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Raiffeisenverband
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"Nah.dran.ge(h)n: Hanspeter Staffler im Podcast

Vom Wildbachverbauer und Zivilschutzchef über die Landesverwaltung und die Politik bis an die Spitze des Ökoinstituts Südtirol: Hanspeter Staffler hat in seinem Berufsleben viele Perspektiven kennengelernt. Im Podcast nah.dran.ge(h)n spricht der neue Präsident der Ökoinstitut Südtirol-Alto Adige Genossenschaft über prägende Krisenerfahrungen, den Schutz der Biodiversität, den Dialog mit der Landwirtschaft und die Chancen des Genossenschaftswesens.

Hanspeter Staffler ist aktuell Geschäftsführer im  Dachverband für Natur- und Umweltschutz und hat eine Reihe weiterer Funktionen in verschiedenen Institutionen inne. Wenn er heute auf seinen bisherigen beruflichen Werdegang zurückblickt, nennt er neben der Landesverwaltung vor allem seine Jahre bei der Wildbach- und Lawinenverbauung sowie im Zivilschutz als besonders prägend. Naturkatastrophen und das Zugunglück im Vinschgau hätten ihn gelehrt, auch in Ausnahmesituationen Ruhe zu bewahren und den Überblick zu behalten. Gerade diese Erfahrungen hätten seinen Blick auf Verantwortung und Gemeinwohl nachhaltig geprägt.

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Seine Zeit als Landtagsabgeordneter im Südtiroler Landtag beschreibt Staffler hingegen als echten Perspektivenwechsel. Als ehemaliger Spitzenbeamter musste er erleben, wie sich die Wahrnehmung durch den Wechsel in die Politik grundlegend veränderte. Dennoch blieb sein zentrales Anliegen unverändert: der Einsatz für Natur-, Umwelt- und Klimaschutz.

Ökologie braucht Dialog und konkrete Lösungen

Als neuer Präsident des Ökoinstituts, das als Genossenschaft auch Mitglied im Raiffeisenverband ist, möchte Staffler den erfolgreichen Weg der Genossenschaft fortsetzen. Für ihn geht es heute weniger darum, neue Erkenntnisse zu gewinnen – vielmehr müsse vorhandenes Wissen konsequent umgesetzt werden. Das Ökoinstitut begleite Gemeinden, Unternehmen und Privatpersonen dabei, den CO₂-Ausstoß zu reduzieren, Energie effizient einzusetzen, die Biodiversität zu fördern und vieles mehr.

Auch beim Thema Landwirtschaft plädierte Staffler immer für einen offenen Dialog. Seine Kritik am Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel sei stets sachlich begründet gewesen. Gleichzeitig betont er den Respekt vor den Bäuerinnen und Bauern, die selbst unter den Herausforderungen des Klimawandels und steigenden Anforderungen stünden. Langfristig brauche es eine gemeinsame Vision für eine nachhaltige Entwicklung Südtirols.

Großes Potenzial sieht Staffler außerdem im Genossenschaftswesen. Neben den erfolgreichen großen Genossenschaften wünscht er sich künftig noch mehr Bürgergenossenschaften, die regionale Wirtschaftskreisläufe stärken und Vertrauen zwischen Produzenten und Konsumenten schaffen. Für ihn bleiben Solidarität, regionale Verantwortung und gemeinsames Handeln wesentliche Bausteine für eine nachhaltige Zukunft. 

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