Die steigenden Temperaturen und die zunehmende Zahl von Hitzewellen stellen auch die Südtiroler Obstgenossenschaften vor neue Herausforderungen. Um die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich zu schützen, unterzeichnen der Generaldirektor des Raiffeisenverbandes Südtirol, Christian Tanner – in Vertretung der Verhandlungsdelegation für die VOG, die VI.P, den Fruchtverband und alle Unternehmen, die in den Anwendungsbereich der Vereinbarung fallen und Thomas Ferrazin (Vertreter Gewerkschaft: ASGB), Anita Perkmann & Harald Egger (Vertreter Gewerkschaft: FLAI AGB/CGIL), Stefan Federer & Alexander Pancheri (Vertreter Gewerkschaft: FAI SGB/CISL) und Devid Olivotto (Vertreter Gewerkschaft: U.I.L.A. Regionale del Trentino Alto Adige Südtirol) ein gemeinsames Protokoll zum Umgang mit Arbeiten bei großer Hitze.
Mit diesem Übereinkommen schaffen die Sozialpartner einen einheitlichen Handlungsrahmen für die Mitgliedsgenossenschaften.
Ziel ist es, hitzebedingte Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und geeignete Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten zu ergreifen. „Die klimatischen Veränderungen bringen neue Herausforderungen für die Arbeitswelt mit sich. Dieses Phänomen gilt es zu erfassen, zu bewerten und mit geeigneten Maßnahmen darauf zu reagieren. Die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat für unsere Obstgenossenschaften höchste Priorität“, betont Christian Tanner, Generaldirektor des Raiffeisenverbandes Südtirol.
Das Protokoll sieht vor, dass die Genossenschaften ihre Arbeitsbedingungen regelmäßig überprüfen und – abhängig von den jeweiligen Gegebenheiten vor Ort:
- geeignete organisatorische und technische Maßnahmen umsetzen, wie beispielsweise ausreichende Trinkwasserversorgung,
- Hinweise zur ausreichenden Flüssigkeitsaufnahme und zu Verhaltensmaßnahmen bei Hitze,
- Sensibilisierung der Vorgesetzten hinsichtlich hitzebedingter Beschwerden und
- unverzügliches Eingreifen bei ersten Anzeichen hitzebedingter gesundheitlicher Probleme.
Da sich die baulichen Voraussetzungen und Arbeitsabläufe von Genossenschaft zu Genossenschaft unterscheiden, müssen die Lösungen den jeweiligen betrieblichen Gegebenheiten angepasst werden.
Mit der Vereinbarung bekräftigen Raiffeisenverband und Gewerkschaften ihren gemeinsamen Willen, den künftigen klimatischen Herausforderungen verantwortungsvoll zu begegnen und den Schutz der Beschäftigten weiter zu stärken.
Die Unterzeichnung des Protokolls fand diese Woche am Sitz des Raiffeisenverbandes Südtirol in Bozen im Beisein der Vertreterinnen und Vertreter der Gewerkschaften statt.
