Kurznachrichten

Kurznachricht

30.03.2021

Verarbeitendes Gewerbe hofft auf Auslandsnachfrage

WIFO-Wirtschaftsbarometer Frühjahr 2021

Das Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe ist sehr heterogen, mit erheblichen Unterschieden zwischen den einzelnen Branchen. Besonders schwierig ist die Lage in der Nahrungsmittelproduktion und bei den Druckereien, während im Textil- und Bekleidungssektor die Einschätzungen der einzelnen Unternehmen unterschiedlich ausfallen. Eine optimistischere Stimmung ist in der Metallverarbeitung zu beobachten.

Für 2021 erwarten die Unternehmen weiterhin schwierige Rahmenbedingungen. Sie hoffen aber auf eine Erholung der Auslandsnachfrage, wie von den jüngsten Exportdaten teilweise bereits bestätigt. Dies geht aus dem Wirtschaftsbarometer des WIFO – Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen hervor. 
Obwohl das Verarbeitende Gewerbe während der zweiten Pandemiewelle keinen neuen Stillstand erlitten hat, ist das Geschäftsklima durch die Krise stark beeinträchtigt. Dreißig Prozent der UnternehmerInnen bewerten die Ertragslage im Jahr 2020 als schlecht. Siebzig Prozent berichten von einem Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr, vor allem auf dem Südtiroler und auf dem italienischen Markt. Die Exporte haben verhältnismäßig weniger abgenommen, denn die Verluste der ersten Corona-Welle im Frühling konnten in der zweiten Jahreshälfte Großteils wettgemacht werden. 2020 betrug der Gesamtwert der Südtiroler Exporte, ohne landwirtschaftliche Produkte, rund 4,3 Milliarden Euro und somit 5,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Die größten Exportverluste verzeichneten der Automotive-Bereich (-16,6 Prozent) und der Maschinenbau (-13,8 Prozent).


Das Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe ist sehr heterogen. Besonders schwierig ist die Lage in der Nahrungsmittelproduktion.

Die Erwartungen der Unternehmen für das Jahr 2021 sind verhalten, weil eine Verschlechterung der Rahmenbedingungen angenommen wird, insbesondere im Hinblick auf die Produktionskosten und die Zahlungsmoral der KundInnen. Die Unternehmen gehen zwar von einer Erholung der Exporte aus, die Inlandsnachfrage wird aber voraussichtlich schwach bleiben. Aus diesen Gründen rechnet ein Viertel der Unternehmen auch im laufenden Jahr mit einer unbefriedigenden Ertragslage. Die Investitionen sollten jedoch stabil bleiben.


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