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​​​​​​​Raiffeisenverband bestellt zahlreiche Gremien neu

Der Verwaltungsrat des Raiffeisenverbandes hat bei seiner Sitzung Mitte Juli mehrere Gremien neu bestellt. Als Gremien neu eingerichtet wurden der Koordinierungsrat des Raiffeisen IPS Verbundes und der Koordinierungsausschuss Energie. Zudem hat der Verwaltungsrat die Ergebnisse zweier zukunftsträchtiger Projekte gutgeheißen.

Bei der Vollversammlung des Raiffeisenverbandes vergangenen Juni im Kurhaus von Meran wurden der Verwaltungs- und Aufsichtsrat neu gewählt. Die Neuwahlen zogen die Neubestellung mehrerer Gremien nach sich, zumal deren Besetzung an die dreijährige Amtsperiode des Verwaltungsrates geknüpft ist.

Im Rahmen der Sitzung beschloss der Verwaltungsrat die Besetzung des Koordinierungsausschusses der landwirtschaftlichen Genossenschaften. Neu im Gremium ist der Obmann der Kellerei Bozen, Michl Bradlwarter, der im Juni neu in den Verwaltungsrat des Raiffeisenverbandes gewählt wurde. Ebenso beschloss der Verwaltungsrat die Besetzung des Koordinierungsausschusses der Sozialgenossenschaften, wobei Maria Theresia Noflatscher, Obfrau der Sozialgenossenschaft Efeu, neu in das Gremien aufgenommen wurde. Für beide Gremien genehmigte der Verwaltungsrat leichte Änderungen im Reglement.

Bei der Sitzung neu konstituiert wurde der Koordinierungsausschuss Energie. Der Raiffeisenverband hat das neue Gremium eingerichtet, um die Anliegen und Interessen der Energiegenossenschaften verstärkt zu koordinieren und zu vertreten, betonte Verbandsobmann Herbert Von Leon. Dem neuen Gremium gehören Luigi Pardeller, Lukas Gitzl und Konrad Videsott als Vertreter der E-Werkgenossenschaften, Albin Gross und Elmar Koch als Vertreter der Fernwärmegenossenschaften und Christoph Matzneller als Vertreter der Biogas-Genossenschaften sowie eine Reihe von Rechtsmitgliedern an. Bei der Sitzung wurde das Reglement des neuen Koordinierungsausschusses genehmigt.

Genehmigt hat der Verwaltungsrat auch die Neubestellung des im Raiffeisenverband angesiedelten Arbeitskreises Frauen in der Führung von Genossenschaften, dessen Amtsdauer auch an jene des Verwaltungsrates gebunden ist. Gleichzeitig wurde Paulina Schwarz als Vorsitzende des Arbeitskreises bestätigt. Zudem beschloss der Verwaltungsrat auf Vorschlag von Paulina Schwarz, dass der Raiffeisenverband als unterstützendes Mitglied dem Verein iDEE beitreten soll. Der beim Zentralverband der Raiffeisenkassen Italiens Federcasse angesiedelte Verein fördert die Präsenz von Frauen im Management der italienischen Kreditgenossenschaften.

Im Rahmen der Sitzung hieß der Verwaltungsrat das Konzept zur Führung des Giebelzeichens als Genossenschaftsmarke gut. Die Weichen für die Erarbeitung einer Strategie für die Genossenschaftsmarke „Giebelzeichen“ wurden bereits im Umsetzungsprojekt #losgehts@RVS für das strategische Zukunftsbild des Raiffeisenverbandes gesetzt. In der Folge beauftragte der Raiffeisenverband das Hamburger Beratungsunternehmen Brandmeyer Markenberatung mit der Konzeption einer Markenstrategie für die Genossenschaftsmarke „Giebelzeichen“. Bei der Sitzung erläuterte Peter Pirck (Brandmeyer Markenberatung) das entsprechende Konzept. Er betonte das große Potential, das in der Marke Raiffeisen und in der Nutzung des Giebelzeichens als Genossenschaftsmarke liegt. Ziel sei es, die Marke Raiffeisen, die vornehmlich mit den Raiffeisenkassen verknüpft wird, über die Nutzung des Giebelzeichens als Bildmarke in den Mitgliedsgenossenschaften verstärkt mit dem gesamten Spektrum der Raiffeisen Genossenschaften in den Köpfen der Menschen zu verankern. Bisher sei das Giebelzeichen nicht als Genossenschaftsmarke geführt worden, obwohl gerade im Verbund genossenschaftlich organisierter Unternehmen gut geführte Marken einen wichtigen Treiber in der Kommunikation von Werten und Prinzipien darstellten, sagte Andreas Mair am Tinkhof, Leiter des Bereich Schutz & Förderung des Genossenschaftswesens.

Gut geheißen hat der Verwaltungsrat in seiner Sitzung schließlich die Ergebnisse zum Projekt „Zukunftsbild der Raiffeisenkassen“ Unter dem Projektnamen „Gemeinsam die Zukunft gestalten – die Weiterentwicklung der Raiffeisenkassen“ wurde in den vergangenen Monaten ein attraktives, differenziertes Zukunftsbild für die Raiffeisenkassen, gemeinsam mit den Verbundpartnern, erarbeitet. Im Anfang Juli stattgefundenen Plenum der Raiffeisenkassen wurde das entsprechende Dokument „Weiterentwicklung der Raiffeisenkassen ‚Zukunftsbild‘ Regelwerk für die Governance der Vereinigung der Raiffeisenkassen“ einstimmig gutgeheißen. Dabei genehmigten die Raiffeisenkassen als Projektergebnisse das Markenbild, die Instanzen der Governance und den Masterplan. Mit dem Zukunftsbild soll die Leistungsfähigkeit der Raiffeisenkassen weiter gestärkt werden. Bei der Sitzung des Verwaltungsrates wurden die erarbeiteten Ergebnisse aufgezeigt und gutgeheißen.

In diesem Zusammenhang hat der Verwaltungsrat bei seiner Sitzung den neuen Koordinierungsrat des Raiffeisen IPS Verbundes eingerichtet und dessen Reglement genehmigt. Das neue Gremium ist im Regelwerk für die Governance der Vereinigung der Raiffeisenkassen vorgesehen. Der neue Koordinierungsrat, dessen Mitglieder in den nächsten Wochen ernannt werden, wird den bisherigen Koordinierungsausschuss der Raiffeisen Geldorganisation ersetzen.