Bozen wird zum Treffpunkt für die Zukunft
Connecting BZ bringt Menschen zusammen, die sich für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung Südtirols interessieren. Das Festival will zeigen, welche Chancen Bozen als Wirtschafts- und Lebensraum bietet und wie die Stadt für kommende Generationen attraktiv bleiben kann.
Organisiert wird Connecting BZ von der Stadtgemeinde Bozen. Das Programm umfasst 25 Veranstaltungen mit über 100 Mitwirkenden. Vorträge, Diskussionsrunden, Workshops, Betriebsbesichtigungen und eine Jobmesse bieten Gelegenheit, sich zu informieren, mitzureden und Kontakte zu knüpfen. Dabei geht es um Themen wie Innovation, Nachhaltigkeit, neue Berufsbilder und die Veränderungen in der Arbeitswelt.
Mitgestaltet wird das Festival von den Südtiroler Wirtschaftsverbänden, der Freien Universität Bozen und den Genossenschaftsverbänden. Auch der Raiffeisenverband Südtirol beteiligt sich mit mehreren Programmpunkten. Gemeinsam mit seinen Mitgliedsgenossenschaften gibt er Einblicke in die genossenschaftliche Arbeitswelt und zeigt, welche beruflichen Möglichkeiten diese bietet.
Wie sieht die junge Generation die Arbeitswelt?
Am Freitag, 13. November, um 14 Uhr findet an der Freien Universität Bozen die Diskussionsveranstaltung „Unternehmen im Praxistest der jungen Generation“ statt. Studierende, Wirtschaftsvertreter und Fachleute beschäftigen sich mit der Frage, was junge Menschen heute von Unternehmen erwarten und wie sich die Arbeitswelt verändert.
Studierende präsentieren unter anderem die Ergebnisse des Workshops „Generation Signals“, in dem sie sich mit der Zukunft der Arbeit und der Attraktivität Bozens für junge Menschen auseinandergesetzt haben. Anschließend geht es um die Herausforderungen für Unternehmen, den Wandel auf dem Arbeitsmarkt und die Gewinnung junger Talente.
An der Diskussion beteiligt sich auch Christian Tanner, Generaldirektor des Raiffeisenverbandes Südtirol. Er bringt die Sichtweise der Genossenschaften ein. Mit dabei sind unter anderem Vertreter von Alpitronic und der Kammer der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater.
Hinter die Kulissen von Mila und Kellerei Bozen
Wie arbeiten Genossenschaften eigentlich? Und was passiert in den Betrieben, bevor ihre Produkte im Geschäft oder auf dem Tisch landen? Antworten darauf gibt es am Freitag, 13. November, bei zwei Betriebsbesichtigungen.
Der Raiffeisenverband und der Südtiroler Bauernbund laden Interessierte ein, die Genossenschaften Mila und Kellerei Bozen näher kennenzulernen. Die Führungen sind kostenlos.
Bei Mila können die Besucher den Weg der Milch von der Anlieferung bis zur Herstellung verschiedener Südtiroler Käsespezialitäten verfolgen. Sie erfahren, wie Frischmilch gelagert wird, und erhalten Einblicke in die wichtigsten Verarbeitungsschritte. Führungen finden um 10 Uhr auf Deutsch und um 14.30 Uhr auf Italienisch statt. Die deutschsprachige Führung ist auf 50 Personen begrenzt.
In der Kellerei Bozen dreht sich alles um die Weinproduktion. Bei einem Rundgang durch die modernen Kellereianlagen erfahren die Teilnehmer, wie aus den angelieferten Trauben hochwertige Weine entstehen. Die Führungen beginnen um 11 und um 14 Uhr, jeweils auf Deutsch und Italienisch. Pro Sprachgruppe und Termin können maximal 25 Personen teilnehmen.
Für beide Betriebsbesichtigungen ist eine Anmeldung erforderlich.
Berufschancen in der Genossenschaftswelt entdecken
Wer sich für einen neuen Arbeitsplatz interessiert, einen Berufseinstieg plant oder einfach wissen möchte, welche Möglichkeiten die Südtiroler Wirtschaft bietet, sollte sich Samstag, den 14. November, vormerken.
Bei der „Good Job Fair“ auf der Messe Bozen präsentieren sich Unternehmen und Organisationen mit ihren Berufsbildern und Arbeitsmöglichkeiten. Von 10 bis 16 Uhr können Besucher mit Arbeitgebern ins Gespräch kommen, verschiedene Tätigkeitsfelder kennenlernen und sich über aktuelle Entwicklungen am Arbeitsmarkt informieren.
Auch das Recruiting-Team des Raiffeisenverbandes ist im Bereich „Good Jobs“ vertreten. Es informiert über die vielfältigen Arbeitsmöglichkeiten beim Raiffeisenverband und in der Genossenschaftswelt. Wer sich für eine berufliche Zukunft in diesem Bereich interessiert, kann sich direkt vor Ort informieren und erste Kontakte knüpfen.
Frauen in der Wirtschaft: Chancen und Herausforderungen
Ein weiterer Programmpunkt widmet sich der Rolle der Frauen in der Wirtschaft. Unter dem Titel „Frauen in der Wirtschaft: Sie gestalten die Zukunft“ diskutieren Unternehmerinnen und Vertreterinnen verschiedener Organisationen darüber, wie Frauen im Berufsleben, in Führungspositionen und bei Unternehmensgründungen besser unterstützt werden können.
An der Gesprächsrunde am Samstag, 14. November, um 10.30 Uhr auf der Messe Bozen beteiligt sich auch Ursula Thaler, Gründerin und Direktorin der Sozialgenossenschaft Humanitas 24. Gemeinsam mit weiteren Unternehmerinnen spricht sie darüber, welche Bedeutung Netzwerke und Unterstützungsangebote haben und was sich ändern muss, damit Frauen ihre beruflichen Möglichkeiten besser nutzen können.
Weitere Veranstaltungen rund um die Genossenschaften
Auch die Genossenschaftsverbände Coopbund Alto Adige Südtirol und AGCI Alto Adige Südtirol beteiligen sich mit eigenen Veranstaltungen am Festival. Coopbund informiert am Freitagvormittag unter anderem über genossenschaftliches Wohnen, Gesundheitsangebote und Bürgergenossenschaften. AGCI lädt zu einer Diskussion über die Rolle der Genossenschaften in der Sozialwirtschaft und bei der Entwicklung des Landes ein. Damit bietet Connecting BZ auch über die Veranstaltungen des Raiffeisenverbandes hinaus Gelegenheit, unterschiedliche Bereiche des Genossenschaftswesens kennenzulernen.
Informieren, mitreden und dabei sein
Connecting BZ richtet sich an Studierende, Berufseinsteiger, Unternehmer und alle, die sich für die Zukunft der Südtiroler Wirtschaft interessieren. Wer Betriebe von innen kennenlernen, sich über Berufschancen informieren oder mit Fachleuten ins Gespräch kommen möchte, findet dazu vom 12. bis 14. November zahlreiche Gelegenheiten.
