Raiffeisen Nachrichten http://www.raiffeisen-nachrichten.it de_DE Raiffeisenverband Südtirol Wed, 23 Oct 2019 17:04:42 +0200 Wed, 23 Oct 2019 17:04:42 +0200 Raiffeisenverband Südtirol news-1448 Mon, 21 Oct 2019 09:13:26 +0200 Assimoco wird Benefit-Gesellschaft https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/aktuell/aktuell/article/detail/assimoco-wird-benefit-gesellschaft.html Als erste Versicherungsgesellschaft Italiens wird sich der genossenschaftliche Versicherer Assimoco in eine Benefit-Gesellschaft ausrichten. Was das genau ist, darüber informierte Mitte Oktober eine Tagung im Raiffeisenhaus. Erst im Vorjahr hatte die Assimoco AG als erste Versicherungsgesellschaft in Italien die „B Corporation-Zertifizierung“ erhalten. Damit ist sie – ebenso wie seit kurzem auch der Raiffeisen Versicherungsdienst – eines von über 80 Unternehmen in Italien, die freiwillig zahlreiche Standards hinsichtlich Transparenz, Verantwortung und Nachhaltigkeit erfüllen.

Seit langem arbeitet die Assimoco AG bereits am nächsten Schritt, um die genossenschaftliche Versicherungsgesellschaft als Benefit-Gesellschaft („società benefit“) auszurichten. Dabei handelt es sich um eine in die italienische Rechtsordnung neu eingeführte Möglichkeit, eine Gesellschaft in der Form auszurichten, dass sie sich in der Ausübung der unternehmerischen Tätigkeit dem Grundsatz unterwirft, auch zum Wohle der Allgemeinheit und der Umwelt zu wirtschaften.

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Bozen und Umgebung Finanzen
news-1444 Wed, 16 Oct 2019 14:54:32 +0200 1. Südtiroler Ernährungspreis geht an Bioland Verband Südtirol https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/aktuell/aktuell/article/detail/1-suedtiroler-ernaehrungspreis-geht-an-bioland-verband-suedtirol.html Am Welternährungstag (16. Oktober) fand in Meran ein, vom Südtiroler Ernährungsrat und der Kampagne MahlZeit, organisierter Aktionstag statt, zum Thema des diesjährigen Welternährungstages „Our Actions are our Future”. Prämiert wurden Organisationen und Initiativen, die sich um das Südtiroler Ernährungssystem besonders verdient machen. Anlässlich des "Welternähungstages" am 16. Oktober wurde heuer in Meran zum ersten Mal der „Südtiroler Ernährungspreis“ vergeben. „Der Preis zeichnet Organisationen, Initiativen oder Personen aus, welche sich um das Südtiroler Ernährungssystem besonders verdient gemacht und einen Beitrag zu dessen Weiterentwicklung und Zukunftsfähigkeit geleistet haben“, beschreibt Silke Raffeiner, Sprecherin des Ernährungsrates, die inhaltliche Ausrichtung des Preises. Der erste Südtiroler Ernährungspreis 2019 geht an Bioland Südtirol. „Damit würdigt der Südtiroler Ernährungsrat die besonderen Leistungen von Bioland Südtirol und seiner Mitglieder im Bereich der nachhaltigen Lebensmittelproduktion und für den Erhalt der ländlichen Umwelt seit der Gründung des Verbandes im Jahr 1991“, begründet Sprecher Christian Fischer die Entscheidung des Ernährungsrates.

Die Auszeichnung des Ernährungsrates nahmen Bioland Geschäftsführer Reinhard Verdorfer und Obmann Toni Riegler entgegen. Für Bioland Südtirol, so Obmann Riegler, sei dies eine sehr schöne Auszeichnung: „Wir freuen uns sehr, dass unsere Arbeit und Weiterentwicklung auch von anderen gesehen und wertgeschätzt wird. Das ist unser erster Preis aus der Zivilgesellschaft für Bioland Südtirol überhaupt, und darum besonders wertvoll.“

Sowohl in der FOS „Marie Curie“ als auch im Frauenmuseum Meran fanden verschiedene Veranstaltungen für Schulklassen, Fachleute und Interessierte statt. Dabei wurde auch der Südtiroler Ernährungsrat vorgestellt. Der Südtiroler Ernährungspreis soll in Zukunft jährlich als öffentliche Auszeichnung durch den Südtiroler Ernährungsrat vergeben werden.

Der Ernährungsrat setzt sich seit seiner Gründung vor exakt zwei Jahren, am Welternährungstag 2017, dafür ein, das Südtiroler Ernährungssystem zukunftsfähiger zu gestalten. Derzeit arbeitet der Ernährungsrat, gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern, an konkreten Initiativen auf dem Gebiet der Gemeinschaftsverpflegung und zur „Wiederbelebung“ der Hülsenfrüchte als wertvollem Bestandteil der Ernährung in Südtirol.

>> Weitere Informationen über den Südtiroler Ernährungsrat und die Kampagne MahlZeit online

 

 

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Sonstige
news-1443 Tue, 15 Oct 2019 16:09:55 +0200 Eltern und Familien im Fokus: 1. Familienforum der Südtiroler Raiffeisenkassen https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/aktuell/aktuell/article/detail/eltern-und-familien-im-fokus-1-familienforum-der-suedtiroler-raiffeisenkassen.html Anlässlich des 1. landesweiten Familienforums, geht es vom 7. - 20. Oktober in allen Raiffeisenkassen Südtirols um das Thema Familie. Die Raiffeisenkasse Bruneck hat dies vergangenen Donnerstag zum Anlass genommen, um ihr neues Beratungskonzept vorzustellen: Die Raiffeisen Elternberatung. Dass jede Lebensphase ihre spezifische Beratung erfordert, gehört schon lange zum Grundverständnis der Raiffeisenkasse Bruneck. Die Kompetenzzentren Bauen & Wohnen oder Freie Berufe & Ärzte haben sich beispielsweise zu professionellen Beratungsstellen entwickelt, deren Mitarbeiter über die jeweiligen Besonderheiten und Kundenansprüche hervorragend Bescheid wissen. Nach diesem Erfolgsrezept wurde auch die Raiffeisen Elternberatung konzipiert: „Familien haben verschiedene Herausforderungen und täglich tausend Dinge zu beachten. Gerade junge Eltern brauchen individuelle und genaue Informationen, denn für sie ändert sich mit einem Neugeborenen so einiges“, so Ingrid Kofler, Beraterin der Raiffeisen Elternberatung. Als Anlaufstelle für junge Eltern ist sie in der Raiffeisenkasse Bruneck Ansprechpartnerin und Wegbegleiterin, die auf die individuellen Bedürfnisse dieser Lebensphase spezialisiert ist und wichtige Informationen gebündelt zur Verfügung stellt. 
Die Bandbreite der Beratung ist breit gefächert: Von Fragen zum Thema Mutterschaft über die Beantragung von Familiengeld bis hin zur rentenmäßigen Absicherung der Erziehungszeiten. Auch die Themen Absicherung und die optimale Finanzvorsorge für Eltern und Kinder bilden einen Schwerpunkt. „Über die Bankthemen hinaus arbeiten wir eng mit den Patronaten, den Gemeinden und weiteren Vereinen zusammen, die auf den Familienbedarf spezialisiert sind.“ Diese Zusammenarbeit ist sehr wertvoll, denn so können Synergien geschaffen und optimal genutzt werden. 

Das bestätigt auch der große Zuspruch seitens der Politik: „Die Raiffeisenkasse Bruneck hat den Bedarf der Eltern und Familien verstanden und mit großem Verantwortungsbewusstsein reagiert. Wir sind begeistert von der Idee der Elternberatung und sind uns sicher, dass sie eine große Zukunft vor sich hat“, so Waltraud Deeg, Landesrätin für Familie. Auch die lokale Politik ist begeistert: „Es ist ungemein wertvoll, wenn man als Eltern eine zentrale Anlaufstelle hat, bei der man sich über alles informieren kann“, so Ursula Steinkasserer-Goldwurm, Stadträtin der Gemeinde Bruneck. 
Ab jetzt können werdende Eltern sowie Eltern oder Alleinerziehende mit Kleinkindern bis zum 5. Lebensjahr für die Elternberatung in der Raiffeisenkasse Bruneck Termine vereinbaren. 

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Pustertal Finanzen
news-1442 Tue, 15 Oct 2019 12:00:24 +0200 Frauen sind beachtenswert! https://www.raiffeisen-nachrichten.it/news/aktuell/aktuell/article/detail/frauen-sind-beachtenswert.html Mutig, selbstbewusst, integriert: Frauen sind beachtenswert – auf der ganzen Welt. Auch hier in Südtirol: Sie tragen Sorge für Ernährung, für ihre Familien und für ihren Betrieb und zwar grenzüberschreitend! Am 15. Oktober ist Internationaler Tag der Landfrauen der Vereinten Nationen. Die Südtiroler Bäuerinnenorganisation möchte an diesem Tag das Augenmerk auf die Bäuerinnen legen, die aus einem anderen Herkunftsland stammen. „Wir wollen die Vielfältigkeit der Bäuerinnen und der Bäuerinnenorganisation aufzeigen. Und es ist auch eine Art von Vielfalt, wenn wir auf unseren Höfen Frauen aus verschiedenen Ländern haben,“ sagt Landesbäuerin Antonia Egger in einer Pressemitteilung der Südtiroler Bäuerinnenorganisation. Und es sind mittlerweile doch einige. Von den gut 16.600 SBO-Mitgliedern sind 537 im Ausland geboren. Die meisten kommen aus Deutschland, dann folgt Österreich, Schweiz, Slowakei, Ungarn und Polen. Auch Frauen aus Thailand, Brasilien, Nigeria und Portugal haben ihr Zuhause auf Südtirols Höfen gefunden. „Es sind fleißige, offene Frauen. Diese Frauen sind wertvoll, sie bringen eine andere Sichtweise und sie sind mit Begeisterung hier“, betont die Landesbäuerin, „sie besuchen Weiterbildungen, nehmen Kontakt mit der Dorfbevölkerung und unseren Mitgliedern auf!“

Vom Allgäu nach Spinges

Eine davon ist die 39-jährige Melanie Reger, Bäuerin auf dem Wackerhof in Spinges/Mühlbach. Aufgewachsen ist sie im Allgäu, hat längere Zeit in München gelebt und dort Tiermedizin studiert. Seit 2014 ist sie hier in Südtirol, aus Liebe: „Klar, die Umstellung von einer Großstadt wie München auf Spinges mit 300 Einwohnern war schon eine gewaltige“. Die zweifache Mutter kümmert sich mittlerweile um den UaB-Betrieb, macht alles was am Hof so anfällt und ist nebenher berufstätig. Das ist Melanie wichtig. Wichtig ist ihr auch Bildung und Wissen: „Heutzutage wird man mit so vielen Dingen konfrontiert. Die Bäuerin sollte sich deshalb in der Landwirtschaft weiterbilden dürfen und studieren, damit sie eine Wissensstütze für den Betrieb sein kann.“

Von Polen nach Wengen

Ewelina Bonat Moling aus Polen kam bereits als Jugendliche in den Sommerferien nach Südtirol, um hier Geld zu verdienen. Nach der Matura blieb sie hier und arbeitete im Gastgewerbe, bis sie ihren Mann Daniele kennenlernte und ihm auf dem Cestunhof in Wengen folgte. „Ja, ich sage es ganz bewusst, ich bin stolz darauf Bäuerin geworden zu sein, weil ich unseren Hof liebe“. Es war für die dreifache Mutter nicht immer einfach, doch durch ihre Offenheit ist die 40jährige in der Dorfgemeinschaft integriert: „Ich mag, wenn mich die Leute kennen, wenn ich zur Kirche gehe oder wenn ich die Kinder in den Kindergarten bringe. Ich möchte nicht anonym bleiben. Die Leute waren immer neugierig, sie wollten wissen, wer die Bäuerin auf den Cestunhof ist, so kam ich mit vielen Leuten ins Gespräch und konnte viele Freundschaften knüpfen, heute noch.“ Sie wünscht den Südtiroler Bäuerinnen zum Welttag der Landfrauen, „dass wir mehr Mut haben weiter zu machen, etwas zu verändern und für uns und unsere Familien auf den Höfen weiter zu kämpfen.“

Von Ungarn nach Schnauders

Auch Silvia Csizmadia Rauter ist gerne Bäuerin. Die gebürtige Ungarin kam aus Neugier nach Südtirol und blieb dann aus Liebe hier. Heute lebt sie mit ihrem Mann Reinhard Rauter in Schnauders. Beide brachten einen Sohn mit in die Ehe, ihr gemeinsamer Sohn rundet die Patchworkfamilie ab. Durch ihre Offenheit und ihre Liebe zur Landwirtschaft, zur Natur und zu ihrem Mann ist sie im Dorf und am Hof voll integriert. Bäuerin sein ist für sie im positiven Sinne komplex: „Weil eine Bäuerin daheim ist, die Hausarbeit macht, die Kinder und die älteren Menschen am Hof versorgt, nebenbei noch arbeitet, am Hof mitarbeitet, auf den Acker geht, die innovative Kraft am Hof ist.“ Sie liebt die Südtiroler Tradition, sie liebt die Tracht: „Das ist für mich wichtig! In Ungarn ist schon viel Tradition verlorengegangen und das ist schade, denn das ist eine Herzensangelegenheit.“

Heimat finden!

Am Welttag der Landfrauen möchte Landesbäuerin Antonia Egger einen Appell an die Gesellschaft richten: „Schätzen wir die Arbeit der Bäuerinnen, denn sie beleben den ländlichen Raum, der für uns alle so wichtig ist.“ Und sie ruft die Bäuerinnen auf, die Frauen, die aus einem anderen Land kommen und hier auf den Höfen leben, in die Gemeinschaft einzuschließen: „Sprechen wir alle Bäuerinnen, egal woher sie kommen, an, holen wir sie in unsere Organisation, nehmen wir sie mit, damit sie hier bei uns Heimat finden.“

Bild 1. Landesbäuerin Antonia Egger (Bildmitte): „Gemeinschaft ist wichtig!“
Bild 2. Melanie Reger auf dem Wackerhof in Spinges – ihre neue Heimat!

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