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Erfahrungsaustausch mit polnischem IPS

Eine Fortbildungsreise nach Warschau bot Einblicke in die Arbeit des polnischen Sicherungssystems SOZ BPS. Dabei ging es auch um Erfahrungen, die für das Raiffeisen Südtirol IPS von Interesse sind.

Eine Fortbildungsreise führte Vertreter des Raiffeisenverbundes nach Warschau. Dort tauschten sich die Teilnehmer mit Vertretern des polnischen institutsbezogenen Sicherungssystems SOZ BPS aus. Im Mittelpunkt standen unter anderem, wie sich das polnische IPS in den vergangenen Jahren entwickelt hat, welche Schwierigkeiten es zu bewältigen gab und was sich daraus für das eigene Sicherungssystem lernen lässt.
In Polen bestehen zwei institutsbezogene Sicherungssysteme, die beide 2015 gegründet wurden: das IPS-SGB in Posen und das SOZ BPS in Warschau. 
Die Südtiroler Delegation traf sich mit Präsident Sławomir Czopur, den Vizepräsidenten Marian Gola und Rafał Makuszewski sowie Michał Wilk, Leiter der Abteilung Unterstützung und Restrukturierung.

Ähnliche Herausforderungen

Bei den Gesprächen ging es unter anderem um die Organisation und Überwachung der Sicherungssysteme, die frühzeitige Erkennung von Risiken und Maßnahmen bei Schwierigkeiten einzelner Mitgliedsbanken. Dabei zeigte sich, dass viele Herausforderungen unabhängig von der Größe eines IPS ähnlich sind. Die polnischen Vertreter berichteten über ihre Erfahrungen und über ihre Arbeit in der Praxis.
Beide Sicherungssysteme verfolgen dasselbe Ziel: Sie sollen die Stabilität ihrer Mitgliedsbanken sichern, ohne deren Eigenständigkeit einzuschränken.
Das Raiffeisen Südtirol IPS wurde im November 2020 als erstes institutsbezogenes Sicherungssystem Italiens von der Bankenaufsicht anerkannt. Es wahrt die Autonomie der Raiffeisenkassen und stärkt durch gegenseitige Unterstützung und einen gemeinsamen Sicherungsfonds deren Stabilität. Da es sich um das bislang einzige IPS in Italien handelt, ist der Erfahrungsaustausch mit Sicherungssystemen anderer europäischer Länder besonders wichtig.
Organisiert wurde die Fortbildungsreise vom Raiffeisenverband Südtirol. Daran nahmen die Obleute der 39 Südtiroler Raiffeisenkassen sowie Vertreter des Raiffeisenverbandes, der Raiffeisen Landesbank, der Raiffeisen Südtirol IPS Genossenschaft und der RIS KonsGmbH teil.