Erneut für Geschlechtergleichstellung zertifiziert

Der Raiffeisenverband Südtirol ist erneut nach der italienischen Referenznorm UNI/PdR 125:2022 für Geschlechtergleichstellung zertifiziert worden. Bereits 2023 gehörte er zu den ersten Organisationen Südtirols, die den damals neu eingeführten Standard erfüllten. Nun wurde dieser im Rahmen eines unabhängigen Audits für weitere drei Jahre bis 2029 bestätigt. Damit unterstreicht der Verband seinen Anspruch, Chancengleichheit dauerhaft und nach überprüfbaren Kriterien zu leben.

Die für den Raiffeisenverband freiwillige Zertifizierung geht deutlich über gesetzliche Anforderungen hinaus. Im Mittelpunkt steht ein Managementsystem, das kontinuierlich weiterentwickelt und regelmäßig von unabhängiger Seite überprüft wird. Die jüngste Auditierung erfolgte durch die akkreditierte Zertifizierungsstelle DASA Rägister S.p.A. „Die erneute Zertifizierung ist für uns Anerkennung und Auftrag zugleich. Sie zeigt, dass wir unsere Verantwortung als Arbeitgeber ernst nehmen und gleichzeitig bereit sind, uns kontinuierlich weiterzuentwickeln“, betont Generaldirektor Christian Tanner.

Die Referenznorm UNI/PdR 125:2022 wurde erst 2022 eingeführt und definiert einen umfassenden Rahmen zur Förderung der Geschlechtergleichstellung in Unternehmen und Organisationen. Bewertet werden unter anderem Unternehmenskultur, Führung, Personalprozesse, Chancengleichheit bei Karriere und Entwicklung, Entlohnung sowie die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Grundlage der Bewertung sind objektive Kennzahlen sowie qualitative Kriterien.

Für den Raiffeisenverband bedeutet dies, dass regelmäßig überprüft wird, ob Chancengleichheit auch im Arbeitsalltag gelebt wird. Analysiert werden unter anderem Recruiting- und Beförderungsprozesse, Gehaltsstrukturen, Weiterbildungsmöglichkeiten, interne Mobilität sowie Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Ebenso flossen die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung im Frühjahr sowie Maßnahmen zur Prävention von Diskriminierung in die Bewertung ein.

„Gleichstellung lässt sich nicht allein an Absichtserklärungen messen. Entscheidend sind transparente Prozesse, nachvollziehbare Entscheidungen und überprüfbare Ergebnisse. Genau diesen Anspruch verfolgt die Zertifizierung“, erklärt Petra Öhler in ihrer Verantwortung für die Personalentwicklung. Im Audit besonders positiv bewertet wurden die hohe Beteiligung an der Mitarbeiterbefragung sowie die konsequente Ausrichtung des Verbandes an messbaren Kennzahlen. Zudem weist der Raiffeisenverband keinen geschlechtsspezifischen Unterschied bei der Grundentlohnung auf. Und: „Der Frauenanteil in Führungspositionen ist in den vergangenen 3 Jahren gestiegen“, freut sich Luisa Nena, Bereichsleiterin für Personal und Arbeitsrecht

Bereits 2023 hatte der Raiffeisenverband neben der Zertifizierung zur Geschlechtergleichstellung auch das Audit familieundberuf erfolgreich abgeschlossen. Beide Managementsysteme ergänzen sich und verfolgen das gemeinsame Ziel, den Verband als modernen, verantwortungsbewussten und attraktiven Arbeitgeber kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Mit 214 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zählt der Raiffeisenverband zu den größten Arbeitgebern im genossenschaftlichen Umfeld Südtirols. Die erfolgreiche Rezertifizierung unterstreicht den Anspruch, qualifizierten Fachkräften ein Arbeitsumfeld zu bieten, das auf Fairness, Transparenz, Entwicklungsmöglichkeiten und gegenseitigem Respekt basiert.

„Gut ausgebildete Fachkräfte erwarten heute mehr als einen sicheren Arbeitsplatz. Sie möchten in einem Umfeld arbeiten, das Entwicklungsmöglichkeiten bietet, Leistung anerkennt und Menschen unabhängig von Geschlecht oder Lebenssituation die gleichen Chancen eröffnet. Daran arbeiten wir kontinuierlich – und die erneute Bestätigung unseres Managementsystems zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Generaldirektor Christian Tanner.