-Gesellschaft?

Arno Perathoner: Das „B“ in „B Corp“ steht für "Benefit", positives Wirken, und ist für uns Verpflichtung, freiwillig hohe ökologische und soziale Standards in unserer Geschäftsgebarung zu erfüllen. Aufbauend auf unsere Erfahrung in der ganzheitlichen Absicherung, dem sogenannten „Wealth Management“, möchten wir die Stärke unseres Unternehmens voll und ganz in den Dienst der Menschen stellen und damit die strategischen Wachstumschancen, die sich uns als B Corp zertifiziertes Unternehmen bietet, nutzen.

Paul Gasser: Mit der satzungsmäßigen Verankerung als Benefit-Gesellschaft bekennen wir uns auch in unserem Statut zu gesellschaftlicher Verantwortung und ökologischer Nachhaltigkeit und sichern diese Ausrichtung nun auch für die Zukunft ab. Die Mission, einen Mehrwert für die Gesellschaft und das Umfeld zu leisten, ist damit auch für die nachfolgenden Generationen, die dieses Unternehmen weiterführen werden, wegweisend. ih

Paul Gasser und Arno Perathoner, Präsident und Direktor der Raiffeisen Versicherungsdienst GmbH SB, rücken das soziale Wohlergehen der Menschen an die erste Stelle. Mit der Umwandlung in eine Benefit-Gesellschaft haben sie die neue nachhaltige Ausrichtung des Unternehmens auch für künftige Generationen gesichert.

http://www.bcorporation.net
http://bcorporation.eu/italy

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Verbandsnachricht Bozen und Umgebung Finanzen
news-1716 Thu, 15 Oct 2020 10:05:19 +0200 Prüfertag des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes (DGRV) https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/pruefertag-des-deutschen-genossenschafts-und-raiffeisenverbandes-dgrv.html Vor kurzem fand der Prüfertag des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes (DGRV) statt. Daran teilgenommen haben auch Tomas Bauer, neuer Revisionsdirektor und Andreas Anvidalfarei, Teamkoordinator und Prüfer der Raiffeisenkassen Südtirols. Ein Fachaustausch zwischen RVS und den Kollegen in Deutschland. Der Deutsche Genossenschafts- und Raiffeisenverband (DGRV) ist ein Dachverband der deutschen Genossenschaftsorganisation. Er wurde 1972 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Berlin. Als Dachverband ist er, wie auch der Raiffeisenverband Südtirol, für übergreifende Themen der genossenschaftlichen Gruppe zuständig. Für Deutschland nimmt der DGRV eine Sonderstellung als Spitzenprüfungsverband im Bereich der Revision ein. Vorstandsvorsitzende des DGRV ist Eckhard Ott.

An der jährlichen Prüfertagung, die in diesem Jahr virtuell stattfand, nahmen neben rund 110 Teilnehmern aus Deutschland und Österreich auch der neue Revisionsdirektor Tomas Bauer und Andreas Anvidalfarei, Teamkoordinator und Prüfer der Raiffeisenkassen Südtirols, teil. Und informierten sich über die aktuellen Themen rund um die Prüfung im Bankwesen und der Warenwirtschaft.

In diesem Jahr ging es speziell um die Kreditprüfung in Zeiten von Corona und den aktuellen aufsichtsrechtlichen Entwicklungen. Weiters wurden die Anforderungen an die Prüfung von Krediten einschließlich des Problemkreditmanagement und die Einführung in die International Standards of Auditing (DE) besprochen. Auch die Sustainable Finance und die Auswirkungen auf die Genossenschaften wurden behandelt.

„Vom Austausch über die Grenzen hinweg profitieren alle“, ist Andreas Anvidalfarei überzeugt und meint: „Die Grundlagen für Abschlussprüfungsrichtlinien werden mittlerweile auf europäischer Ebene ausgearbeitet. Und somit sitzen die Prüferverbände aller europäischen Länder alle im selben Boot.“ 

Das Genossenschaftswesen in Südtirol lehnt sich - historisch bedingt - an das Modell von Deutschland und Österreich an. Der Raiffeisenverband Südtirol nutzt daher den fachlichen Austausch mit den Kollegen des DGRV schon länger. „Seit der Ausarbeitung der europäischen Prüferrichtlinien im Jahr 2006, treffen wir uns regelmäßig und diskutieren die entsprechenden Auswirkungen bei der Prüfung von Genossenschaften mit den Kollegen in Deutschland und Österreich.

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Bozen und Umgebung Finanzen
news-1710 Thu, 08 Oct 2020 09:37:04 +0200 18.000 Euro für gemeinnützige Initiativen https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/18000-euro-fuer-gemeinnuetzige-initiativen.html Zum fünften Mal würdigt die Raiffeisenkasse Eisacktal mit ihrem Wettbewerb „Werte mit Herz“ ehrenamtliches Engagement. Auch diesmal werden Projekte und Organisationen ausgezeichnet, die sich auf besondere Weise für das Gemeinwohl einsetzen. Insgesamt 18.000 Euro warten auf die Preisträger, im Mai 2021 werden die Preise offiziell überreicht. Nominierungen bis zum 29.01.2021

Ab sofort können wieder Nominierungen für innovative, gemeinnützige Projekte und Organisationen eingereicht werden, die sich für das Gemeinwohl engagieren. Bei den Projekten geht es um Initiativen, die auf innovative Weise Solidarität, kulturelle Vielfalt und/oder Nachhaltigkeit fördern. Beim „Förderpreis für das Lebenswerk“ gibt es eine Neuerung:

Zum ersten Mal zeichnet die Raiffeisenkasse nicht mehr nur eine, sondern vier Organisationen mit dem Preis aus, der in den Kategorien Kultur & Tradition, Lebensraum & Natur, Solidarität & Zusammenleben und Sport & Gesundheit jeweils an eine Organisation verliehen wird. Teilnahmeberechtigt sind gemeinnützige Organisationen und öffentliche Einrichtungen im Tätigkeitsgebiet der Bank. Die Einreichefrist endet am 29. Januar 2021.

Entscheidung durch Genossenschaftsmitglieder

Die Entscheidung über die Verteilung der Preisgelder liegt wie immer bei den Mitgliedern der Raiffeisenkasse: Eine Jury aus Mitgliedern, Mandataren und Mitarbeitern der Raiffeisenkasse bestimmt die vier Träger des Raiffeisen Förderpreises für das Lebenswerk und wählt aus den eingereichten Nominierungen drei Projekte aus, die sich als Finalisten noch einem abschließenden Voting stellen müssen: Über 4.200 Mitglieder der Raiffeisenkasse Eisacktal werden im Frühjahr 2021 ihre Stimme für ihren persönlichen Favoriten abgeben können.

Preise

Auf die Gewinner warten attraktive Preisgelder in Höhe von insgesamt 18.000 Euro. Für den ersten Platz unter den Projekten sind 3.000 Euro vorgesehen, für den zweiten Platz 2.000 Euro, der Drittplatzierte erhält 1.000 Euro. Die vier von der Jury direkt verliehenen „Förderpreise für das Lebenswerk“ sind mit jeweils 3.000 Euro dotiert. Am 27. Mai 2021 werden die Preise überreicht.

Das Reglement sowie alle weiteren Informationen und Unterlagen zum Wettbewerb findet man auf der Homepage und in jeder Filiale der Raiffeisenkasse Eisacktal.

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Eisacktal/Wipptal Finanzen
news-1708 Tue, 06 Oct 2020 17:38:36 +0200 Wie Unternehmen ihre Zukunft nach der Coronakrise gestalten können https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/wie-unternehmen-ihre-zukunft-nach-der-coronakrise-gestalten-koennen.html Die Raiffeisenkasse Bruneck präsentiert ihr Arbeitsbuch „NEULAND Pustertal“ Noch während wir uns mitten im Lockdown befanden, hat sich die Raiffeisenkasse Bruneck schon mit der Zeit danach beschäftigt. Dabei ging es hauptsächlich um die Frage, wie sie als lokale Genossenschaftsbank den Pusterer Unternehmen eine Unterstützung bieten kann, um mit den wirtschaftlichen Folgen der Krise vorausschauend umzugehen. Eines war sicher: Die Auswirkungen der Coronakrise sind für jene Unternehmen am ehesten zu bewältigen, die mit Zukunftsmut, Innovationsgeist und mit einer starken Vision vorangehen. Mit diesem klaren Ziel vor Augen hat sich die lokale Genossenschaftsbank in Zusammenarbeit mit vielen engagierten Pusterern, dem Beratungsunternehmen rcm solutions und dem renommierten Zukunftsinstitut Wien/Frankfurt auf eine Expedition gemacht, deren Ergebnis mit Spannung erwartet und nun präsentiert wurde. Diese Woche hat die Raiffeisenkasse Bruneck, dem Zeitgeist entsprechend, mittels einer Online-Buchvorstellung ihr Arbeitsbuch mit dem Titel „NEULAND Pustertal“ vorgestellt.

Raus aus dem alten Spiel

„Es ist uns eine Freude, unseren Unternehmen im Pustertal mit heute ein Werkzeug für ihren persönlichen Neustart in die Hand geben zu können“, so Geschäftsführer Georg Oberhollenzer und betont damit vor allem den Charakter des Werkes. „Dieses Arbeitsbuch dient all jenen, die raus aus dem ‚alten Spiel‘ wollen und sich in der doch recht veränderten Umwelt mit neuer Motivation und Innovation einbringen möchten. Es ist ein Angebot an den Einzelnen, sich mit seinem persönlichen Neustart zu befassen und ihn für neue Chancen zu nutzen.“ In drei Kapiteln wird der Leser an die Themen „Visionen“, „Wegweisende Trends“ und „Zukunft gestalten“ herangeführt. Darüber hinaus wird er in Übungsaufgaben regelmäßig dazu eingeladen, das Gelesene zu reflektieren und auf seine persönliche Situation zu übertragen. Zwischendurch sorgt Pepi Tischler mit eigens angefertigten Karikaturen für inspirierende Auflockerung. „Es ist kein trockenes Sachbuch, das sich bloß mit Theorien beschäftigt. Im Sinne eines Arbeitsbuches fordert NEULAND Pustertal den Leser und beansprucht seine volle Aufmerksamkeit. Nur dann ist das Werkzeug richtig eingesetzt und wird dem Unternehmer bei der Gestaltung seiner persönlichen Zukunft eine wirkliche Unterstützung sein“, so Oberhollenzer.

Arbeitsbuch „NEULAND Pustertal“ jetzt erhältlich!

Ganz nach dem Motto „Was einer nicht schafft, das schaffen viele“, ist das Arbeitsbuch das Ergebnis einer eindrucksvollen Zusammenarbeit von vielen Mitwirkenden aus dem gesamten Land, bis nach Wien und Frankfurt. „Neben der enorm hohen Expertise durch das Zukunftsinstitut und dem Beratungsunternehmen rcm solutions, waren es auch die zahlreichen Stimmen und Meinungen der Pusterer, die das Arbeitsbuch mitgeformt haben“, betont Vizegeschäftsführer Gerald Hopfgartner. „Wir haben versprochen, unser Arbeitsbuch den Pusterer Unternehmen zur Verfügung zu stellen, was wir selbstverständlich einlösen. Zögern Sie nicht und starten Sie durch, im NEULAND Pustertal.“ Jeder, der ein Arbeitsbuch haben möchte, kann sich an seinen persönlichen Berater in der Raiffeisenkasse Bruneck wenden. Interessierte, die nicht Kunden in der Raiffeisenkasse Bruneck sind, können das Arbeitsbuch unter www.raiffeisen-bruneck.com online bestellen.

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Pustertal Finanzen
news-1705 Wed, 30 Sep 2020 10:11:05 +0200 “Bankenwesen wichtig für die Bewältigung der Krise” https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/bankenwesen-wichtig-fuer-die-bewaeltigung-der-krise.html Vor kurzem fand im Raiffeisenhaus in Bozen ein Austausch mit dem Generaldirektor der italienischen Bankenvereinigung, Giovanni Sabatini, und dem Direktor der Banca d’Italia, Zweigstelle Bozen, Maurizio Cannistraro, statt. Die Spitzenvertreter der Raiffeisenkassen, der Raiffeisen Landesbank und der Raiffeisen IPS Genossenschaft wohnten der vom Raiffeisenverband organisierten Tagung im Rahmen einer Videokonferenz bei.

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Verbandsnachricht Bozen und Umgebung Finanzen
news-1690 Thu, 17 Sep 2020 10:59:00 +0200 Neuer Anlauf für Raiffeisen IPS https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/neuer-anlauf-fuer-raiffeisen-ips.html Aktuelle Themen und Entwicklungen standen im Mittelpunkt einer vom Raiffeisenverband organisierten Informationstagung für die Raiffeisenkassen, die Anfang September im Bozner Waltherhaus stattfand. Dabei wurde auch über den aktuellen Stand zur Anerkennung des institutsbezogenen Sicherungssystems (IPS) informiert. Nach mehreren Videokonferenzen in den vergangenen Monaten konnte Verbandsobmann Herbert Von Leon die Obleute und Geschäftsführer erstmals seit dem Corona bedingten Lockdown wieder zu einer gemeinsamen Informationstagung begrüßen.

Letzte Hürden ausgeräumt

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Verbandsnachricht Bozen und Umgebung Finanzen
news-1685 Thu, 10 Sep 2020 12:18:10 +0200 Internationaler Raiffeisen Jugendwettbewerb: Südtirolerin unter den Preisträgern https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/internationaler-raiffeisen-jugendwettbewerb-suedtirolerin-unter-den-preistraegern.html Seit 50 Jahren inspiriert der Internationale Raiffeisen Jugendwettbewerb Kinder und Jugendliche zur kreativen Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten und jährlich wechselnden Themen. Die diesjährige Jubiläumsausgabe fand ihren krönenden Abschluss am 9. September in Berlin mit einer Preisträgerin aus Südtirol. Marie Therese Egarter, Schülerin der Grundschule Taisten, wird den 50. Internationalen Raiffeisen Jugendwettbewerb nie vergessen. Als eine von 650.000 Kinder hat sie ein Bild zum Thema "Was macht dich glücklich?" beim Wettbewerb eingereicht und bis zum Abschluss alle Wettbewerbsrunden erfolgreich durchlaufen. Beim digitalen Festakt mit Preisverleihung im TIPI AM KANZLERAMT in Berlin erhielt sie den zweiten Platz in der Altersgruppe I Grundschule verliehen.

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Bozen und Umgebung Finanzen
news-1675 Tue, 01 Sep 2020 12:20:22 +0200 50. Internationaler Raiffeisen-Jugendwettbewerb: SchülerInnen ausgezeichnet https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/50-internationaler-raiffeisen-jugendwettbewerb-schuelerinnen-ausgezeichnet.html Unter dem Motto „Glück ist…“ fand heuer der 50. Internationaler Raiffeisen-Jugendwettbewerb statt. Die Siegerinnen und Sieger der Jubiläumsausgabe konnten vor kurzem im Schloss Maretsch ihre verdienten Preise entgegennehmen. Verbandsnachricht Bozen und Umgebung Finanzen news-1662 Tue, 11 Aug 2020 14:59:52 +0200 N 46°30'0,64'' E 11°20,05'7'' von Petra Polli https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/n-4630064-e-1120057-von-petra-polli.html Petra Polli, Förderpreisträgerin der Raiffeisen Kunstsammlung, hat für die Raiffeisen Landesbank Südtirol einen Besprechungsraum gestaltet. Letzte Woche hat die Künstlerin Petra Polli N 46°30'0,64'' E 11°20,05'7'' im Besprechungsraum im 3. Stock der Raiffeisen Landesbank Südtirol abgeschlossen. Die Seiser Künstlerin erhielt vom Kunstbeirat den Förderpreis 2019 der Raiffeisen Landesbank Südtirol verliehen. Mit der Vergabe dieses Preises ist die Schaffung eines Auftragswerks für die Bank verbunden. Petra Polli entschied sich, einen Besprechungsraum in der Bank so zu gestalten, dass er zu einer Ruheoase für die Mitarbeiter und Kunden wird. In einer guten Atmosphäre lässt es sich besser arbeiten und diskutieren. Jetzt hat sie die Raumgestaltung N 46°30'0,64'' E 11°20,05'7'' fertiggestellt.

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Bozen und Umgebung Finanzen Sonstige
news-1660 Tue, 11 Aug 2020 10:03:11 +0200 Martin von Malfèr: „Covid-19 als glimpflicher Warnschuss zu werten“ https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/martin-von-malfer-covid-19-als-glimpflicher-warnschuss-zu-werten.html Der Volkswirt und Finanzexperte der Raiffeisen Landesbank Südtirol, Martin von Malfèr, spricht im Interview über die derzeitige Lage auf den Finanzmärkten und erklärt was Grüne Schwäne damit zu tun haben. Wie schätzen Sie die derzeitige Situation auf den Finanzmärkten ein?

Die Finanzmärkte haben in den letzten 20 Jahren einen gewaltigen Wandel erlebt und sich von der realen Wirtschaft immer weiter entfernt. Die Zahl der agierenden Akteure hat stetig abgenommen. Damit entscheiden immer weniger Menschen über die Geschicke der Finanzmärkte. Gleichzeitig hat die Bedeutung der Finanzmärkte für den Wohlstand der Menschen enorm zugenommen, aufgrund der Pensions- und Staatsfonds aber auch Hedgefonds, die für internationale Bankinstitute arbeiten.

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Bozen und Umgebung Finanzen
news-1657 Tue, 11 Aug 2020 08:59:23 +0200 Superbonus im Mittelpunkt https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/superbonus-im-mittelpunkt.html Der von der italienischen Regierung lancierte Superbonus für energetische Sanierungsmaßnahmen stand Ende Juli im Mittelpunkt eines Treffens mit Unterstaatssekretär Riccardo Fraccaro im Raiffeisenhaus. Mit verschiedenen Maßnahmen versucht die italienische Regierung die Folgen der Coronakrise einzudämmen und die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Dazu zählt auch der sogenannte Superbonus von 110 Prozent für die energetische Sanierung, der Teil der Neustartverordnung „decreto rilancio“ ist und seit Wochen in den Tagesmedien regelmäßig thematisiert wird.

Wer energetische Baumaßnahmen an seiner Wohnung oder seinem Haus umsetzt, kann bis zu einem bestimmten Höchstausmaß eine steuerliche Förderung von 110 Prozent der getätigten Investitionen beanspruchen. Wer beispielsweise 50.000 Euro investiert, kann 55.000 Euro anteilsmäßig über fünf Jahre verteilt von seiner Steuer abziehen.

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Verbandsnachricht Bozen und Umgebung Finanzen
news-1651 Wed, 05 Aug 2020 17:16:51 +0200 Genossenschaftsbanken: in Krise Großes geleistet https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/genossenschaftsbanken-in-krise-grosses-geleistet.html Ende Juli fand die Jahresvollversammlung des Zentralverbandes der Genossenschaftsbanken Italiens, Federcasse, statt, Corona bedingt als Videokonferenz. Das Motto: “Resistere. Convincere. Educare. Il Credito Cooperativo protagonista della reazione dell’Italia” verwies auf die Bedeutung der Genossenschaftsbanken für die aktuellen Herausforderungen. Federcasse-Präsident Augusto dell’Erba skizzierte die aktuelle Situation der italienischen Genossenschaftsbanken und verwies auf den wichtigen Beitrag, den diese Bankinstitute in den letzten Monaten geleistet haben, um lokale Unternehmen und Familien in der Covid-19-Krise zu unterstützen. 

In seinen Ausführungen verwies Dell‘Erba auch auf aktuelle Studien, die belegen, dass dort, wo Genossenschaftsbanken tätig sind, die ökonomische Ungleichheit abnehme. Genossenschaftsbanken sind dem Prinzip der Gegenseitigkeit verpflichtet und agieren weniger risikoreich; sie seien unverzichtbar für den Pluralismus auf dem Markt, betonte Dell‘Erba.

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Bozen und Umgebung Finanzen
news-1647 Mon, 03 Aug 2020 10:07:12 +0200 Corona: Erfahrungsaustausch im Landhaus https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/corona-erfahrungsaustausch-im-landhaus.html Über die bisherige Wirksamkeit der Corona-Maßnahmen haben sich Vertreter der Wirtschaftsverbände, der Banken und Garantiegenossenschaften Ende Juli im Palais Widmann ausgetauscht. Zahlreiche Unterstützungs- und Fördermaßnahmen sind seit Ausrufung des Covid-19-Notstandes getroffen worden, um die Wirtschaftstreibenden und die Familien bei der Überbrückung von Lockdown und Krisensituationen zu unterstützen. Über die bisherigen Erfahrungen tauschten sich Vertreter der Wirtschaftsverbände, der Banken und der Garantiegenossenschaften im Beisein der Landesräte Arnold Schuler und Philipp Achammer über die bisher gemachten Erfahrungen aus, schreibt das Landespresseamt in einer Aussendung.

Weitere sektorenspezifische Maßnahmen notwendig

Man sei auf dem richtigen Weg, betonte Landesrat Arnold Schuler: "Wir haben einiges getan, einige Probleme gelöst, sind aber lange noch nicht am Ende." Daher seien eine gute Zusammenarbeit und ein kontinuierlicher Austausch auch weiterhin erforderlich. Mit Blick auf die Zukunft unterstrich Landesrat Philipp Achammer: "In enger Zusammenschau mit den Banken und Garantiegenossenschaften müssen wir vor allem die mittelfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Pandemie beobachten, die sich erst im zweiten Halbjahr 2020 zeigen werden, um gemeinsam unmittelbar darauf reagieren zu können. Es werden jedenfalls weitere sektorenspezifische Maßnahmen notwendig sein."

Die Corona-Krise belastet Südtirols Landeshaushalt bisher mit deutlich mehr als 900 Millionen Euro. Zu Mindereinnahmen von 543,5 Millionen Euro summieren sich Mehrausgaben von 370,3 Millionen Euro.

Über 18.000 Stundungen laufender Kredite

Einen Schwerpunkt des Treffens bildete das Einvernehmensprotokoll des Landes mit den Banken zur Schaffung von Liquidität. Mehr als 18.000 Betriebe und Familien hatten in diesem Rahmen um die Stundung eines laufenden Kredits im Ausmaß von insgesamt 4,76 Milliarden Euro angesucht. 4.205 Anträge um Kredite wurden vorgelegt, in 3.370 der Fälle wurde das Darlehen bereits ausbezahlt. Die anwesenden Wirtschaftsverbände schilderten ihre Erfahrungen und sprachen sich auch für eine Verlängerung der Stundungen aus. Angeregt wurden noch klarere Regeln beim Zugang zu den Förderungen sowie weitere sektorenspezifische Maßnahmen.

Bei dem Treffen in Bozen wurde auch über die Neuanpassungen der Richtlinien und der Einvernehmensprotokolle mit den Banken informiert.

(Quelle: LPA)

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Bozen und Umgebung Finanzen
news-1638 Mon, 13 Jul 2020 16:01:00 +0200 Marttin ist neuer Präsident der EACB https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/marttin-ist-neuer-praesident-der-eacb.html Die Europäische Vereinigung der Genossenschaftsbanken (EACB) hat seit Anfang Juli mit Berry Marttin einen neuen Präsidenten. Berry Marttin, Mitglied des Verwaltungsrates der Rabobank Nederlands, folgt auf Gerhard Hofmann.

Hofmann (Vorstandsmitglied im Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken BVR) war seit 2016 Präsident der EACB, und ist nun Vizepräsident. Ebenfalls Vizepräsident ist Pierre Edouard Batard (Confédération Nationale du Crédit Mutuel). Weiters gehören dem EACB-Vorstand Federcasse-Präsident Augusto dell'Erba, Johannes Rehulka (Geschäftsführer des Fachverbandes der Raiffeisenbanken im Österreichischen Raiffeisenverband) und Alban Aucoin (Fédération Nationale du Crédit Agricolen) an.

Die EACB ist das gemeinsame Sprachrohr, das die Interessen der europäischen Genossenschaftsbanken gebündelt an die Regulatoren in Brüssel im kontinuierlichen Dialog heranträgt. Sie vertritt die Interessen von 27 Mitgliedverbänden mit rund 2800 Genossenschaftsbanken. Diese zählen 84 Millionen Mitglieder, 209 Millionen Kunden, 52.000 Geschäftsstellen und 742.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ganz Europa.

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Finanzen
news-1628 Thu, 18 Jun 2020 16:06:00 +0200 Südtirols Wirtschaft aus Sicht der Banca d‘Italia https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/suedtirols-wirtschaft-aus-sicht-der-banca-ditalia.html Vor kurzem hat die Banca d’Italia den aktuellen Konjunkturbericht der beiden Provinzen Bozen und Trient veröffentlicht. Dieses Mal – Corona bedingt – auf digitalem Wege. Der Live-Stream der Präsentation kann nachgesehen werden. „Die Pandemie hat die Wirtschaft massiv beeinträchtig“, stellt Petra Degasperi, Mitautorin des Berichtes der Banca d’Italia der Zweigstelle in Bozen, von Anfang an klar. Die Aussichten für die Wirtschaft auf das laufende Jahr und die Zukunft haben sich durch den Corona bedingten Lock-down massiv verändert.

 

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Bozen und Umgebung Finanzen
news-1622 Mon, 15 Jun 2020 14:35:18 +0200 Neuer Direktor in der Raiffeisenkasse Ulten-St. Pankraz-Laurein https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/neuer-direktor-in-der-raiffeisenkasse-ulten-st-pankraz-laurein.html Mit 13. Juni 2020 übernimmt Simon Forcher die Stelle des Direktors in der Raiffeisenkasse Ulten-St. Pankraz-Laurein. Simon Forcher übernimmt die Stelle von seinem Vorgänger Oskar Schwellensattl. Für seine neue Aufgabe ist Forcher bestens vorbereitet. Dies zeigt der Blick auf seine bisherige berufliche Laufbahn: Nach Abschluss des Diplomstudiums der Betriebswirtschaftslehre an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, war er unter anderem bei der Südtiroler Sparkasse und beim Raiffeisenverband Südtirol tätig.

Beim Raiffeisenverband arbeitete er als Mitarbeiter in der Revisionsdirektion, Abteilung Revision und Prüfung Raiffeisenkassen. Rund zehn Jahre war er mitverantwortlich für die Durchführung der ordentlichen Revision und Bilanzabschlussprüfung bei den Raiffeisenkassen.

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Burggrafenamt Finanzen
news-1611 Thu, 04 Jun 2020 15:12:00 +0200 Assimoco: Ein herausforderndes Jahr https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/assimoco-ein-herausforderndes-jahr.html Der Generaldirektor der Gruppe Assimoco, Ruggero Frecchiami, blickt im Interview auf das abgelaufene Jahr zurück und spricht darüber, was die Coronakrise für das Unternehmen bedeutet. Was waren die größten Herausforderungen im abgelaufenen Geschäftsjahr?]]> Bozen und Umgebung Finanzen news-1610 Wed, 27 May 2020 12:08:55 +0200 Raiffeisen IPS in Warteposition https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/raiffeisen-ips-in-warteposition.html Vor einem Jahr wurde die Raiffeisen IPS Genossenschaft gegründet. Damit wurde die Trägerorganisation für das künftige institutsbezogene Sicherungssystem (IPS) der Raiffeisenkassen geschaffen. Ende Mai hielt die Genossenschaft in Bozen Rückschau auf ihr erstes Geschäftsjahr. 2019 konnten alle Vorbereitungen für die Anerkennung des Raiffeisen Südtirol IPS durch die Bankenaufsicht getroffen werden. Diese wird spätestens für den Herbst erwartet. Obmann Alexander Gasser sprach bei der Vollversammlung im Raiffeisenhaus, die teils per Videokonferenz abgehalten wurde, von einem regen Geschäftsjahr 2019 für die Raiffeisen IPS Genossenschaft, und ließ die wichtigsten Meilensteine Revue passieren.

Die Genossenschaft wurde am 14. Juni 2019 mit dem Ziel gegründet, die Mitglieder innerhalb eines institutsbezogenen Sicherungssystems (IPS) abzusichern. Im Falle der Raiffeisenkassen wird dieses System von der Raiffeisen Südtirol IPS Genossenschaft getragen. Ihr gehören 39 unabhängige Raiffeisenkassen, die Raiffeisen Landesbank Südtirol AG und die RK Leasing GmbH als Mitglieder an.

Wie bekannt, hätten sich die Raiffeisenkassen im Rahmen der Reform der italienischen Genossenschaftsbanken zu einer Bankengruppe mit einer Aktiengesellschaft zusammenschließen müssen. Eine Änderung des Reformgesetzes Ende 2018 erwirkte für Südtirol aber eine Sonderregelung. Diese räumte den Raiffeisenkassen die Möglichkeit ein, anstelle einer lokalen Bankengruppe ein lokales institutsbezogenes Sicherungssystem zu gründen. Damit konnte letztlich auch die Autonomie jeder Raiffeisenkasse in ihrer Geschäftstätigkeit gewahrt bleiben.

Die Raiffeisen IPS Genossenschaft ist seit 19. Juni des Vorjahres aktiv und kümmert sich um die Einrichtung, Verwaltung und Führung eines institutionellen Schutzsystems, das die Mitglieder schützt und ihre Liquidität und Solvenz garantiert, um eine mögliche Schieflage zu vermeiden. „Wir haben im Geschäftsjahr oberste Priorität auf den Antrag an die Banca d‘Italia um die offizielle Anerkennung des institutsbezogenen Sicherungssystems gelegt, aber auch auf den Aufbau der Organisation und des entsprechenden Know-how“, sagte Obmann Gasser.

Gegen Schieflagen gerüstet

Über Monate hat sich die Genossenschaft mit der Fertigstellung des Antrags an die Aufsichtsbehörde beschäftigt und sich dabei mit der Banca d‘Italia kontinuierlich ausgetauscht. Zu den Vorbereitungen gehörte unter anderem auch die Genehmigung wesentlicher Geschäftsordnungen, wie zum Bespiel zu den Regeln für die Berechnung der bereitzustellenden Finanzmittel sowie zum sogenannten IPS Stability Mechanism.

Zum Ende des Geschäftsjahres, am 31. Dezember 2019, konnte der Antrag um die aufsichtsrechtliche Anerkennung bei der Banca d’Italia offiziell eingereicht werden. Dem war ein einstimmiger Beschluss der Mitglieder vorausgegangen. Bei der entsprechenden Vollversammlung am 20. Dezember wurden die Dokumentenpakete für den Antrag genehmigt. Ebenso einstimmig wurde damals die Einzahlung von Sicherheitsmitteln in Höhe von insgesamt 9,178 Mio. Euro für das Jahr 2019 beschlossen. Insgesamt soll der IPS seitens der Mitglieder bis zum Jahr 2028 schrittweise mit beachtlichen Geldmitteln in Höhe von 92 Mio. Euro ausgestattet werden; dies immer im Verhältnis zu den risikogewichteten Aktiva jeder einzelnen Raiffeisenkasse. Mittel, welche die Genossenschaft zur Behebung von möglichen finanziellen Schieflagen der Mitglieder einsetzen kann.

Regelmäßiges Monitoring

Aufgabe eines institutsbezogenen Sicherungssystems ist es, drohende oder bestehende wirtschaftliche Schwierigkeiten bei den Mitgliedern abzuwenden. „Unser vorrangiges Ziel ist es aber, präventiv zu agieren, damit es gar nicht erst zu einer Schieflage kommt“, sagte Obmann Gasser. Für diesen Zweck soll schrittweise ein regelmäßiges Monitoring der Mitglieder aufgebaut werden, welches im Grunde die Kerntätigkeit der Genossenschaft bildet.

„Das Monitoring dient dazu, frühzeitig Anomalien der Mitglieder zu erkennen, um dadurch die Aktivierung angemessener Interventionen einschätzen zu können“, sagte Obmann Gasser. Ein Stresstest hat ergeben, dass die Raiffeisenkassen – zumindest aktuell – kaum entsprechende Risiken aufweisen würden und sie auch mit ausreichend Kapital ausgestattet seien, hieß es bei der Vollversammlung der IPS Genossenschaft.

Nächster Meilenstein in Sichtweite

Mit der Gründung der Raiffeisen Südtirol IPS Genossenschaft als Trägerorganisation sowie mit der Einreichung des offiziellen Antrages bei der Bankenaufsicht um die Anerkennung des Raiffeisen IPS als institutsbezogenes Sicherungssystem für Aufsichtszwecke konnten 2019 zwei wichtige Meilensteine gesetzt werden. Der dritte Meilenstein – die offizielle Anerkennung des IPS seitens der Aufsichtsbehörde – steht noch aus. Die Genehmigung hat sich nicht zuletzt durch die Coronakrise, welche die Regierung veranlasst hat, sämtliche Genehmigungsverfahren auszusetzen, verzögert. Bei Raiffeisen rechnet man nun jedoch fest damit, dass es im Spätsommer oder im Herbst soweit sein wird.

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Verbandsnachricht Bozen und Umgebung Finanzen
news-1606 Fri, 22 May 2020 10:04:11 +0200 Hanspeter Felder ist neuer Präsident der Raiffeisen Landesbank Südtirol AG https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/hanspeter-felder-ist-neuer-praesident-der-raiffeisen-landesbank-suedtirol-ag.html Der Verwaltungsrat der Raiffeisen Landesbank Südtirol AG (RLB) hat vor kurzem Hanspeter Felder zu seinem neuen Präsidenten gewählt. Der 48-jährige Olanger ist damit der Nachfolger von Michael Grüner, der die Bank 23 Jahre lang geführt hat. Josef Alber steht ihm als Vizepräsident zur Seite. Felder ist seit fünf Jahren Mitglied des Verwaltungsrates der RLB. 

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Bozen und Umgebung Finanzen
news-1603 Tue, 19 May 2020 10:29:25 +0200 Raiffeisen Landesbank: Rückblick auf 2019 https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/raiffeisen-landesbank-rueckblick-auf-2019.html Top-Ergebnisse bei Einlagen, Kreditvolumen und Reingewinn - eine solide Ausgangsposition, um bei der Gestaltung der Zukunft Südtirols tatkräftig mitzuarbeiten. Erstmals Nachhaltigkeitsbericht erstellt. Die Raiffeisen Landesbank Südtirol AG hat das Jahr 2019 mit außerordentlich guten Ergebnissen abgeschlossen. Die gesammelten Kundeneinlagen mit +8,17% und die vergebenen Kredite mit +4,02% erreichen ihre Höchststände. Die Kreditqualität ist weiterhin ausgezeichnet. Der erwirtschaftete Reingewinn ist der höchste seit Bestehen der Bank. Erstmals wird ein Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Dies ist eine gute Basis für die Unterstützung der Südtiroler in der aktuellen Situation.

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Bozen und Umgebung Finanzen
news-1597 Thu, 14 May 2020 15:02:58 +0200 Sinn und Nutzen stiften https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/sinn-und-nutzen-stiften.html Seit 20 Jahren vergibt Ethical Banking Förderkredite und unterstützt damit besondere Projekte, die Sinn und Nutzen stiften. Ein erfolgreiches Hilfe-zur-Selbsthilfe-Modell. Zum genossenschaftlichen Auftrag der Raiffeisenkassen gehört es, sorgfältig mit den Spargeldern der Mitglieder und Kunden umzugehen und sie sichtbar und transparent im Tätigkeitsgebiet einzusetzen. Ethical Banking folgt dieser Raiffeisen-Tradition und arbeitet nach dem klassischen Leitgedanken von Friedrich Wilhelm Raiffeisen, sprich Solidarität, Hilfe zur Selbsthilfe und Selbstverantwortung.

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Bozen und Umgebung Finanzen
news-1593 Wed, 13 May 2020 16:00:00 +0200 Grüne Wurzeln stärken https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/gruene-wurzeln-staerken.html Die Raiffeisen Landesbank Südtirol AG präsentiert bei ihrer Gesellschafterversammlung am 18. Mai erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht. Aus Überzeugung und für eine nachhaltige Zukunft. In der Corona-Krise scheint das Thema Nachhaltigkeit in den Hintergrund zu rücken. Doch an Wichtigkeit hat das Thema nicht verloren. Im Gegenteil, nach wie vor drohen uns die Folgen des Klimawandels und soziale Ungleichgewichte immer stärker zu treffen. Diese werden auch auf die Südtiroler Wirtschaft und insbesondere Landwirtschaft Auswirkungen haben. Ein Umdenken ist also angeraten.

Langfristiger Mehrwert

Diesen neuen Herausforderungen ist sich die Raiffeisen Landesbank Südtirol AG (RLB) bewusst und geht daher mit Überzeugung mehr denn je den Weg in Richtung Nachhaltigkeit. Denn als „grüne“ Bank verbindet Raiffeisen seit jeher den wirtschaftlichen Erfolg mit gesellschaftlich verantwortungsvollem Handeln. Nachhaltigkeit gehört zu den Grundprinzipien von Raiffeisen und so auch der RLB. Mit der Ausarbeitung des ersten Nachhaltigkeitsberichtes ist es der Bank ein Anliegen ihre Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner für das Thema zu sensibilisieren, um langfristig für alle einen Mehrwert zu schaffen.

Bei der Erarbeitung der Inhalte des Nachhaltigkeitsberichtes wurde die RLB vom Ökoinstitut Südtirol unterstützt. Es wurden Workshops mit dem Verwaltungsrat und den Mitarbeitern veranstaltet, bei denen über Nachhaltigkeit diskutiert wurde. Bei einer Online-Befragung konnten die Mitarbeiter ihre Meinung äußern und Verbesserungsvorschläge einbringen. Mit den vielen Ideen wurde ein Maßnahmenpakt geschnürt, das nun umgesetzt wird. „Wir wollen konkret werden und nicht nur schöne Aussagen treffen“, beschreibt Generaldirektor Zenone Giacomuzzi diese Vorgehensweise.

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Bozen und Umgebung Finanzen
news-1594 Tue, 12 May 2020 09:13:58 +0200 Raiffeisenkasse Wipptal hält Vollversammlung ab https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/raiffeisenkasse-wipptal-haelt-vollversammlung-ab.html Am 8. Mai fand die ordentliche Vollversammlung der Raiffeisenkasse Wipptal statt. Nachdem zur Zeit Zusammenkünfte von Menschen generell verboten sind, musste für die Vollversammlung eine andere Form der Abwicklung gefunden werden. Eisacktal/Wipptal Finanzen news-1589 Tue, 05 May 2020 09:17:52 +0200 Ethical Banking für regionale Kreisläufe https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/ethical-banking-fuer-regionale-kreislaeufe.html Bereits seit Jahren unterstützt Ethical Banking der Raiffeisenkasse Bozen regionale Kreisläufe und Produzenten, die einen Mehrwert schaffen. Die Bank lebt somit die Raiffeisen-Werte Solidarität, Hilfe zur Selbsthilfe und Selbstverantwortung. In Zeiten wie diesen ist Ethical Banking der Raiffeisenkasse Bozen ein Anliegen, nicht nur als ethische Bank-Dienstleister aufzutreten, sondern konkrete Schritte für ein solidarisches Wirtschaften und Solidarität in schwierigen Zeiten zu setzen. Die Aktion “Lass dich überraschen“ soll allen Interessierten lokale Weinproduzenten näher bringen, die Möglichkeit eröffnen neue Sorten und Eigenbau-Kellereien kennenzulernen und gleichzeitig Produzenten und Konsumenten in neuer Form zusammenzubringen.  

Die Initiative "Lass dich überraschen" ist eine Gemeinschaftsaktion von Ethical Banking und sechs lokalen Weinproduzenten.  

Weitere Informationen im Flyer

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Bozen und Umgebung Finanzen
news-1588 Thu, 30 Apr 2020 10:32:34 +0200 Raiffeisenkassen: Langfristige Auswirkungen noch nicht abschätzbar https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/raiffeisenkassen-langfristige-auswirkungen-noch-nicht-abschaetzbar.html Das sogenannten Bankenpaket bietet Familien und Unternehmen schnelle Unterstützung für Menschen, die nachweislich durch die Coronakrise betroffen sind. Die Nachfrage bei einigen Südtiroler Raiffeisenkassen zeigt: der Ansturm auf Kredite ist bisher ausgeblieben. Bozen und Umgebung Finanzen news-1574 Fri, 17 Apr 2020 11:14:57 +0200 Raiffeisenkasse Bruneck: Wege aus der Krise https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/raiffeisenkasse-bruneck-wege-aus-der-krise.html Mit dem Arbeitsbuch „Neuland Pustertal“ schafft die Raiffeisenkasse Bruneck eine Grundlage für Pustertaler Familienunternehmen für den Weg aus den wirtschaftlichen Folgen der Krise. Wie das geht erklärt Georg Oberhollenzer, Direktor der Raiffeisenkasse Bruneck, im Interview. Raiffeisen Nachrichten: Herr Oberhollenzer, wie wird das Arbeitsbuch „Neuland Pustertal“ im Idealfall funktionieren?

Georg Oberhollenzer: Das Arbeitsbuch soll den Pustertaler Familienunternehmen dabei helfen, für sich ein Zukunftsbild und Geschäftskonzepte für die Zeit nach der Corona-Krise zu entwickeln. Dabei folgt unser Arbeitsbuch an erster Stelle einem Leitbild, einer Vision, die wir zunächst gemeinsam mit unseren Kunden entwickeln werden. Die Erarbeitung dieses kollektiven Zukunftsbildes ist für uns der wichtigste Schritt, auf den wir den Fokus legen werden.

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Pustertal Finanzen
news-1570 Thu, 09 Apr 2020 21:44:41 +0200 Coronavirus: lokale Banken unterstützen https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/coronavirus-lokale-banken-unterstuetzen.html Die einheimischen Banken, Sparkasse, Volksbank und Raiffeisen, haben auf die Krisensituation schnell reagiert und unterstützen Familien und Unternehmen in dieser schweren Zeit. Wie die Unterstützung aussehen wird, haben sie in einer gemeinsamen Presseaussendung zusammengefasst. Kreditnehmer konnten die bereits für 31. März fälligen Raten für ihre mittelfristigen Kredite aussetzen. Die Banken sind auch bereit weitere Anfragen von Darlehensstundungen entgegenzunehmen. Damit wird vermieden, dass jene, die bereits in Schwierigkeiten sind, unbezahlte Raten aufweisen.

Die Südtiroler Banken haben auch beschlossen, einfache Verfahren für die Abwicklung der Anfragen vorzusehen, indem lediglich einige wenige automatisierte Kontrollen durchgeführt werden. Dafür ist es nicht notwendig, dass sich der Kunde in die Filiale begeben muss. Die Anfragen können bequem über E-Mail oder über andere Kommunikationswege eingereicht werden. Auf diese Weise haben die einheimischen Banken insgesamt über 8.700 Anfragen erhalten. Südtirolweit wurden Ratenstundungen über insgesamt 344 Millionen Euro für Darlehen mit einer Gesamtfinanzierung von 2,1 Milliarden Euro durchgeführt. Außerdem hat die Regierung auf nationaler Ebene mehrere wichtige Bestimmungen erlassen, die neue Möglichkeiten schaffen, um die Kreditvergabe an Betriebe zu erleichtern.
Der Vorschlag des Landesabkommens, welches in Zusammenarbeit zwischen Land und den drei Banken ausgearbeitet wurde, ist noch in Ausarbeitung. Es wird aber folgendes beinhalten:

  1. Zinslose Vorfinanzierung in Höhe von bis zu 1.400 Euro ohne Gebühren für die Arbeitnehmer, die in Erwartung der Zahlungen aus der Lohnausgleichskasse sind.
  2. Finanzierungen von 3.000 bis zu 10.000 Euro für natürliche Personen mit einer Laufzeit von 5 Jahren und einem Zinssatz von 0% im ersten Jahr und von 1% in den nachfolgenden Jahren. Die im zweiten Jahr angereiften Zinsen werden vom Land übernommen. Es sind keine Bearbeitungskosten oder sonstige Gebühren vorgesehen.
  3. Finanzierungen für Einzelunternehmen und für Klein- und Mittelunternehmen bis zu 35.000 Euro mit einer Garantie von 80% / 90% von Seiten Gar-/Confidi, welche wiederum zu 100% mit der Garantie des staatlichen Zentralen Garantiefonds garantiert wird. Das Darlehen hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Der Zinssatz im ersten Jahr beträgt 0% und in den darauffolgenden Jahren 1,25%, wobei die Zinsen im zweiten Jahr vom Land in Form eines Zinsbeitrages übernommen werden.
  4. Vorfinanzierungen zugunsten von Mittel- und Großunternehmen auf alle Finanzierungen, die nachfolgend zur Verfügung gestellt werden können, gemäß den Dekreten der Regierung und mit einem Höchstzinssatz von 0,75%. Die Höhe des Zinssatzes für die Finanzierungen hängt von den Möglichkeiten ab, die auf Basis der noch ausstehenden Dekrete in Anspruch genommen werden können.

Die einheimischen Banken haben auf die Krisensituation schnell reagiert. Sie sind sich bewusst, dass es aufgrund der außergewöhnlichen Situation erforderlich ist, besorgten Kunden, die in Schwierigkeiten sind, schnell zu antworten. Ein solides, einheimisches Bankensystem, das gegenüber allen Teilen der Gesellschaft schnell und aufmerksam reagiert, ist ein großer Vorteil. Der mit dem Land Südtirol herrschende konstruktive Dialog hat es insbesondere ermöglicht, die Bedürfnisse von Unternehmen und Familien gut zu erfassen. Die Banken haben auch mit den Garantiegenossenschaften (Garfidi und Confidi) zusammengearbeitet, die es ermöglichen, weitere Garantien hinzuzufügen und in den Genuss der staatlichen Garantien zu gelangen.

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Bozen und Umgebung Finanzen
news-1568 Thu, 09 Apr 2020 14:52:17 +0200 Mit Zukunftsmut ins „Neuland Pustertal“ https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/mit-zukunftsmut-ins-neuland-pustertal.html Wie Unternehmen ihre Zukunft nach der Corona-Krise gestalten können Die Raiffeisenkasse Bruneck will zur Überwindung der aktuellen Corona-Krise als lokale Genossenschaftsbank gemäß ihrem Förderauftrag aktiv beitragen. Sie stellt sich gemeinsam mit den Menschen und Unternehmen im Einzugsgebiet den neuen Herausforderungen.

Mit Zwischenfinanzierungen und Stundungen von Darlehen hilft die Raiffeisenkasse Bruneck all jenen, die zurzeit aufgrund von Verdienstausfällen in Schwierigkeit geraten sind. Mit dem Notstandfonds von 500.000 Euro werden bereits der Gesundheitsbezirk Bruneck sowie Hilfs- und Sozialorganisationen im Kampf gegen das Coronavirus unterstützt. Jetzt startet die Raiffeisenkasse Bruneck ihr Projekt für die von allen erwartete Phase 2, den Restart. Mit dem Arbeitsbuch „Neuland Pustertal“ schafft sie für die Pustertaler Familienunternehmen eine weitere Grundlage, um mit den wirtschaftlichen Folgen der Krise vorausschauend umzugehen.

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Pustertal Finanzen
news-1567 Thu, 09 Apr 2020 10:43:05 +0200 Nachhaltig gutes Ergebnis https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/nachhaltig-gutes-ergebnis.html Der Raiffeisen Versicherungsdienst (RVD) blickt auf ein ertragreiches Geschäftsjahr 2019 mit Zuwächsen in allen Versicherungssparten zurück. Als erstes zertifiziertes B Corp Unternehmen in Südtirol hat sich der RVD zur Gänze dem Kernthema Nachhaltigkeit verschrieben: Das im Mai 2019 erhaltene und viel beachtete Gütesiegel „B Corp“ bescheinigt dem RVD ein überdurchschnittliches Engagement in den Bereichen Umwelt und Soziales.

Das Label zeichnet all jene Unternehmen aus, die auf die ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen ihres Handelns achten und damit einen Mehrwert für die Gesellschaft leisten. Dabei steht der Buchstabe „B“ für „beneficial“, was mit wohltätig oder nutzbringend übersetzt werden kann, und damit für Unternehmen, die freiwillig bestimmte Standards hinsichtlich Transparenz, Verantwortung und Nachhaltigkeit erfüllen. Direktor Arno Perathoner zeigte sich anlässlich der Jahresvollversammlung des Raiffeisen Versicherungsdienst Mitte April über die hohe Auszeichnung sehr erfreut.

Welche Unternehmen erhalten die B Corp-Zertifizierung?

Arno Perathoner: Es handelt sich um Betriebe, deren Unternehmensziel sich nicht nur darauf beschränkt, einen finanziellen Mehrwert zu erwirtschaften, sondern die auch einen Mehrwert für die Gesellschaft leisten und sich für soziale und ökologische Themen einsetzen. Der RVD orientiert sich an diesen Werten und schafft damit ein gesellschaftliches Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung in einem lokalen Kontext.

Welchen Mehrwert schafft der RVD für die Gesellschaft?

Arno Perathoner: In unserem Wertekatalog stehen Transparenz, Ethik und ein starker Regionalbezug ganz vorne. Auch 2019 haben wir uns eingesetzt unsere Partner und Kunden im Bereich der privaten Vorsorge und der privaten sozialen Absicherung zu sensibilisieren. Über unser Ausbildungsprogramm haben wir landesweit knapp 600 Versicherungsvermittler geschult mit Fokus auf eine bedarfsgerechte Absicherung, ebenso tragen wir dem über unsere Service- und Produktangebote Rechnung. Unsere Erfolgsgeschichte gründet auf der bewährten Vertriebspartnerschaft mit den heimischen Raiffeisenkassen.

Wie verlief das abgelaufene Geschäftsjahr für den Raiffeisen Versicherungsdienst?

Arno Perathoner: Das Jahr 2019 war wieder ein gutes und erfolgreiches Jahr, in dem wir unsere gesteckten Ziele umsetzen und Wachstum in sämtlichen Versicherungssparten einfahren konnten. Die Gesamt-Prämieneinnahmen stiegen im zweistelligen Bereich um 15,60 Prozent auf 145,6 Mio. Euro. Davon entfielen 71,3 Mio. Euro auf die Sachversicherung im Segment Nicht-Leben und 74,2 Mio. Euro auf die Lebensversicherungssparte.

INTERVIEW: IRENE HOFER

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Bozen und Umgebung Finanzen
news-1565 Thu, 09 Apr 2020 02:33:03 +0200 Corona-Maßnahmen für Unternehmen und Familien: Einvernehmen mit Banken https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/corona-massnahmen-fuer-unternehmen-und-familien-einvernehmen-mit-banken.html Ein Abkommen mit den Banken soll den Weg durch und aus der Corona-Krise ebnen. Familien und Unternehmen können kurzfristig und unbürokratisch begünstigte Darlehen erhalten. Finanzielle Unterstützungen für Familien und Wirtschaft im Ausmaß von mehr als einer Milliarde Euro beinhaltet ein Maßnahmenpaket, das das Land Südtirol nun auf den Weg gebracht hat. Nachdem die Landesregierung am 7. April grünes Licht für ein Abkommen mit den Banken und Garantiegenossenschaften gegeben hatte, haben Landeshauptmann Arno Kompatscher und die drei größten Südtiroler Banken, die Raiffeisenkasse, die Südtiroler Sparkasse und die Volksbank, sich über die Inhalte eines Maßnahmenpakets für Sofortdarlehen verständigt. "Dieses Paket soll den Südtiroler Familien und der heimischen Wirtschaft schnellstmöglich Liquidität verschaffen, um die schweren wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise besser bewältigen zu können", erklärte Landeshauptmann Kompatscher im Rahmen der virtuellen Medienkonferenz. Das Abkommen schöpft die Spielräume aus, welche die Regierung in Rom per Dekret in diesen Tagen geschaffen hat und die zum Teil noch zu vertiefen sind. "Wir gehen daher Schritt für Schritt vor, um die Vorteile der Entscheidungen in Rom für Südtirol mit einzubringen", betonte der Landeshauptmann in diesem Zusammenhang. Deswegen werde in der nächsten Woche ein weiteres Paket mit zusätzlichen Maßnahmen geschnürt, kündigte Kompatscher an.

Alle Banken können sich beteiligten

Dem gestern von der Landesregierung genehmigten Abkommen können alle Banken beitreten, die ihren Sitz in Südtirol haben und die die darin enthaltenen Bedingungen annehmen. Die Maßnahmen treten mit 15. April in Kraft und sind vorerst bis zum 31. März 2021 gültig beziehungsweise bis zur Ausschöpfung des Plafonds.

Der Startschuss für die Umsetzung der Maßnahmen wird in der kommenden Woche fallen. Auf der Grundlage dies Abkommens mit den Banken erhalten Unternehmen und Freiberufler Zugang zu kostenfreien Sofortkrediten im Ausmaß von bis zu 35.000 Euro. "Dies ist möglich, da die Banken die Zinsen des ersten Jahres übernehmen und das Land den Zinssatz für das zweite Jahr", erklärt der Landeshauptmann. Die Laufzeit beträgt insgesamt fünf Jahre, wobei ab dem dritten Jahr der Zinssatz bei 1,25 Prozent liegt. Das Darlehen wird von den beiden Garantiegenossenschaften Südtirols, Confidi und Garfidi, zu 90 Prozent gesichert und über ein vereinfachtes Verfahren abgewickelt. Mit dieser Maßnahme werden 760 Millionen Euro an Garantien vergeben, womit Darlehen im Ausmaß von rund 850 Millionen Euro gewährt werden können. Interessierte Unternehmen und Familien können sich dafür direkt an ihre Hausbank wenden.

Expressdarlehen für Familien und Unternehmen

Als weitere Maßnahme für Unternehmen ist eine sechsmonatige Vorfinanzierung für höhere, ebenfalls zinsfreie Darlehen zwischen 35.000 und 800.000 Euro vorgesehen. Das Land wendet 500 Millionen Euro auf, um die Zahlung der Zinsen der Vorfinanzierungen zu ermöglichen. Die Bedingungen des definitiven Kredits werden im Sinne des staatlichen Dekrets angepasst und mit den Banken abgestimmt. Familien, die im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie Einkommensverluste erleiden, können zudem Expressdarlehen bis zu 10.000 Euro bei einem maximalen Zinssatz von einem Prozent in Anspruch nehmen.

Vorschuss auf Lohnausgleich

Auch am Südtiroler Arbeitsmarkt hatte die Corona-Krise Auswirkungen. Über das Abkommen mit den Banken wird eine Vorschusszahlung für den Lohnausgleich ermöglicht. Alle Personen im Lohnausgleich erhalten von den Banken direkt und unkompliziert einen zinsfreien Vorschuss im Ausmaß von 1400 Euro auf das Kontokorrent überwiesen.

"Das Land hat mithilfe der Lokalbanken ein Paket geschnürt, um schnell und unbürokratisch dort zu unterstützen, wo dringend nötig: mit einem möglichst breiten Zugang zum Lohnausgleich, mit Vorauszahlungen seitens der Banken und mit Kapitalbeiträgen des Landes für kleine Unternehmen", sagte Landesrat Philipp Achammer bei der heutigen Pressekonferenz. 

Maßnahmen auch für Vereine und Verbände

Des Weiteren gewähren Südtirols Banken Stundungen bestehender Darlehensverträge. "Dies ist ein besonders wichtiger Schritt, zumal Familien und Unternehmen auf Anhieb entlastet werden", erklärt der Landeshauptmann. Auch das Ehrenamt wird berücksichtigt: Vereine können ebenso Darlehen bis zu 10.000 Euro bei einem einprozentigen Zinssatz erhalten.

Entlastungen im Wohnbau 

Landesrätin Waltraud Deeg ging bei der heutigen Medienkonferenz auf die Maßnahmen ein, die für Familien, Mieter und Erstwohnungsbesitzer getroffen wurden. Wohnen sei für viele ein hoher Kostenfaktor: "Mit den gestern beschlossenen Maßnahmen wollen wir hier schnell und unbürokratisch für Entlastung sorgen", betonte die Wohnbaulandesrätin. So können betroffene Bürger bereits ab sofort die Anträge einreichen, um die Rückzahlung des Bauspardarlehens, der Vorschüsse auf die staatlichen Steuerabzüge sowie des zinsfreien Landesdarlehens für die Erstwohnung für maximal 12 Monate auszusetzen. Diese Möglichkeit gibt es auch für alle jene, die innerhalb September 2020 einen Bausparkredit abschließen. Eine Aussetzung der Zahlung der Mieten und Nebenspesen gibt es auch für Mieter von Wohnungen des Instituts für den sozialen Wohnbau (Wobi). Bis Juni werden Familien, in denen mindestens ein Mitglied aufgrund der Corona-Krise arbeitslos oder in den Lohnausgleich überstellt wurde, aber auch Mieter, die ein Geschäftslokal aus demselben Grund schließen mussten, damit entlastet. "Diese Maßnahmen werden um weitere ergänzt, so arbeiten wir an vielen Hilfsmaßnahmen, unter anderem einen erweiterten Mietbeitrag und einer einfach zugänglichen finanziellen Sozialhilfe", ergänzt die Landesrätin. Ebenso werde in dieser Woche im Landtag über die zeitliche Ausdehnung des Landesfamiliengeldes bis zum Eintritt in den Kindergarten sowie eine schnellere und einfachere Auszahlung der Unterhaltsvorschusses entschieden. 

Gebündelte Informationen online

Alle Informationen und Ansprechpartner zu den Maßnahmen für Familien, Unternehmen und Arbeitnehmende werden ab kommender Woche auf einer eigenen Internetseite unter https://neustart.provinz.bz.it zu finden sein.

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Bozen und Umgebung Finanzen
news-1563 Tue, 07 Apr 2020 11:58:14 +0200 Mit Corona im Dienst https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/mit-corona-im-dienst.html Hubert Obwegs, Direktor der Cassa Raiffeisen Val Badia, kennt die Coronakrise nicht nur als Direktor einer Bank. Er hat die Krankheit persönlich durchgemacht. Seit wenigen Tagen ist er fieberfrei. Wie es ihm gelang, diese Krise in mehrfacher Hinsicht zu bewältigen. Raiffeisen Nachrichten: Wie geht es Ihnen?

Hubert Obwegs: Mir geht es wieder gut, ich habe kein Fieber mehr. Derzeit bin ich noch in häuslicher Quarantäne und warte auf hoffentlich negative Testergebnisse.

Sie haben die Coronakrise nicht nur als Direktor der Raiffeisenkasse Val Badia miterlebt, sondern als Direktbetroffener. Wie ist es Ihnen in den letzten Wochen ergangen?

Hubert Obwegs: Mir ist es trotz allem noch relativ gut ergangen. Ich konnte mich zu Hause von der Infektion erholen. Die Symptome, welche mich betroffen haben, waren Fieber und Husten und die haben 14 Tage lang angedauert. Es war eine anstrengende und kraftzehrende Zeit, aber ohne Schmerzen oder andere Belastungen.

 

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Bozen und Umgebung Finanzen
news-1562 Fri, 03 Apr 2020 09:51:25 +0200 Lokalbanken: „Wir sind da“ https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/lokalbanken-wir-sind-da.html Banken zählen neben Apotheken, Supermärkten und Tabaktrafiken zu jenen Betrieben, die auch in Zeiten der Krise weiterhin ihrer Tätigkeit nachgehen. Online-Banking ist eine Option – aber längst nicht für alle. Banken müssen physisch für ihre Kunden da sein. Auch jetzt. Bozen und Umgebung Finanzen news-1559 Tue, 31 Mar 2020 21:36:25 +0200 Corona-Krise: schnelle Hilfe für Wirtschaft, Familien und Soziales https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/corona-krise-schnelle-hilfe-fuer-wirtschaft-familien-und-soziales.html Zur Abfederung der Corona-Folgen legt die Landesregierung ein Wirtschafts-, Familien- und Sozialpaket auf. Die Maßnahmen von über zwei Milliarden Euro wurden in Zusammenarbeit mit Banken und Sozialpartnern ausgearbeitet. Im Rahmen der virtuellen Landespressekonferenz haben die Vertreter und Vertreterinnen der Landesregierung am 31. März ein Paket vorgestellt, das die Folgen der Corona-Krise abfedern soll. 

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Verbandsnachricht Finanzen
news-1549 Mon, 23 Mar 2020 08:53:00 +0100 Kredite: Lokalbanken treten der ABI-Vereinbarung bei https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/kredite-lokalbanken-treten-der-abi-vereinbarung-bei.html Angesichts der Coronakrise treten die drei Lokalbanken Sparkasse, Volksbank und Raiffeisenkassen den Stundungsvereinbarungen bei, die von der Italienischen Bankenvereinigung und den Wirtschaftsverbänden unterzeichnet wurden. Die neuen Stundungsvereinbarungen sind bereits für ganz Italien aktiv. Sparkasse, Volksbank und Raiffeisenkassen wollen als stark verwurzelte Regionalbanken ihren Beitrag zur Unterstützung der Kunden in ihrem gesamten Einzugsgebiet leisten.

Nachdem die drei Banken letzte Woche auf lokaler Ebene eine Stundung für Familien und Unternehmen beschlossen haben, unterstützen sie nun auch die Initiative von ABI, um auf diese Weise ihren Kunden zusätzliche Möglichkeiten zu bieten, eine Stundung zu beantragen.

Mit dem Beitritt zum ABI-Abkommen für Kredite unterstützen die lokalen Banken Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen (KMU), die aufgrund des COVID-19-Gesundheitsnotstands in Schwierigkeiten geraten sind. Das Abkommen sieht die Möglichkeit der Aussetzung oder Verlängerung von Krediten, die bis zum 31. Januar 2020 an Unternehmen „in bonis“ (d.h. Unternehmen, die die Kredite ordnungsgemäß bedienen) vergeben wurden.

Die Aussetzung der Zahlung des Kapitalanteils der Raten kann für die Dauer von bis zu einem Jahr beantragt werden. Die Aussetzung gilt für mittelfristige Kredite (Darlehen).

Die Verlängerung der Laufzeit der Darlehen kann bis zu 100% der Restlaufzeit der Tilgung betragen. Bei Krediten mit kurzfristiger Laufzeit beträgt die maximale Verlängerungsdauer 270 Tage.

Kundenantragsformulare für Ratenaussetzung oder Ratenverlängerung

 

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Verbandsnachricht Finanzen
news-1553 Fri, 20 Mar 2020 15:51:53 +0100 Raiffeisenkasse Bruneck stellt Notstand-Fonds zur Verfügung https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/raiffeisenkasse-bruneck-stellt-notstand-fonds-zur-verfuegung.html Die Raiffeisenkasse Bruneck, Südtirols größte Genossenschaftsbank, setzt ein beeindruckendes Zeichen der Solidarität und stellt einen Notstand-Fonds in Höhe von 500.000 Euro zur Verfügung. In Anbetracht der wachsenden Unsicherheit rund um die Coronavirus-Pandemie hat sich die Geschäftsführung mit dem Verwaltungsrat der Raiffeisenkasse Bruneck zu den Möglichkeiten der Hilfestellung für die örtliche Gemeinschaft beraten.

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Pustertal Finanzen
news-1545 Fri, 13 Mar 2020 17:30:00 +0100 Coronavirus: Südtiroler Banken stützen Wirtschaft https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/coronavirus-suedtiroler-banken-stuetzen-wirtschaft.html Im Rahmen des gemeinsamen Arbeitstisches von Südtiroler Sparkasse, Volksbank und Raiffeisenkassen haben die lokalen Banken mögliche Maßnahmen erörtert, um Familien und Unternehmen zu unterstützen, die von den Folgen der vom Gesundheitsnotstand ausgelösten Wirtschaftskrise betroffen sind. Dabei wurde ein erster gemeinsamer Vorschlag zwischen den lokalen Banken erarbeitet: Familien und Unternehmen können – ohne besondere Formalitäten – ansuchen, um eine Stundung bis zu zwölf Monaten für Kredite mit mittel-/langfristiger Laufzeit zu erhalten, sowie – alternativ oder zusätzlich – die Laufzeit derselben bis zu 24 Monate zu verlängern, um auf diese Weise auch von einer verminderten Rate profitieren zu können.

Die oben genannten Maßnahmen beinhalten weder Zusatzkosten noch Zinsänderungen für die Kunden. Diese Anfragen werden im vereinfachten Verfahren bearbeitet. Einzige Bedingung ist, zum Zeitpunkt der Anfrage einen ordnungsgemäß bedienten Kredit („in bonis“) zu haben. Diese Begünstigung ist hingegen nicht bei Finanzierungen vorgesehen, deren Laufzeit in den letzten 24 Monaten bereits verlängert worden ist oder für die bereits eine gänzliche oder teilweise Stundung der Raten eingeräumt wurde. Bei Finanzierungen, bei denen es persönliche Bürgschaften von Seiten Dritter oder von Garantiekonsortien bzw. Garantiefonds gibt, ist es erforderlich, dass die Zustimmung der Bürgen vorliegt.
Die Banken werden aber auch die Anfragen um Aussetzung von Seiten jener Kunden prüfen, denen in der Vergangenheit bereits Stundungen eingeräumt wurden und/oder bei denen es ausstehende Raten gibt, die bereits fällig waren.

Kredite im Rahmen des Rotationsfonds ex LG 9/1991

Was hingegen Kredite betrifft, die im Rahmen des Rotationsfonds ex LG 9/1991 gewährt wurden, wird derzeit ein gemeinsames Vorgehen in Abstimmung mit der Landesverwaltung geprüft.
Wie erwähnt, gilt die Maßnahme sowohl für Private und Familien, die Inhaber von Darlehen sind, als auch für Unternehmen und Freiberufler, denen mittel-/langfristige Kredite eingeräumt wurden.
Die Banken haben außerdem vereinbart, dass auch Anfragen zur Neufestlegung der Fälligkeiten von Kreditvorschüssen an Unternehmen angenommen werden, die Verspätungen bei den Inkassi erfahren. Auch dafür ist ein vereinfachtes Verfahren vorgesehen.
Die festgelegten Maßnahmen sind eine erste Initiative der lokalen Banken und können mit Maßnahmen von Seiten der Regierung oder mit Initiativen des Landes Südtirol, mit dem die Banken in enger Abstimmung stehen, ergänzt werden. Ziel ist es, die lokale Wirtschaft – d.h. neben der Liquidität auch die Mitarbeiter der Unternehmen – bestmöglich zu unterstützen.

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Verbandsnachricht Finanzen
news-1543 Thu, 12 Mar 2020 09:32:00 +0100 Coronavirus: Schulterschluss zwischen Land und Banken https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/coronavirus-schulterschluss-zwischen-land-und-banken.html Land und Banken wollen gemeinsame Maßnahmen treffen, um Wirtschaft und Bürger angesichts der Corona-Krise zu unterstützen. Wie die Landespresseagentur in einer Aussendung schreibt, werden das Land Südtirol, die Banken in Südtirol und die Garantiegenossenschaften alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die derzeitige Corona-Krise wirtschaftlich abzufedern. Im Rahmen einer Videokonferenz, besprachen beide Seiten eine Reihe von Maßnahmen, die Bürgern und Betrieben erleichtern sollen, die derzeit schwierige wirtschaftliche Situation zu überbrücken. Vereinbart wurde, in enger gegenseitiger Abstimmung vorzugehen.

Liquidität erhalten

Abgesehen von Erleichterungen, die von staatlichen Dekreten in den nächsten Tagen zu erwarten sind, war die gemeinsame Feststellung, dass es in der jetzigen akuten Phase vor allem darum geht, Liquiditätsengpässe zu vermeiden beziehungsweise Liquidität zu beschaffen. Bezüglich der Regelungen auf staatlicher Ebene ist der Landeshauptmann mit der Regierung in Rom in Kontakt.

Flexibilität bei Kreditrückzahlungen erreichen

Für die Erhaltung der Liquidität sind, so die gemeinsame Feststellung, Stundungen das naheliegende Instrument. Die teilnehmenden Banken haben ihre prinzipielle Bereitschaft signalisiert, Stundungen für die Rückzahlung von Kredit zu gewähren. Sie unterliegen aber dabei strengen Regelungen, die von der Europäischen Zentralbank vorgegeben sind. Landeshauptmann Kompatscher sagte zu, sich gegenüber dem Ministerpräsidenten Giuseppe Conte dafür einzusetzen, auf europäischer Ebene einzuwirken, damit bei diesen Regelungen größere Flexibilität entsteht.

Unterstützung zugesagt wurde auch von den Garantiegenossenschaften Garfidi und Confidi. Und das Land wird seinerseits die Garantiegenossenschaften finanziell unterstützen, damit sie bei ihren Garantieleistungen gegenüber den Banken und Betrieben mehr Spielräume bekommen.

Betriebe: Vor Fälligkeit Banken kontaktieren 

Ganz wichtig ist, so die gemeinsame und eindringliche Botschaft von Politik und Bankinstituten, dass sich die Betriebe so bald wie möglich an die Banken und Garantiegenossenschaften wenden, und zwar unbedingt schon bevor Zahlungen und Rückzahlungsraten fällig werden.

Zusätzlich sagten Landeshauptmann Kompatscher und die Landesräte Achammer und Schuler zu, für die Rückzahlung von Darlehen, die über den Rotationsfonds finanziert sind, Stundungen zu gewähren. Diese Maßnahme hatte bereits in der Finanzkrise 2008 gute Wirkung gezeigt.

Wohnbaudarlehen: Stundungen möglich

Der Aufschub von Zahlungen und Kreditraten kann in begründeten Fällen auch Familien gewährt werden, zum Beispiel im Fall von Wohnbaudarlehen. Über ein Maßnahmenpaket in Ergänzung der staatlichen Maßnahmen sollen mittelfristig auch Familie und Betriebe gestärkt werden.

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Bozen und Umgebung Finanzen
news-1378 Tue, 17 Sep 2019 08:00:00 +0200 Klemens Skibicki: "Zu 100% nach den Wünschen der Kunden richten" https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/klemens-skibicki-zu-100-nach-den-wuenschen-der-kunden-richten.html Wie sieht die Bank der Zukunft aus? Welche Rolle werden dabei Genossenschaftswerte spielen? Digitalexperte und Universitätsprofessor Klemens Skibicki gibt im Interview einen Ausblick zu den wichtigsten Entwicklungen. Raiffeisen Nachrichten: Wie wird die Digitalisierung das Bankwesen verändern? Was wird auf die Kunden zukommen?

Klemens Skibicki: Die Veränderungen sind mehrdimensional, aber für Kunden wird es im digitalen Zeitalter vor allem einfacher, schneller und kostengünstiger, finanzielle Themen zu regeln. Für die Banken gilt es, Kundenbeziehungen auszuweiten und sie gegen neue Player in einem zunehmend weltweiten und branchenübergreifenden Markt zu verteidigen - an deren Maßstäben von Einfachheit, Kosten, Individualität und Geschwindigkeit werden sie sich messen lassen müssen.

Persönliche Beratung, regionale Kreisläufe: Werden diese Aspekte in einer unübersichtlichen und schnelllebigen Welt wieder wichtiger?

Skibicki: Ich denke, dass persönliche Beziehung und Vertrauen noch viel wichtiger werden, schließlich werden Menschen zunehmend gläsern und transparent. Hier muss aber „persönliche Kundennähe“ neu definiert werden, d.h. nicht, dass Regionalität und persönliche Beratung ersetzt, aber auf jeden Fall um alle digitalen Möglichkeiten erweitert werden sollten. Unternehmen müssen sich dabei zu 100% nach den Wünschen und Kanälen der Kunden richten, um diesen nahe zu sein.

Werden sich die Menschen bei den Banken nach den Genossenschaftswerten wie Solidarität und Mitgliederverpflichtung sehnen?

Skibicki: Ich hoffe es und letztendlich entspricht der Ursprung der Genossenschaft ja genau dem Gedanken der Communities im Internet. Die Vernetzung zu gemeinsamen Zwecken ist im digitalen Zeitalter jedoch viel einfacher und mit weniger regionalen Grenzen herzustellen. Die Werte sollten also bleiben, aber eben ein Update in der Ausführung und Dimension erfahren.

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Bozen und Umgebung Finanzen
news-441 Thu, 24 Mar 2016 00:00:00 +0100 Aktuelles für Raiffeisenkassen https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/aktuelles-fuer-raiffeisenkassen.html Kürzlich fanden in Bozen, Latsch, Bruneck und Lana die informatorischen Fortbildungsabende für Mandatarinnen und Mandatare der Raiffeisenkassen Südtirols statt. Das Ziel dieser Treffen ist die fachliche Entwicklung und Qualifizierung der Verwaltungs- und Aufsichtsräte der Südtiroler Raiffeisenkassen. In den derzeit bewegten Zeiten für die Raiffeisenorganisation ist das Interesse an den aktuellen Themen aus der Welt der Genossenschaftsbanken besonders groß.

Obmann Von Leon eröffnet die Abende und leitet auf die anstehenden aktuellen Themen aus der Raiffeisenwelt über: die Entwicklung der Raiffeisen Geldorganisation, die Reform der italienischen Genossenschaftsbanken, das Verfahren der Wettbewerbsbehörde gegen Raiffeisen und den Beitrag der Südtiroler Raiffeisenkassen am Einlagensicherungssystem der italienischen Genossenschaftsbanken im Jahre 2015. Angesichts der aktuellen Lage unterstreicht er die Bedeutung des Zusammenhaltes innerhalb der Raiffeisenorganisation.

Weitere Programmpunkte: Informationen zum Bausparen in Südtirol und die StartUP-Beratung des Raiffeisenverbandes.

Umfeld in Bewegung

Generaldirektor Paul Gasser steigt gleich zu Beginn seiner Ausführungen thematisch in die gesamtwirtschaftliche Situation der Genossenschaftsbanken ein und spricht von einem Umfeld in Bewegung. Als positive Seite weist er auf die moderate Konjunktur hin und die Tatsache, dass Raiffeisen nach wie vor solide aufgestellt sei. Weniger positiv für die Gruppe der Sparer seien hingegen die Geldmarktzinsen im Euro-Raum unter null.Gasser zufolge versorgt Raiffeisen weiterhin den Markt mit Krediten und verzeichnet eine gute Entwicklung bei den Sektoren "Dienstleistungen" und "Haushalte/Familien". Unternehmen würden derzeit allerdings aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Situation mit ihren Investitionen zurückhalten.

Der Leiter der Hauptabteilung Recht, Michael Obrist, spricht über die aktuelle Situation bei der institutionellen Reform an und nennt die Grundsätze des Gesetzesdekretes. Er zählt die Befugnissen des Mutterunternehmens auf: die strategische Planung, operative Ziele, die Notwendig für Leitung und Koordinierung, die Kontrollen und Einflussmöglichkeiten, die Ernennung der Mandatare, der Ausschluss aus der Gruppe, die Sicherstellung der Mitgliederförderung und die Einflussnahme in der Raiffeisenkasse nach Risikoabstufung.

Verfahren der Wettbewerbsbehörde: Offener Brief an die Mitglieder

Zum Verfahren der Wettbewerbsbehörde bietet ein offener Brief an die Mitglieder umfassende Information. Der Brief wurde mittlerweile in allen Raiffeisenmedien veröffentlicht und wird über die Raiffeisenkassen auch noch in lokale Medien publiziert. Schließlich soll ein Rekurs die Verurteilung erneut prüfen. "Über historische Daten soll belegt werden, dass das Modell der Südtiroler Raiffeisenkassen positiv für den hiesigen Markt ist - im Sinne einer Erweiterung des Angebotes für Kundinnen und Kunden", unterstreicht Obrist.

Welchen Beitrag die Südtiroler Raiffeisenkassen am Einlagensicherungssystem der italienischen Genossenschaftsbanken BCC leisten erläutert Robert Nicolussi, Revisionsdirektor im Raiffeisenverband.

Zum Abschluss präsentiert Vizedirektor und Personalleiter Christian Tanner die erfolgreiche Arbeit der StartUP-Initiative im Raiffeisenverbandes. Mit Hilfe der Initiative StartUP konnten im Vorjahr neue Genossenschaften in Südtirol gegründet wurden. Dazu zählen beispielsweise Mutual Help, Vergiss mein nicht, Weltladen Latsch, Vinzenzheim Schlanders, Fritz, Europäische Textilakademie und der Tourismusverein Brixen.

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Vinschgau Burggrafenamt Bozen und Umgebung Finanzen
news-406 Tue, 02 Feb 2016 11:01:03 +0100 "Goldene Zeiten sind möglich - wenn wir nur wollen" https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/goldene-zeiten-sind-moeglich-wenn-wir-nur-wollen.html Vom 27. bis zum 29. Jänner 2016 fand im Kongresshaus Innsbruck die jährliche Raiffeisen Informationstagung für Spitzenfunktionäre des österreichischen Raiffeisenverbandes statt. Aus Südtirol dabei: der Obmann des Raiffeisenverbandes Herbert Von Leon und Generaldirektor Paul Gasser. Die Tagung stand unter dem Motto "Chancen nutzen" und bot den TeilnehmerInnen Einblick in aktuelle Themen und Analysen aus der Sicht von ExpertInnen aus Wirtschaft und Politik. Hochrangige VertreterInnen des Raiffeisensektors sprachen über die Entwicklungen in den Sparten Geld, Ware und Landwirtschaft.

Die Ankündigung im Programmheft stellte von Anfang an klar: "Weitertun wie bisher ist keine Option." Eine These, die auch von Harald Mahrer vehement vertreten und vom Podium aus überzeugend dargelegt wurde: Harald Mahrer, Staatssekretär im Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft in Wien, referierte über die Marktchancen Österreichs und forderte Mut zu mehr Freiheit.

Mahrer, der eng mit österreichischen Startups und JungunternehmerInnen zusammenarbeitet, hält enge Kontakte zu den politischen Verantwortlichen und bereist die ganze Welt in Sachen Wirtschaftsentwicklung. Daher weiß er, wie es um die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs und die wirtschaftliche Entwicklung in Europa bestellt ist:

"Europa ist sehr schlecht aufgestellt. Österreich ist derzeit zwar noch vorne mit dabei, weil der Export gut läuft und es noch zahlreiche kreative und innovative Köpfe gibt. Im Innovationsrating hingegen fällt Österreich mehr und mehr zurück." Die Ursachen sieht er in falschen politischen Entscheidungen und nimmt sich kein Blatt vor den Mund: "In Österreich gibt es ein zu starres Korsett von Vorschriften und Normen, die den Spielraum für UnternehmerInnen einschränken. Daher verwundert es nicht, dass viele EuropäerInnen in China Startups gründen, da sie dort die besten Wachstumschancen vorfinden."

Im Osten geht die Sonne auf und zwar jeden Tag heller!

Mahrer zufolge holen bestimmte Länder auf. In Süd-Ost Asien gibt es kaum Regulierung. Vor allem China und Indien seien aufstrebende Länder, die sehr viel Geld in die Forschung stecken: "Das ergibt eine unfassbare Dynamik. Die schlechte Nachricht ist, dass wir in Europa zu langsam sind. Wir beschäftigen uns zu sehr mit uns selbst, wir regulieren uns zu Tode", warnt Mahrer. Ihm zufolge sei die unternehmerische Freiheit in Österreich und in der gesamten EU zu eingeschränkt. Dies könne man nur ändern, wenn die Zuständigen in Österreich und in der EU das Steuer dramatisch herumreißen würden. Dann könne Europa auch langfristig mit China und Indien mithalten.

Internet ist die größte Veränderung seit Erfindung des Buchdrucks

Das Medium Internet bietet neue Möglichkeiten, die es mehr und mehr zu nützen gilt. Wissen kann in einer einfachen Weise geteilt werden. Dies eröffne ganz neue Dimensionen für die Forschung: man kann auf bereits gemachte Studien zurückgreifen und die Daten in anderen Zusammenhängen neu verwerten. Auch das traditionelle Bild von produzierenden Unternehmen wird sich Mahrer zufolge verändern: "Produzierende Werkstätten wird es in Zukunft kaum noch geben. Das Bild der heutigen Marktführer hat nichts mehr mit dem traditionellen Verständnis von Unternehmen zu tun: es gibt heute Handelsunternehmen ganz ohne Inventar, Marktführer im Immobiliensektor ohne Immobilien..."

Für den Bankensektor hat das ebenfalls Auswirkungen und da ist auch der Raiffeisensektor gefordert. Der Weg in das neue Zeitalter führt über Bildung, Forschung und Entwicklung.

Einen großen Vorteil hat Österreich: die regionalen Netzwerke und das Vertrauen in regionale Kreisläufe. Hier müsse angesetzt werden um mit der Entwicklung mitzuhalten.

Bis zum Schluss bleibt klar: "Wenn wir so weitermachen wie bisher, kann man den heutigen Wohlstand nicht erhalten", gibt sich Mahrer überzeugt.

Generaldirektor Paul Gasser teilt die Ansichten Mahrers. Er ist von der Notwendigkeit eines Umdenkens überzeugt und meint: "Wir sind gut aufgestellt und bereit für innere und äußere Veränderungen. Die große Herausforderung ist sicherlich, all unsere MitarbeiterInnen in die zu erwartende Dynamik einzubinden und die Aus- und Weiterbildung zu fördern, um für die anstehenden Veränderungen fit zu bleiben."

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Finanzen
news-405 Mon, 25 Jan 2016 09:22:52 +0100 "Wer seine Hausaufgaben gemacht hat, der wird auch in schlechten Zeiten überleben" https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/branche/finanzen/finanzen/article/detail/wer-seine-hausaufgaben-gemacht-hat-der-wird-auch-in-schlechten-zeiten-ueberleben.html Martin von Malfèr, Volkswirt und Börsenspezialist für die Raiffeisen Geldorganisation in Bozen: im Interview zu den aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen für Südtirol. Wie schaffen Sie es, den Überblick über das derzeit turbulente makroökonomische Umfeld zu halten?

Es stimmt, die Komplexität der Finanzmärkte hat in den letzten Jahren enorm zugenommen. Entscheidungen, die in China getroffen werden, wirken sich heute direkt auf den Konsumenten, den Arbeitnehmer genauso wie auf die Unternehmen hier in Südtirol aus. Folglich reicht es auch nicht mehr aus, Entwicklungen in einem "kleinen" Nationalstaat wie Italien zu betrachten. Die Entwicklung in Südtirol ist sehr stark davon abhängig, was in den großen Wirtschaftsräumen außerhalb von Europa passiert.

Aus der Sicht der Genossenschaften: welche der gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen werden sich bereits im laufenden Jahr auswirken?

Eine der Entwicklungen ist die Rücknahme der generellen Prognosen für 2016. Internationale Organisationen wie die Weltbank und der internationalen Währungsfond waren zunächst davon ausgegangen, dass 2016 das Jahr der Industrienation sein werde. In den rohstoffimportierenden Nationen hätte, aufgrund der gesunkenen Rohstoffpreise, die Kaufkraft der Konsumenten zunehmen sollen. Das hätte zu einer Steuererleichterung führen können, die dann zu mehr Wachstum beigetragen hätte. Allerdings gibt es derzeit große Stolpersteine für die Weltwirtschaft. Einer davon ist die Erschwernis der Handelsrouten. De facto ist allein in Europa die Flüchtlingsproblematik, die ja zur Einführung von neuen Grenzkontrollen führt und dadurch den Güteraustausch erschwert, nicht von der Hand zu weisen. Und man kann sich vorstellen, was das für den Handel auch aus Südtiroler Sicht bedeutet.

Wie kann man sich als Südtiroler Unternehmer/In darauf vorbereiten?

2016 wird ein ziemlicher Paradigmenwechsel stattfinden. Viele Wahrheiten, die über Jahrzehnte unser Wirtschaftsgefüge bestimmt haben, könnten dieses Jahr auf den Prüfstand gestellt werden. Einer der Wahrheiten war, dass China ein riesiger Absatzmarkt für unsere Industrieprodukte wäre. China ist natürlich eine große Nation, die auch noch 2015 zu einem Drittel zum gesamten Weltwirtschaftswachstum beigetragen hat. Dieses Land hat allerdings in diesem Jahr wegen zahlreicher Problemen (Einbruch im Immobiliensektor, Anstieg der Streikbereitschaft seitens der Chinesischen Belegschaft, steigenden Firmenkonkurse) in den "Krisenmodus" umgestellt.

Damit ist dieser Wachstumsmotor, der in den letzten Jahren auch unseren Unternehmen sehr viel Geld eingebracht hat, ins Stottern gekommen. Hinzu kommen andere Weltgegenden, wie beispielsweise Japan, die auch direkten Einfluss nehmen auf unsere Finanzmärkte. Japan sitzt als Nation zwar noch auf enorme Geldreserven, hat allerdings eine Staatsverschuldung von 250 Prozent des Bruttoinlandproduktes und diese Staatsverschuldung beginnt, angesichts einer sinkenden Bevölkerung, weh zu tun. 43 Prozent der Steuereinnahmen Japans werden bereits jetzt für die Bedienung der Zinszahlungen für diese Schuld herangezogen. Dieses Land wird wahrscheinlich in Zukunft als Exportmarkt für uns unwahrscheinlich.

Wir haben somit China, das irgendwie stottert, wir haben Japan, das stottert. Wir haben Russland, das stottert. Dies wirkt sich auch auf die Touristenströme aus. Russland ist beispielsweise ein Land, das sehr stark von Erdöl- und Erdgasexporten abhängig war. Mit einem Erdölpreis von 28 Dollar riskiert Russland binnen kurzer Zeit den Konkurs. Damit drohen ganze Bevölkerungsschichten unter die Armutsgrenze abzurutschen, die vorher zum Mittelstand gehörten. Die können sich nie mehr vorstellen in Europa Urlaub zu machen. Diese Touristenströme fehlen dann einfach. Dies trifft auch unsere Genossenschaften, die nach Russland exportieren und exportiert haben. Aufgrund der mangelnden Kaufkraft des russischen Bürgers, werden die Genossenschaften auch nach Aufhebung des Handelsembargos kaum mehr Geschäfte mit den russischen Bürgern machen. 

Eine Krise beinhaltet immer auch eine Chance - welche Chance sehen sie für Südtirol als Standort und die Südtiroler Genossenschaften?

Das Bild, das sich generell für alle Wirtschaftsräume abzeichnet ist: die Zeiten werden relativ schwierig. Wir haben derzeit insgesamt 17 große Fragezeichen, die auf der Weltwirtschaft lasten. Sofern der politische Wille da ist, können sehr viele dieser Fragezeichen gelöst werden. Nur sehe ich derzeit auf politischer Ebene sehr wenig Bereitschaft zur Kooperation. Vielmehr versucht jedes Land sein eigenes Süppchen zu kochen. Das gilt besonders in Europa.

Was für Südtirol eine wesentliche Rolle spielt, ist die Frage ob uns in den nächsten Jahren eine Effizienzsteigerung gelingt. Wir haben natürlich große Wettbewerbsvorteile, die andere Regionen der Welt nicht haben. Dazu zählt das Know How, das wir in sehr vielen Teilbereichen der Industrie aufgebaut haben, den Investitionsschub, den wir im Tourismus erlebt haben oder auch die Organisation, die wir auf der Genossenschaftsebene generell haben. Abkoppeln von der Weltwirtschaft können wir uns nicht mehr.

Als Südtiroler bin ich allerdings schon guter Dinge, denn wer seine Hausaufgaben gemacht hat, der wird auch in schlechten Zeiten überleben, wer sie nicht gemacht hat, geht unter.

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Bezirke Finanzen