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Die Generation Z und ihr Blick auf Genossenschaften

Wie steht die Generation Z zu Genossenschaften? Wieso gründen noch zu wenige von ihnen? Im Jänner präsentierten Studierende der Freien Universität Bozen auf Einladung des Kompetenzzentrums zum Management von Genossenschaften, wie die jüngere Generation mit Blick auf das Genossenschaftswesen tickt.

Sind Genossenschaften nicht jung genug in ihrer Ausrichtung und Ansprache junger Menschen? Gehen Veränderungen noch zu langsam voran und muss die Generation Z auf anderen, jugendlicheren Kanälen erreicht werden? Im vom Dozenten Giacomo Buzzao gehaltenen Kurs „Project Design and Management“ an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften befassten sich Studierenden mit der Attraktivität einer Tätigkeit in den Genossenschaften. Die Ergebnisse basieren auf 13 vertiefenden Interviews sowie einer standardisierten Befragung von 97 Personen. In der Umfrage wurde unter anderem geäußert: „Ich empfinde Genossenschaften als etwas weniger attraktiv, da sie recht traditionell und wenig flexibel wirken … Die Struktur erscheint mir etwas altmodisch.“

Die Studierenden im Masterprogramm der unibz attestieren den Genossenschaften generell eine zu wenig moderne Kommunikation, und befanden: „Es würde helfen, junge Menschen stärker direkt einzubinden und Genossenschaften in organisatorischer und kommunikativer Hinsicht moderner zu gestalten.“

Was hingegen für eine Tätigkeit in den Genossenschaften spricht, ist der Wertekatalog, den die Befragten formulierten: So unterstrichen 92% der befragten Frauen, dass ihnen persönliche Erfüllung in der Berufswahl als wichtigster Aspekt erscheint (gegenüber 67% der befragten Männer), gefolgt von der Work-life-balance (88%) und der Jobsicherheit (84%). Bei den Männern stand die finanzielle Vergütung mit 83% als wichtigstes Kriterium im Fokus, dem folgen gleichermaßen persönliche Erfüllung in Berufswahl und Jobsicherheit mit jeweils 67%.

Generell spielen für die Generation Z das Arbeitsumfeld und die Jobsicherheit eine tragende Rolle, das absolute Fundament einer jeden Genossenschaft. Hinzu kommen Karrieremöglichkeiten und eben auch der Aspekt der finanziellen Vergütung. Die Studierenden entwarfen unter anderem moderne Werbeanzeigen, wie man Genossenschaften verjüngt ansprechen könnte.

Die Studie war ein Semesterprojekt der Studierenden im Master „Public Policy and Innovative Governance“ an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der unibz. Die Ergebnisse zeigen erste Tendenzen zu den behandelten Fragestellungen auf, die im Rahmen der weiteren Forschungssarbeit des Zentrums vertieft werden sollen. Die vom Lehrbeauftragten Giacomo Buzzao begleitete Studie trug den Titel: „Wie kann der genossenschaftliche Sektor für die neuen Generationen attraktiv gemacht werden?“ Für Rückfragen und weitere Informationen zur Studie steht Dr. Giacomo Buzzao (giacomo.buzzao(at)unibz.it) zur Verfügung.

Das Design der gezeigten Plakate stammt von Lea Surya Ubben in Zusammenarbeit mit Franka Schemken und Anne Kiefer. 

Hier geht's zum Kompetenzzentrum: Kompetenzzentrum für das Management von Genossenschaften / Freie Universität Bozen