Raiffeisen Nachrichten http://www.raiffeisen-nachrichten.it de_DE Raiffeisenverband Südtirol Wed, 24 Apr 2019 16:39:20 +0200 Wed, 24 Apr 2019 16:39:20 +0200 Raiffeisenverband Südtirol news-1265 Thu, 18 Apr 2019 14:45:33 +0200 Volkshochschule Südtirol verzeichnet 2018 Höchststand an Kursangeboten http://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/aktuell/aktuell/article/detail/volkshochschule-suedtirol-verzeichnet-2018-hoechststand-an-kursangeboten.html Rückblick auf Zahlen, Daten und Projekte 2018 und Ausblick auf 2019 bot die diesjährige Vollversammlung der Volkshochschule Südtirol (VHS). Mit 20.609 durchgeführten Stunden an Weiterbildung verzeichnet die VHS den bisherigen Höchststand an Angeboten. 18 hauptamtliche Mitarbeiterinnen, 88 Ehrenamtliche in 24 Ortsstellen und über 600 Referenten gestalten jährlich das umfangreiche Angebot der VHS in den Bereichen Kultur und Gesellschaft, Sprachen, Beruf, EDV und Multimedia, Gesundheit und Bewegung sowie Hobby und Freizeit.

Der Rückblick auf 2018 zeigt, dass das durchgeführte Weiterbildungsangebot der VHS noch nie so umfangreich war. „Insbesondere die Angebote in den Themenbereichen Gesundheit, Sprachen und Beruf erfreuen sich seit Jahren einer stetigen Zunahme. Betrachtet man die Durchführungsstatistik nach Veranstaltungsort, verzeichnen wir Steigerungen vor allem in Bozen, Pustertal, Kaltern und Sterzing“, berichtet Direktorin Barbara Pixner.

Inhaltlich ist insbesondere im Bereich der beruflichen Weiterbildung ein Qualitätssprung gelungen. Es werden vermehrt Lehrgänge angeboten, die Einzelpersonen aber auch Betriebe in Südtirol in ihrer Weiterentwicklung unterstützen. So wurde 2018 u. a. erstmals der Zertifikatslehrgang Human Ressource Management durchgeführt. Mit „VHS Business – Weiterbildung für Unternehmen“ geht die VHS zudem direkt auf Unternehmen zu und gestaltet maßgeschneiderte Weiterbildungsangebote abgestimmt auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter.

Das sind die Ziele für 2019

2019 hat sich die VHS weitere Ziele gesetzt, um Vielfalt und Qualität in den Weiterbildungsangeboten, im Zusammenspiel von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern und im Service für die Teilnehmer zu steigern. So werden die Seminarräume im Hauptsitz in Bozen renoviert und aufgewertet, die digitale Vernetzung mit den Ortsstellen zur besseren Kursabwicklung vorangebracht und das Angebot an Reisen und Tagesfahrten weiter ausgebaut.

Paul Gasser, Generaldirektor des Raiffeisenverbandes und Hauptsponsor, betonte die gesellschaftspolitische Bedeutung der Volkshochschule in Südtirol. Stefan Fischnaller, geschäftsführender Obmann der Vorarlberger Volkshochschulen, lobte Südtirols Landesverwaltung, welche durch ihre Subventionspolitik die Bedeutung der Weiterbildung erkannt habe.

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Bozen und Umgebung Kultur
news-1264 Thu, 18 Apr 2019 14:37:42 +0200 Familienurlaub im Wandel http://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/aktuell/aktuell/article/detail/familienurlaub-im-wandel.html Storytelling, Micro-Influencer und ein Gast, der unverfälschte Erlebnisse sucht: Die Familienhotels Südtirol stehen vor spannenden Herausforderungen. Die Familienhotels Südtirol hielten bei ihrer Vollversammlung im Brandnamic Campus einen Rück- und Ausblick über den Familienurlaub im Wandel. Das abgelaufene Geschäftsjahr bezeichnete der neue Obmann Wolfgang Holzner als ein sehr erfolgreiches. Das Profil der Kooperationsgruppe wurde deutlich geschärft, die Bekanntheit auf den Hauptmärkten Süddeutschland, Österreich, der Schweiz und Norditalien wesentlich erhöht.

„Seit 2018 lenken Alois Kronbichler von Kohl & Partner und Michael Oberhofer von Brandnamic die Geschicke der Kooperationsgruppe. Damit haben wir Experten im Bereich Kommunikation und Tourismus an unserer Seite. Dank dieser Experten konnten wir bei so wichtigen Themen wie den Google AdWords- und Newsletter-Kampagnen sowie in der Social-Media-Arbeit und Suchmaschinenoptimierung sehr gute Ergebnisse erzielen“, so Holzner.

 

Deutliches Plus

Die Familienfreundlichkeit, ein Alleinstellungsmerkmal der Kooperationsgruppe, wurde 2018 nach innen wie nach außen besser kommuniziert. „Dank gezielter PR- und Werbekampagnen konnten wir den PR-Wert in deutschen und italienischen Print- und Onlinemedien deutlich steigern. Wir haben 24 individuelle Pressereisen organisiert. Allein die 41 Veröffentlichungen in deutschen Printmedien erreichten einen PR-Wert von 1,6 Millionen Euro“, meinte Evi Valentin von den Familienhotels Südtirol.

 

Ausblick 2019

Vorgestellt wurden bei der Vollversammlung auch die strategisch-operativen Schritte für die Zukunft. Denn die Reisebranche befindet sich im Wandel. Urlauber verreisen immer öfter, dafür immer kürzer. Sie suchen das Echte und Unverfälschte, verlangen nach alternativen, ruhigeren Urlaubszielen abseits vom Overtourism. „Hier können wir absolut punkten, wir müssen diese Stärke aber auch richtig kommunizieren“, meinte Geschäftsführer Alois Kronbichler vom Tourismus-Consulting-Unternehmen Kohl & Partner.

 

Social Media im Wandel

Das Jahr 2018 hat gezeigt, wie schnell sich im Bereich Social Media Trends verschieben können. „So ist innerhalb eines Jahres das Vertrauen in Influencer gesunken, dafür gewinnen sogenannte Micro-Influencer an Bedeutung und die Meinung echter Freunde zählt wieder mehr. Außerdem geht es nicht mehr nur um die Anzahl von Likes und Followers. Was zählt, ist hochwertiger Content. Darauf müssen wir reagieren – etwa indem wir gute Geschichten erzählen“, so Michael Oberhofer.

 

Erfolgreiches Storytelling

„Wer es schafft in den sozialen Netzwerken gute Geschichten zu erzählen, erweckt das Interesse und erzeugt Emotionen. Die Geschichten werden weitererzählt und in den Social Media geteilt“, so Daniela Aichner von den Familienhotels Südtirol. Deshalb wird die Kooperationsgruppe in Zukunft vermehrt mit Stories kommunizieren: kreativ, multimedial, persönlich, authentisch. Geschichten, die nicht nur bei den Eltern gut ankommen, sondern auch und vor allem bei den Kindern.

„Die Zeiten sind vorbei, als die Eltern einfach entschieden haben, wohin die nächste Urlaubsreise geht. Kinder reden maßgeblich mit und beeinflussen die Entscheidung ihrer Eltern ganz wesentlich“, davon zeigte sich Ursula Weixlbaumer-Norz überzeugt. Die Geschäftsführerin von kids & fun consulting hielt bei der Vollversammlung einen anregenden Impulsvortrag zum Thema „Kinder an der Macht“. 
  
 

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Eisacktal/Wipptal Sonstige
news-1263 Thu, 18 Apr 2019 10:52:25 +0200 Südtirols Innovationsstrategie ist wenig bekannt http://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/aktuell/aktuell/article/detail/suedtirols-innovationsstrategie-ist-wenig-bekannt-1.html Das Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen hat kürzlich aufgezeigt, dass sich die Innovationsleistung von Südtirols Wirtschaft durchaus mit jener Tirols und des Trentino messen kann. Doch bei der Strategie gibt es noch Informationslücken, schreibt das WIFO in einer Aussendung. In einer kürzlich erschienenen Studie hat das WIFO den Innovationsgrad der drei Euregio-Länder miteinander verglichen. Trotz geringer Ausgaben für Forschung und Entwicklung schneidet Südtirol in allen Innovationsleistungen im europäischen Vergleich gut ab. Um die rein quantitativen Daten der vorangegangenen Studie zu ergänzen, hat das WIFO Interviews mit 32 Stakeholdern aus öffentlichen Einrichtungen, der Forschung sowie Unternehmen und Wirtschaftsverbänden geführt. Die aussagekräftigsten Kommentare und Meinungen dieser Stakeholder sind in dem Bericht „Innovation in Südtirol ist…“ zusammengefasst.

Innovation in Südtirol ist…facettenreich: Der Begriff „Innovation“ nimmt je nach Sektor und Tätigkeitsbereich ganz unterschiedliche Bedeutungen an. Insofern überrascht es auch nicht, dass das Innovationsbewusstsein unterschiedlich ausgeprägt ist: So schätzen die Vertreter/innen von öffentlichen Einrichtungen Südtirol als eher innovativ ein, wohingegen die Forscher/innen und Unternehmer/innen der Meinung sind, dass das bestehende Potenzial bislang nicht voll genutzt wird. Große Hoffnungen werden dabei in den NOI Techpark und seiner Wirkung auf das Innovationsbewusstsein der Bevölkerung gelegt.  

Innovation in Südtirol ist…auch Tradition: Innovationen entstehen keinesfalls nur im technologischen Bereich. Den Südtiroler/innen sind ihre Traditionen wichtig und sollen deshalb bewahrt werden. Der Gedanke, dass Südtirols Stärken in der Landwirtschaft, dem Tourismus und dem Handwerk auf der einen Seite und Innovation auf der anderen Seite einen Kontrast darstellen und gar widersprüchlich sind, muss überwunden werden, so die befragten Stakeholder.

Informationslücke bei der Strategie 

Die Innovationsstrategie in Südtirol ist…nicht allen bekannt: Die Innovationsausrichtung Südtirols wird u.a. durch das Landesgesetz Nr. 14/2006 zu Innovation und Forschung und durch die RIS 3 Strategie festgelegt. Die RIS 3 Strategie wird von der EU-Kommission für den Erhalt von Fördergeldern vorausgesetzt und definiert Südtirols Stärkefelder. Aus den Interviews geht hervor, dass hier nicht alle an einem Strang ziehen: Während die öffentlichen Einrichtungen sehr gut über das mehrjährige Landesprogramm und die Fördermaßnahmen informiert sind, sind diese bei den Unternehmen und Forschungseinrichtungen weniger bekannt. Dies führt zu Unsicherheiten und hemmt die Innovationskraft des Landes, sind sich die Stakeholder einig.

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Bozen und Umgebung Sonstige
news-1258 Tue, 16 Apr 2019 15:01:00 +0200 Herbert Dorfmann: „Weniger Auflagen für die kleinen Banken“ http://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/aktuell/aktuell/article/detail/herbert-dorfmann-weniger-auflagen-fuer-die-kleinen-banken.html Das Europaparlament hat heute mit großer Mehrheit ein neues Bankenreformpaket verabschiedet. Damit werden kleine und mittlere Kreditinstitute wie die Genossenschaftsbanken künftig von bürokratischen Auflagen vermehrt entlastet, sagt EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann im Interview mit Raiffeisen Nachrichten. Herr Dorfmann, die EU hat seit der Banken- und Staatschuldenkrise vor zehn Jahren strenge Regulierungspakete geschnürt, um den Banken- und Finanzsektor zu stabilisieren. Lässt man jetzt die Zügel etwas lockerer?

Herbert Dorfmann: Der Sektor ist sicher stabiler geworden und grundsätzlich ist es gelungen, das Risiko in den Banken zu reduzieren. Man darf nicht vergessen, dass der Bankensektor in Europa von 2008 bis 2013 in starken Turbulenzen war. Die von den USA übergeschwappte Bankenkrise hat gezeigt, zu welchen Verwerfungen es kommen kann. Die strengen Regulierungsmaßnahmen waren eine Antwort darauf, um den Sektor zu stabilisieren und die Wirtschaft gegen Krisen abzusichern.

Die Regulierungen belasten die Banken natürlich finanziell – aber vor allem die vielen kleinen Banken in der EU, die an Krise, mit einigen Ausnahmen, eigentlich nichts dafür können, sondern das waren einige große Player.

Und das wird jetzt wieder ein bisschen „gut“ gemacht?

Herbert Dorfmann: Bei dem verabschiedeten Bankenpaket handelt es sich um ein großes Reformpaket, das die Eurozone gegen künftige Finanzkrisen noch widerstandsfähiger machen soll. Unter anderen werden die Eigenkapitalvorschriften für Banken nachgeschärft, damit die Finanzinstitute im Krisenfall die Verluste auch selber auffangen können. Die neuen Anforderungen an die Banken sollen die Risiken im Finanzsystem verringern.

Gleichzeitig wurde aber auch sichergestellt, dass die Banken eine aktive Rolle bei der Finanzierung von Investitionen und Wachstum in der Realwirtschaft spielen können. Mit dem Bankenpaket wurden auch erste Schritte für einen nachhaltigeren Finanzsektor gesetzt, das heißt, die Banken müssen künftig vermehrt auf die Nachhaltigkeit von Finanzierungen achten, Umweltaspekte und soziale Fragen mit bewerten. Für uns ist natürlich die Regelung für die kleinen und mittleren Banken besonders interessant, die einen wichtigen Teil dieses Paketes darstellt.

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Verbandsnachricht Bozen und Umgebung Finanzen