Raiffeisenverband
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Raiffeisen-Jungbergbauernpreis für Familie Tröger vom Aigenhof

Im Rahmen der 56. Mitgliederversammlung der Südtiroler Bauernjugend im Bozner Waltherhaus wurde der Raiffeisen-Jungbergbauernpreis 2026 verliehen. Die mit 11.000 Euro dotierte Auszeichnung ging an Alexandra Tröger und ihre Familie vom Aigenhof am Schlanderser Nördersberg. Der Preis wird seit vielen Jahren von den Südtiroler Raiffeisenkassen gestiftet und würdigt junge Bergbauernfamilien, die ihre Höfe mit Einsatz, Innovationsgeist und Verantwortung für die Gemeinschaft führen.

Vorbild für die Berglandwirtschaft

Ganz im Zeichen des Mottos „Wurzeln stärken, Heimat leben“ stand die 56. Mitgliederversammlung der Südtiroler Bauernjugend am 8. März im Waltherhaus in Bozen. Ein besonderer Höhepunkt war die Vergabe des Raiffeisen-Jungbergbauernpreises.

Ausgezeichnet wurde Alexandra Tröger mit ihrer Familie vom Aigenhof am Schlanderser Nördersberg. Die Familie bewirtschaftet ihren Hof mit großem Engagement, generationenübergreifendem Zusammenhalt und viel Herzblut. In der Laudatio würdigte Alois Karl Alber, 1. Obmannstellvertreter des Raiffeisenverbandes, die Preisträger als Vorbild für eine vielseitig geführte Berglandwirtschaft. Mit ihrem Einsatz schaffe die Familie eine starke Grundlage für die Zukunft ihres Hofes und der bäuerlichen Landwirtschaft in Südtirol.

Der Raiffeisen-Jungbergbauernpreis hat eine lange Tradition. Bereits 1979 wurde er von der Südtiroler Bauernjugend ins Leben gerufen, um die Leistungen junger Bergbauernfamilien zu würdigen. Seit 1980 wird die Auszeichnung von den Südtiroler Raiffeisenkassen gestiftet. „Berglandwirtschaft ist weit mehr als ein Beruf“, betonte Alber in seiner Ansprache. Sie sei Arbeit mit Herz und Händen, mit viel Einsatz und Ausdauer – und zugleich eine wichtige Grundlage für den gepflegten Lebensraum und das Landschaftsbild Südtirols.

Gerade deshalb verdiene es großen Respekt, wenn junge Menschen bereit seien, ihre Höfe weiterzuführen und weiterzuentwickeln. „Der Preis soll zeigen: Wir sehen eure Arbeit. Und wir schätzen sie“, sagte Alber bei der Übergabe.

Gemeinschaft und Verantwortung

Die Mitgliederversammlung stellte Gemeinschaft, Verantwortung und bäuerliche Zukunft in den Mittelpunkt. Landesobmann Raffael Peer betonte in seiner Ansprache die Bedeutung von Heimat und Zusammenhalt. Er verwies zugleich auf die wachsenden Herausforderungen für die Landwirtschaft, etwa durch komplizierte Regelungen oder politische Entscheidungen auf europäischer Ebene. Umso wichtiger sei es, dass junge Menschen bereit seien, Verantwortung zu übernehmen und die Höfe ihrer Familien weiterzuführen. Auch Landesleiterin Viktoria Kössler griff das Motto der Versammlung auf und unterstrich die Bedeutung der bäuerlichen Jugend für das Dorfleben und die Pflege von Traditionen. Gleichzeitig müsse es gelingen, jungen Menschen Perspektiven in der Landwirtschaft zu bieten – mit Gestaltungsspielraum, finanzieller Sicherheit und weniger Bürokratie.

Zu den Ehrengästen der Versammlung zählten unter anderem EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann und Landwirtschafts-Landesrat Luis Walcher. Dorfmann betonte die Bedeutung einer Agrarpolitik, die stärker kleine und benachteiligte Betriebe unterstütze. Walcher hob hervor, dass technologische Entwicklungen zwar vieles erleichtern könnten, die bäuerliche Arbeit jedoch weiterhin unersetzlich bleibe: Am Ende brauche es bäuerliche Familien, die Landwirtschaft betreiben und damit die Bevölkerung versorgen.

Neben dem Raiffeisen-Jungbergbauernpreis wurden im Rahmen der Versammlung auch weitere Initiativen und Projekte gewürdigt sowie langjährige Funktionäre der Bauernjugend für ihr Engagement ausgezeichnet. Damit setzte die Veranstaltung ein starkes Zeichen für die Zukunft der Berglandwirtschaft und für das Engagement junger Menschen im ländlichen Raum.