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Karl Leitner (Direktor der Raiffeisenkasse Eisacktal), Matthäus Kircher (Geschäftsführer oew), Michaela Summerer (Direktorin ad interim ÖBPB), Markus Frei (Koordinierungsteam RepairCafe), Helene Trippacher (Pflegedienstleiterin und Vizedirektorin ad interim ÖBPB), Hansjörg Bergmeister (Präsident ÖBPB), Stadträtin Paula Bacher, Luianta Frei und Heidi Troi (TPZ), Greti Dariz (Vizepräsidentin der Vinzenzkonferenz), Magdalena Troi (TPZ), Richard Peer (Präsident der Vinzenzkonferenz) und Karin Obergasser (Vizeobfrau der Raiffeisenkasse Eisacktal)

Werte mit Herz: Das sind die Gewinner

Im Rahmen der Aktion "Werte mit Herz" prämierte die Raiffeisenkasse Eisacktal bereits zum vierten Mal originelle und gemeinnützige Projekte. Der Hauptpreis ging an den ÖBPB "Zum Heiligen Geist" für das Tagespflegeheim für Menschen mit Demenz.

Karl Leitner (Direktor der Raiffeisenkasse Eisacktal), Matthäus Kircher (Geschäftsführer oew), Michaela Summerer (Direktorin ad interim ÖBPB), Markus Frei (Koordinierungsteam RepairCafe), Helene Trippacher (Pflegedienstleiterin und Vizedirektorin ad interim ÖBPB), Hansjörg Bergmeister (Präsident ÖBPB), Stadträtin Paula Bacher, Luianta Frei und Heidi Troi (TPZ), Greti Dariz (Vizepräsidentin der Vinzenzkonferenz), Magdalena Troi (TPZ), Richard Peer (Präsident der Vinzenzkonferenz) und Karin Obergasser (Vizeobfrau der Raiffeisenkasse Eisacktal)

Karl Leitner, Direktor der Raiffeisenkasse Eisacktal, und Obmannstellvertreterin Karin Obergasser begrüßten die Anwesenden am 23. Mai im Brixner Raiffeisensaal und freuten sich über den erfolgreichen Verlauf der Aktion. Eine Jury kürte neben dem Träger des „Raiffeisen Förderpreises für das Lebenswerk“ drei originelle Siegerprojekte, die sich daraufhin dem abschließenden Voting durch die Raiffeisen-Mitglieder stellten. Rund 282 Mitglieder nahmen am Online-Voting teil und entschieden damit über die Verteilung der 11.000 Euro. 

Die Gewinner

Den ersten, mit 5.000 Euro dotierten Platz belegte das Projekt „Tagespflegeheim für Menschen, die von Demenz betroffen sind“ des Öffentlichen Betriebes für Pflege- und Betreuungsdienste (ÖBPB) "Zum Heiligen Geist".

Bei diesem Projekt bietet ein multiprofessionelles Team Menschen mit Demenz ein individuelles Begleitungs- und Betreuungsangebot in einem Umfeld, das es ihnen ermöglicht, ihre Persönlichkeit in Würde leben zu können. Neben der medizinischen Grundversorgung werden Angebote zur Tagesstrukturierung, Mahlzeiten sowie verschiedene Ruhemöglichkeiten bereitgestellt.

Reparieren statt wegschmeißen

3.500 Euro erhielt das zweitplatzierte „RepairCafe - Reparieren statt wegschmeißen“ der oew - Organisation für Eine solidarische Welt. Ein kaputter Stuhl, ein zersprungener Handybildschirm, ein Loch im Pulli? Seit 2017 helfen helfen Expert*innen den Besucher*innen des RepairCafes an jedem zweiten Donnerstag im Monat dabei, kaputte Gegenstände zu reparieren. Nach einem gemeinsamen Lernprozess können zukünftige Reparaturen selbstständig durchgeführt werden.

Auf dem dritten Platz landete das Projekt „Internationales Kindertheaterfestival Hollawind“ des Theaterpädagogischen Zentrums Brixen (TPZ), das damit 2.500 Euro nach Hause holen konnte. Bei Hollawind treffen sich Kindertheaterensembles aus der ganzen Welt mit den Theatergruppen aus dem Theaterpädagogischen Zentrum Brixen, zeigen sich gegenseitig ihre Stücke  und treten auch abseits der Bühne über kulturelle Unterschiede und sprachliche Hürden hinweg miteinander in Austausch. So werden Unsicherheiten, Vorurteile und Ängste abgebaut. 

5.000 Euro für das Lebenswerk für die Brixner Vinzenz-Konferenz St. Michael

Der direkt von der Jury verliehene „Raiffeisen Förderpreis für das Lebenswerk“ ging diesmal an die Brixner Vinzenz-Konferenz St. Michael. Der Verein setzt sich seit 1886 für Bedürftige, Alleinstehende, Kranke, Obdachlose ein. Heute führt die Brixner Vinzenz-Konferenz unter anderem eine Kleiderkammer, leistet einen wöchentlichen Beratungsdienst und versorgt mit einer Lebensmittel-Bank wöchentlich zwischen 50 - 60 Familien mit Nahrungsmitteln. Auch der Besuch von kranken, alleinstehenden alten Menschen ist den Vereinsmitgliedern wichtig. Seit 1901 führt der Verein zudem das "Dienstbotenheim" in der Trattengasse in Brixen,  in dem Menschen mit einer kleinen Rente eine günstige Unterkunft bekommen.

Michaela Summerer und Helene Trippacher vom ÖBPB "Zum Heiligen Geist" im Interview

Was ist das Besondere am Tagespflegeheim für Demenzkranke?

Michaela Summerer: "Wir haben sehr viele Anfragen von den Angehörigen der Demenzkranken erhalten. Sie alle haben das Bedürfnis nach Entlastung. Daher hat unser Tagespflegeheim lange Öffnungszeiten: Wir sind sieben Tage die Woche  von 8.00 Uhr bis 19.00 Uhr für die Betroffenen da."

Helene Trippacher: "Außerdem verfügen wir über spezialisiertes und erfahrenes Personal."

 

Woher nehmt ihr die Motivation für Eure soziale Arbeit?

Helene Trippacher: "Die Heilung von Demenz ist nicht möglich. Aber wenn sich die Betroffenen wohlfühlen, dann schreitet die Krankheit nicht so schnell voran. Wenn wir Menschen unterstützen können, dann gibt uns das einen großen Motivationsschub. Die Arbeit mit Demenzkranken darf man nicht bloß als Belastung sehen. Es ist auch eine Bereicherung. Die Freude am Menschen motiviert uns."

Michaela Summerer: "Man sieht, dass es den Demenzkranken bei uns gut geht. Sie erleben im Laufe des Tages Glücksmomente, so rückt die Krankheit etwas in den Hintergrund. Das motiviert natürlich."

 

Was ist für die Zukunft geplant? 

Michaela Summerer: "Die Anzahl der Demenzkranken wird weiter steigen. Deshalb kann es durchaus sein, dass wir die Zahl der Plätze im Tagespflegeheim erhöhen. Wir können uns auch ein Tagespflegeheim für psychisch Kranke sowie eine offene Tages-Betreuungsstelle für Senioren vorstellen. Außerdem ist die Beratung für Angehörige von Demenzkranken oder von psychisch Erkrankten ein wichtiges Zukunftsfeld."

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