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Kunst für die Seele: Förderpreis der Raiffeisen Landesbank

Am 10. September präsentierte die Raiffeisen Landesbank Südtirol (RLB) die Förderpreisträger*in 2025 Mischa Sanders & Philipp Putzer und ihre Arbeit Ohne Titel. Im Rahmen des Förderpreises entwickelten Sanders und Putzer eine Skulptur, die von der historischen Rohrpost der Bank inspiriert ist. Zudem stellte der Kunstbeirat die Neuzugänge 2026 der Raiffeisen Kunstsammlung und die Arbeit, die als Motiv der Weihnachtskarte der Bank dienen wird, vor.

Mit der Sammlung für Junge Kunst der Raiffeisen Landesbank Südtirol werden seit 2011 Süd-, Ost- und Nordtiroler Künstlerinnen und Künstler gefördert. Seit diesem Jahr werden auch Arbeiten von Kunstschaffenden des Trentino in die Sammlung aufgenommen. Und was die Sammlung besonders macht: die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Raiffeisen Landesbank können inmitten der Kunstwerke arbeiten, werden sie doch im gesamten Hauptgebäude ausgestellt.

Ziel ist es, lokale Künstlerinnen und Künstler zu fördern, ihnen Sichtbarkeit zu geben und eine hochwertige Sammlung zeitgenössischer Werke aufzubauen. 

„Mit den Neuankäufen 2026 setzen wir einen weiteren wichtigen Schritt: Erstmals erweitern wir unseren Blick auf das Trentino und damit auf die gesamte Euregio. Diese Erweiterung bereichert unsere Sammlung und unterstreicht den kulturellen Austausch in dieser geografischen Region“, sagt Generaldirektor Simon Ladurner.

Im Jahr 2025 vergaben die Kunstbeirät*innen Lisa Trockner, Brigitte Matthias und Günther Dankl zum dreizehnten Mal den Förderpreis der Kunstsammlung der Raiffeisen Landesbank Südtirol. Die Auszeichnung ging an das Künstlerduo Mischa Sanders und Philipp Putzer, das im Rahmen des Preises ein Kunstwerk für die Raiffeisen Landesbank Südtirol realisierte. Die Skulptur Ohne Titel wurde bei der Eröffnung der Ausstellung im SKB Artes des Südtiroler Künstlerbundes vorgestellt. 

„Es freut mich besonders, dass Mischa Sanders und Philipp Putzer mit dem Förderpreis ausgezeichnet wurden. Ich verfolge ihre Arbeit schon länger und schätze die Konsequenz, mit der sie sich zwischen Skulptur, Design und Architektur bewegen und dabei immer wieder neue Verbindungen zwischen Material, Ort und Geschichte herstellen. Auch mit der Arbeit für die Raiffeisen Landesbank ist es ihnen gelungen, sich auf die Geschichte des Hauses einzulassen, ohne sie einfach abzubilden“, erklärt Lisa Trockner, Kunstbeirätin der Raiffeisen Kunstsammlung.

Die für die Raiffeisen Landesbank Südtirol entwickelte Skulptur von Mischa Sanders und Philipp Putzer verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Inspiriert von der historischen Rohrpost der Bank erinnert ihre Form an eine Kapsel, die Zeichnungen architektonischer Details des Bankgebäudes bewahrt. Das Werk greift zentrale Themen wie Erinnerung, Zeit und Werterhalt auf und verweist damit auch auf die Aufgabe einer Bank, Werte langfristig zu sichern und sich gleichzeitig aktiv innovativ weiterzuentwickeln, um auch in Zukunft bestehen zu können. Gefertigt wurde die Skulptur in traditioneller Sandgusstechnik im Senegal. Die Verbindung von zeitgenössischem Design und selten gewordenem Handwerk verleiht dem Werk eine besondere Ausdruckskraft.

Das Künstlerduo Sanders & Putzer besteht aus Mischa Sanders (Niederlande) und Philipp Putzer (Innsbruck). Nach ihrem Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden und internationalen Arbeitsaufenthalten in Afrika und Frankreich wurden sie 2024 zu Meisterschülern der HfBK Dresden ernannt. In ihren gemeinsamen Arbeiten verbinden sie Skulptur, Installation und Architektur. Sie leben und arbeiten zwischen Besançon und Brixen.

In seinem einleitenden Statement betont Landesrat Philipp Achammer: „Junge Künstlerinnen und Künstler brauchen Chancen, um ihre Arbeit weiterzuentwickeln und sichtbar zu machen. Genau das ermöglicht eine verlässliche Kulturförderung. Sie ist mehr als die Unterstützung einzelner Projekte: Initiativen wie die Raiffeisen Kunstsammlung eröffnen Perspektiven, stärken die zeitgenössische Kunst in Südtirol und fördern zugleich den kulturellen Austausch über die Landesgrenzen hinaus.“

Der Kunstbeirat stellte bei diesem Anlass zudem die Neuzugänge Sammlung 2026 vor. Insgesamt wurden dreizehn Werke von neun Künstlerinnen und Künstlern angekauft. Die Arbeiten stammen von Leonhard Angerer, Carmen Brucic, Sara Di Nasso, Mirjam Falkensteiner, Fabian Feichter, Markus Gasser, Angelo Dimitri Morandini, Judith Neunhäuserer und Anuschka Prossliner.

„Als Kunstbeirat hat es uns heuer besonders gefreut, dass die Raiffeisen Landesbank mit dem Wunsch an uns herangetreten ist, im Sinne des Euregio-Gedankens den Sammlungsradius zu erweitern und so haben wir einen Künstler aus dem Trentino, genauer gesagt aus Caldonazzo, für die Neuankäufe vorgeschlagen“, kommentiert Brigitte Matthias.

Günther Dankl sagt dazu: „Wie bereits in den vorangegangenen Jahren wurde bei der Wahl der Neuzugänge auch diesmal Wert darauf gelegt, auch Werke von Künstlerinnen und Künstlern vorzuschlagen, die noch am Beginn ihres künstlerischen Schaffens stehen. Darüber hinaus war es ein Anliegen, auch diesmal ein breites Spektrum an Positionen des aktuellen Kunstgeschehens abzudecken.“

Seit 2012 wird auch die Gestaltung der Weihnachtskarte der Raiffeisen Landesbank Südtirol als Auftrag an lokale Künstlerinnen und Künstler vergeben. 2026 erhielt Josef Rainer diesen Auftrag, der nun sein Weihnachtsmotiv Hirten und Schafe zuerst… präsentierte.

Die von Peter Daldos, Geschäftsführer von Spherea 3D, gestaltete virtuelle Galerie wurde bereits mit den Neuzugängen des Jahres 2026 ergänzt. Damit sind nun alle ausgestellten Arbeiten auf der Website der Raiffeisen Landesbank Südtirol auch virtuell zugänglich und können jederzeit online besichtigt werden.

Die Ausstellung der Raiffeisen Kunstsammlung im SKB Artes ist von Dienstag bis Freitag von 11:00 bis 17:00 Uhr und am Samstag von 11:00 bis 14:00 Uhr bis zum 24. Oktober zu sehen. Anschließend können die neu angekauften Werke in der Schalterhalle der Raiffeisen Landesbank in der Laurinstraße in Bozen besichtigt werden.

Im Rahmen der Eröffnung wurde der Name der Förderpreisträgerin 2026 bekannt gegeben: Die Künstlerin Clara Mayer wird ein Kunstwerk für die Bank gestalten.