Zum diesjährigen Presseempfang begrüßte Verbandsobmann Herbert Von Leon die anwesenden Medienschaffenden zum im besonderen Ambiente des Glashauses im Parkhotel Laurin. Dabei stellte er den Zusammenhang zwischen Landwirtschaft, Gemeinschaft und persönlicher Verantwortung in den Mittelpunkt: Ein langes und gesundes Leben sei in zweifacher Hinsicht von großer Bedeutung: „Zum einen ist Gesundheit eine persönliche Aufgabe, die jeden Menschen betrifft. Zum anderen steht sie im Zentrum der täglichen Arbeit unserer Mitgliedsgenossenschaften“, betonte er mit Blick auf die Raiffeisengenossenschaften aus dem landwirtschaftlichen Bereich. Diese Betriebe sorgen Tag für Tag dafür, dass hochwertiges Obst, Gemüse und Milch erzeugt werden – als Grundlage für eine bewusste und gesunde Ernährung.
Gleichzeitig unterstrich er die Rolle des Presseempfangs als Plattform für Austausch und Dialog. In einer Zeit wachsender Unsicherheit komme unabhängigen Medien eine besondere Bedeutung zu: „Sie schaffen Orientierung und Vertrauen. Dafür möchten wir heute ausdrücklich danken.“
Referentin Nina Ruge machte gleich zu Beginn ihres Vortrages klar: „Langlebigkeit ist kein Luxus, sondern eine Haltung.“ Gesundes Altern beginne bereits ab dem 25. Lebensjahr – lange bevor erste altersbedingte Beschwerden auftreten. Entscheidend sei die Bereitschaft zur Eigenverantwortung: „Wer Verantwortung für seine Gesundheit übernimmt, gewinnt Lebenszeit – und Lebensqualität.“
Ruge versteht Longevity nicht als Streben nach ewiger Jugend, sondern als Bestreben, möglichst lange gesund zu bleiben. „Bei Longevity geht es nicht um die Frage: Wie können wir immer älter werden? Sondern vielmehr: Wie altern wir gesünder?“ Für die Bestseller-Autorin gehe es nicht nur um eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung, sondern um die Balance zwischen Aktivität und Regeneration, um ein vertieftes Verständnis für die biologischen Prozesse im Körper und um die Umsetzung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse in den Alltag. Dabei grenzte sie sich klar von unseriösen Heilsversprechen ab und plädierte für eine konsequent wissenschaftsbasierte Präventionsmedizin.
Im Zentrum ihres Vortrags standen die „Big Five“ der gesunden Langlebigkeit:
- Bewegung,
- Ernährung,
- Schlaf,
- mentale Gesundheit und
- präventive Diagnostik.
Eine genetische Analyse könne helfen, individuelle Risikofaktoren – etwa für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs – frühzeitig zu erkennen und gezielt vorzubeugen. Dennoch liege der wichtigste Hebel für ein gesundes Altern im Lebensstil.
Nach dem Vortrag von Nina Ruge meinte abschließend Generaldirektor Christian Tanner: „Wenn wir über Langlebigkeit sprechen, geht es nicht nur um medizinische Erkenntnisse oder individuelle Lebensführung. Es geht auch um die Frage, wie wir als Gesellschaft Rahmenbedingungen schaffen, damit ein langes Leben auch ein gutes Leben bleibt. Der heutige Abend hat dazu viele spannende Denkanstöße geliefert.“
Moderiert wurde der Abend von Vicky Rabensteiner, Leiterin der Stabsstelle Kommunikation im Raiffeisenverband. Der Presseempfang klang bei einem Flying-Buffet, angeregten Gesprächen und den musikalischen Klängen von DJ Raffaele Virgadaula entspannt aus.



