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Genossenschaftswesen
Ein symbolträchtiger Handschlag von links: die beiden Vorsitzenden Claude Rotelli, Confcooperative Alto Adige Südtirol, Heini Grandi Legacoopbundund und Herbert Von Leon, der Obmann des Raiffeisenverbandes Südtirols.

Coopbund Alto Adige Südtirol: Vereint für künftige Herausforderungen

Die beiden Genossenschaftsverbände Legacoopbund und Confcooperative Alto Adige Südtirol haben sich zusammengeschlossen und die Vereinigung im NOI Tech Park gefeiert, zusammen mit den Vertretern von über 100 Genossenschaften und rund 150 Gästen.

Ein symbolträchtiger Handschlag von links: die beiden Vorsitzenden Claude Rotelli, Confcooperative Alto Adige Südtirol, Heini Grandi Legacoopbundund und Herbert Von Leon, der Obmann des Raiffeisenverbandes Südtirols.

Der 21. September 2019 ist ein historischer Tag für das Südtiroler Genossenschaftswesen. Zwei der insgesamt vier großen Genossenschaftsverbände von Südtirol, Legacoopbund und Confcooperative Alto Adige Südtirol, haben sich zum Coopbund Alto Adige Südtirol zusammen geschlossen. 

Die Feier im NOI Tech-Park in Bozen. Ab sofort zählt der neue Verband Coopbund Alto Adige Südtirol 220 Mitgliedergenossenschaften mit rund 30.000 Mitgliedern aus dem Sozial-, Arbeits-, Dienstleistungs-, Wohnbau-, Landwirtschafts- und Konsumbereich.

„Heute wird in der Südtiroler Genossenschaftsbewegung Geschichte geschrieben und der erste Stein für ein großes Genossenschaftshaus gesetzt“, erklärten die beiden Vorsitzenden Heini Grandi Legacoopbund und Claude Rotelli, Confcooperative Alto Adige Südtirol, zu Beginn der Veranstaltung im NOI Techpark, ein für die Zukunft Südtirols symbolträchtiger Ort. Die Idee des Zusammenschlusses stand schon länger im Raum und war von den genossenschaftlichen Obrigkeiten und der sozialen Basis beider Verbände diskutiert worden.

Nun ist der Zusammenschluss erfolgt. Die neue Organisation trägt den Namen: Coopbund Alto Adige Südtirol

Mit dieser Vereinigung hoffen die Beteiligten die Rolle der Genossenschaften den öffentlichen Einrichtungen und der lokalen Politik gegenüber zu stärken und eine größere Effizienz in der Unterstützung von Mitgliedsgenossenschaften zu erzielen: „Coopbund Alto Adige Südtirol vertritt alle Sprachgruppen und das gesamte Südtiroler Gebiet: in der Tat ist es eine multikulturelle und mehrsprachige Organisation“ kommentiert Heini Grandi, Vorsitzende von Coopbund Alto Adige Südtirol

Der Soziologe Flaviano Zandonai sprach in seinem Vortrag über die besondere Vermittlerrolle der Genossenschaftverbände und über die, durch die Einführung digitaler Plattformen, zu erwartenden Veränderungen bei den Dienstleistungen. Er riet den Beteiligten die Veränderungen, die mit dem Aufkommen neuer Plattformen zu erwarten sind, rational und funktional anzugehen. Damit könne eine neue soziale Vermittlung aufgebaut, neue Bedeutungen geschaffen und insgesamt ein großer Nutzen für die Zusammenarbeit der Bewegung erreicht werden, die die Gemeinschaft zu ihrer Mission macht.
Auch der Obmann des Raiffeisenverbandes, Herbert von Leon, begrüßte die Teilnehmenden und unterzeichnete den von Coopbund Alto Adige Südtirol ausgearbeiteten Ethik-Kodex. Dabei betonte er: "Wir waren sofort bereit, die Initiative zu unterstützen und auch den Ethikkodex, der von allen drei Organisationen ausgearbeitet wurde, mitzutragen, zu teilen und mit zu unterzeichnen." Ihm zufolge ist der Verhaltenskodex Ausdruck des festen Willens, diese Werte im genossenschaftlichen Wirken und in der Zusammenarbeit zu leben und damit auch Vorbild zu sein. Es sei ein Bekenntnis, das Transparenz und gegenseitiges Vertrauen schaffe, meinte der Obmann des Raiffeisenverbandes Südtirol.

Der Landeshauptmannstellvertreter Giuliano Vettorato lobte den eingeschlagenen Weg ebenfalls: "Die Provinz Bozen, im Herzen Europas, vereint drei Kulturen und hat drei Besonderheiten: Innovation, Freiwilligenarbeit und Zusammenarbeit. Die Vernetzung ist für das Wachstum unerlässlich".

Den Vorsitzenden der Vertretungsverbände Mauro Lusetti, für Lecacoop, und Maurizio Gardini, für Confcooperative, zufolge, vereine der neue Verband alle Kräfte und könne so besser die Bedürfnisse der angeschlossenen Genossenschaften befriedigen. Maurizio Gardini, nationaler Vorsitzender von Confcooperative, betonte wie wichtig die Begleitung von Genossenschaften im Hinblick auf den Prozess der Digitalisierung und Nachhaltigkeit sei: "Die Vereinigung - sagte er - wurde von Anfang an von uns positiv gutgeheissen. Wir haben die Gelegenheit und den Wert der Schaffung einer starken Vertretung genutzt. Die Rolle des Raiffeisenverbandes mit dem es eine starke Synergie gab und geben wird, war in dem Prozess sehr wichtig. Niemand kann uns unsere Zukunft nehmen, denn wir müssen auf die Wünsche unserer Mitglieder eingehen."  Mauro Lusetti, nationaler Vorsitzende von Legacoop: "Diese Erfahrung bringt zusammen, vereint, erhöht die Vertretungsfähigkeit und ist offen. Gemeinsam können wir uns den Herausforderungen der Zukunft stellen, angefangen bei technologischen Innovationen und der Digitalisierung", meinte er abschließend.

Verband Coopbund Alto Adige Südtirol

Das neue Logo des neuen Südtiroler Genossenschaftsverbandes.

Der Verband Coopbund Alto Adige Südtirol wird ab heute 220 Mitgliedergenossenschaften zählen, mit fast 30.000 Mitgliedern aus dem Sozial-, Arbeits-, Dienstleistungs-, Wohnbau-, Landwirtschafts- und Konsumbereich. 
Was die Geschäftsführung nach der Vereinigung betrifft: Heini Grandi bleibt Vorsitzender, Monica Devilli stellvertretende Vorsitzende und Stefano Ruele Direktor. Dem Vorsitz von Legacoopbund wurden drei neue Mitgliedern von Confcooperative Alto Adige Südtirol zugänglich gemacht. Der aktuelle Vorsitz von Coopbund Alto Adige Südtirol besteht aus 21 Vertretern von gleich so vielen Genossenschaften verschiedener Sektoren. 

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