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Wein
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Kellerei Tramin: neues Produktionsgebäude

Die Kellerei Tramin vollendet ihr architektonisches und funktionales Gesamtkonzept: Ende Juli wurde die neue Produktionsgebäude der Kellerei Tramin eröffnet. Sie markiert eine der wichtigsten Investitionen in der 128-jährigen Geschichte der Genossenschaftskellerei.

Mit der Neugestaltung der Kellerei Tramin im Jahr 2010 nach den Plänen des Architekten Werner Tscholl entstand ein architektonisches Wahrzeichen. Der Bereich der Traubenannahme und Weinverarbeitung blieb damals jedoch unverändert, wodurch ein deutlicher Kontrast zwischen der repräsentativen Architektur der Kellerei und den funktional geprägten Bereichen der Verarbeitung bestehen blieb. Die nun ebenfalls von Werner Tscholl geplante Erweiterung schließt diese Lücke und vollendet das architektonische und funktionale Gesamtkonzept, schreibt die Kellerei in einer Pressemitteilung.

Mit der Erweiterung wurden die Voraussetzungen geschaffen, um den hohen Qualitätsanspruch in der Weinproduktion langfristig zu sichern. Die neuen Kapazitäten und die auf die Produktionsabläufe abgestimmte Architektur ermöglichen eine rasche, flexible und besonders schonende Verarbeitung der Trauben – selbst dann, wenn Witterungseinflüsse eine gleichzeitige Lese vieler Parzellen erfordern.

Dadurch kann jede Lage und jede Rebsorte zum optimalen Zeitpunkt verarbeitet und individuell vinifiziert werden. Das bewahrt den Charakter und die Aromen der Trauben und ermöglicht es, das Potenzial jedes Jahrgangs präzise herauszuarbeiten. Der Mehrwert dieser Investition zeigt sich letztlich im Wein selbst: in einer konstant hohen Qualität und in Weinen, die den Charakter ihrer Herkunft noch präziser zum Ausdruck bringen – und damit ein noch authentischeres Geschmackserlebnis bieten.

Der überwiegende Teil des Neubaus wurde auf zwei unterirdischen Geschossen errichtet und nutzt weitgehend bereits versiegelte Flächen. Dadurch konnte der Eingriff in die Landschaft auf ein Minimum reduziert und gleichzeitig die Rückseite der Kellerei architektonisch aufgewertet werden. Im Zuge der Erweiterung wurde auch die bestehende Photovoltaikanlage deutlich ausgebaut. Damit können künftig rund zwei Drittel des Eigenstrombedarfs der Kellerei gedeckt werden.

Prägendes Gestaltungselement ist die neue Halle mit ihrer Hülle aus unterschiedlich grünem Profilglas. Sie verleiht dem Baukörper eine leichte, transparente Erscheinung, fügt ihn harmonisch in die Weinlandschaft ein und verbirgt zugleich die funktionalen Bereiche der Produktion. Ergänzend wurden die unterirdischen Gebäudeteile angeschüttet und mit Reben bepflanzt, wodurch das Bauvolumen zusätzlich in die Landschaft eingebunden wird.

Mit der Erweiterung präsentiert sich die Kellerei Tramin heute als gestalterisch und funktional geschlossenes Ensemble, in dem Architektur, auf die Weinbereitung abgestimmte Infrastruktur und der respektvolle Umgang mit der Kulturlandschaft zu einer stimmigen Einheit verschmelzen. 

Die 1898 gegründete Genossenschaft zählt rund 160 Mitgliedsfamilien vorwiegend aus den Gemeinden Tramin, Montan, Neumarkt und Auer. International genießt die Kellerei einen hervorragenden Ruf für elegante Weine mit einer unverwechselbaren aromatischen Handschrift. 

 

Bildbeschreibung:Die neue Produktionshalle schafft die Voraussetzungen für eine noch schonendere, flexiblere und präzisere Verarbeitung der Trauben – die Grundlage für höchste Weinqualität

Bildbeschreibung:Rund 500 Mitglieder, Mitarbeitende und Ehrengäste verfolgten die Segnung des neuen Gebäudes durch Pfarrer Matthias Wünsche