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Porträt


Stefan Ties

Koordinator der Genossenschaft CCS Intersales

 

Die im Vorjahr (2017) gegründete Südtiroler Genossenschaft CCS Intersales hat ihren Sitz in Bozen, ihre Netzwerkpartner sind jedoch auf der ganzen Welt verstreut. Warum Südtiroler Unternehmen genau davon profitieren können.

Stefan Ties ist der Koordinator der neu gegründeten Genossenschaft CCS Intersales und gleichzeitig der erste Ansprechpartner für Südtiroler Unternehmen, wenn es um Geschäftsanbahnungen in andere Regionen Italiens und ins Ausland geht. Ausland meint in diesem Zusammenhang neben den DACH-Ländern (Wirtschaftsraum mit Deutsch als Standardsprache, also Deutschland, Österreich und die Schweiz) auch außereuropäische Länder wie Türkei, Vereinigte Arabische Emirate, Iran, Indien, China, Russland, Marokko, Australien, Nordamerika, Brasilien und weitere.

Obmann der Genossenschaft ist Mike Marseiler von der Firma Holztechnik Marseiler aus Schluderns. Zum Führungsteam zählt außerdem Gottlieb Meraner, Experte im Vertrieb von Klimahäusern in Italien und im Tessin.

Kontakt ins Ausland hat Ties schon seit seiner Jugend, als er als Backpacker in der ganzen Welt unterwegs war. Das schätzt er auch heute noch an seiner Arbeit, dennoch würde er seinen Wohnort Südtirol mit keinem Land auf der Erde tauschen: "Am ehesten könnte ich mir vorstellen in Australien zu leben, denn dort gibt es ein gesundes Wirtschaftswachstum und auch einen sehr hohen Lebensstandard", meint Ties, der erst von einem zweiwöchigen Geschäftsaufenthalt aus Australien und Neuseeland zurückgekehrt ist.

Ein weiteres wichtiges Ausgangsgeschäft der Genossenschaft CCS Interesales ist der gemeinschaftliche Vertrieb von Niedrigenergiehäusern "Made in Südtirol". Die Nachfrage an der Errichtung von Klimahäusern ist vor allem in Oberitalien und im Tessin so groß, dass derzeit weitere interessierte Firmen betreut werden können, die sich in diesem Sektor spezialisiert haben. Viele der derzeit 25 Mitglieder der Genossenschaft sind Südtiroler Handwerksbetriebe aus dem Bauzulieferungssektor, die Klimahäuser und Zubehör anbieten.

Nach der Besonderheit der Genossenschaft befragt, antwortet der Unternehmer: "Allen Mitgliedern gemeinsam ist die langjährige Berufserfahrung. In dem - mittlerweile fast die ganze Welt umspannenden Netzwerk - vereinen wir Expertenwissen für Vermarktung von Konsum- und Investitionsgüter, internationales Marketing, Steuerrecht, Rechtsberatung, Unternehmensgründung, Logistik und für die Abwicklung von Zollformalitäten und "Problem Solving - Kompetenzen", letzteres speziell in schwierigen Absatzmärkten wie Brasilien, Indien und Russland. Wir tauschen uns aus, geben Erfahrungen weiter und können auf diese Weise Synergien nutzen, die einem Einzelnen kaum zur Verfügung stehen."

Die meisten der im Ausland lebenden Netzwerkpartner kommen aus der Region: aus Südtirol, Trentino oder Venetien. Sie kennen daher die Mentalität der lokalen Unternehmer und die Wirtschaftssituation der Zielländer und sind mit der Kommunikationskultur und Lebensweise der jeweiligen Behörden und Partnerbetriebe vertraut. Ties: "Unternehmen, für die wir arbeiten, können sicher sein, dass sie bei der Ermittlung von potentiellen Kunden auf ein qualifiziertes und ergebnisorientiertes Beraterteam zurückgreifen können." Dies schafft Vertrauen, die Basis für eine erfolgreiche Geschäftsanbahnung.

Erschließung eines neuen Marktes

Die Erschließung eines neuen Marktes erfolgt nach einem wiederkehrenden Prinzip: zunächst werden alle in Frage-kommenden-Partnerbetriebe im neuen Zielland ausgeforscht und auf einer sogenannten Longlist angeführt. Die Liste wird dann konsequent abgearbeitet und übrig bleiben jene Betriebe, die ernsthaft an einer Zusammenarbeit interessiert sind. Nach einer ersten Anfrage, beginnen die konkreten Verhandlungen.

"Umgekehrt betreuen wir Betriebe aus Südtirol in allen Phasen der Geschäftsanbahnung von der Kontaktvermittlung am Anfang bis zur Markteinführung und der darauffolgenden Umsetzung der Marketingmaßnahmen (u.a. Einschulung der Mitarbeiter)", sagt Ties. Über die nötigen Sprachkenntnisse muss das Südtiroler Unternehmen allerdings selbst verfügen, das ist die Voraussetzung für einen erfolgreichen Austausch. Ties selbst spricht neben Deutsch und Italienisch auch Englisch und Spanisch.

Der Handel mit Produkten aus der Baubranche ist nur ein Bereich von vielen der CCS Intersales. Auch die Unterstützung beim Vertrieb von landwirtschaftlichen Produkten von Südtiroler Genossenschaften wie Äpfel und Mascarpone in Südamerika läuft gut an. Ties meint dazu abschließend: "Wenn das Produkt stimmt, finden wir auch den Markt - egal aus welcher Branche." "Denn", so der Experte: "Vertrieb und Marketing ist unsere Spezialität."

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